
Fünf Tote und 40 Verletzte nach niederländischem Reisebus-Unglück in der Schweiz
Ein Reisebus mit 49 niederländischen Staatsbürgern ist am Donnerstagnachmittag nahe Susch in der Ostschweiz umgestürzt. Fünf Menschen kamen ums Leben, 40 wurden verletzt.
Notfallmaßnahmen und Opferzahlen
Ein niederländischer Reisebus mit 48 Fahrgästen und einem Fahrer ist am Donnerstagnachmittag in der Ostschweiz verunglückt, fünf Menschen kamen ums Leben, 40 weitere wurden verletzt. Der Unfall ereignete sich gegen 16:45 Uhr auf der Engadinerstrasse zwischen den Orten Zernez und Susch im Kanton Graubünden. Die Kantonspolizei Graubünden bestätigte die Opferzahlen am Freitagmorgen, nachdem die Beamten die Benachrichtigungen der Angehörigen abgeschlossen hatten. Unter den 40 Verletzten erlitten drei Menschen schwere Verletzungen, sieben wurden mittelschwer verletzt.
- Todesfälle
- 5 Personen
- Verletzte insgesamt
- 40 Personen
- Mittelschwer verletzt
- 7 Personen
- Schwer verletzt
- 3 Personen
Rettungskräfte, darunter Gemeindefeuerwehren, Krankenwagen und fünf Rettungshubschrauber, wurden unmittelbar nach dem Zusammenstoß auf die Bergstraße entsandt. Mehrere verletzte Fahrgäste wurden zur medizinischen Behandlung in Schweizer Regionalspitäler gebracht. Die Bergungs- und Spurensicherungsarbeiten dauerten die gesamte Donnerstagnacht an, die Engadinerstrasse wurde vorübergehend gesperrt, bevor das Fahrzeug geborgen und die Strecke am Freitagmorgen wieder freigegeben wurde.
Unfallhergang und Straßenzustand
Der Reisebus gehörte dem niederländischen Transportunternehmen Hartemink aus Eibergen und war im Auftrag des niederländischen Reiseveranstalters Oad unterwegs. Die Gruppe war am Montag aus den Niederlanden zu einem mehrtägigen Urlaub in Österreich aufgebrochen und befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls auf einem Tagesausflug in die Schweiz. Die Schweizer Polizei wies darauf hin, dass keine anderen Fahrzeuge in den Vorfall verwickelt waren, der sich auf einem Straßenabschnitt ereignete, der wegen Bauarbeiten nur einspurig befahrbar war.
- Reisegruppe reist aus den Niederlanden zu einem Urlaub in Österreich ab
- Reisebus verlässt die Fahrbahn und stürzt zwischen Zernez und Susch um
- Rettungskräfte und fünf Hubschrauber führen Bergungs- und Rettungsarbeiten durch
- Polizei bestätigt Opferzahlen, der beschädigte Bus wird geborgen
Die Polizei berichtete, dass der Bus eine Leitplanke touchierte, bevor er von der Fahrbahn abkam und mehrere Meter einen Abhang hinunter in den Straßengraben stürzte. Der Branchenverband niederländischer Reisebüros, ANVR, erklärte, der Fahrer habe versucht, einem Hindernis auf der Fahrbahn auszuweichen, bevor er die Kontrolle verlor.
Der Busfahrer musste ein Ausweichmanöver durchführen, möglicherweise wegen eines Felsbrockens auf der Straße. Dabei kippte der Bus auf die Seite und rutschte ab.
Offizielle Reaktionen und konsularische Unterstützung
Die Schweizer Behörden und die niederländischen Konsularbeamten leiteten am Freitag sofortige Unterstützungsmaßnahmen ein. Die niederländische Notfallhilfsorganisation Eurocross entsandte am Freitagmorgen ein zweiköpfiges deutschsprachiges Triage-Team nach Graubünden, um die lokale Patientenversorgung zu koordinieren und die Transportlogistik zu managen. Der niederländische Botschafter in der Schweiz reiste zur Unfallstelle, um direkten Kontakt mit den Kantonsbehörden aufzunehmen und die konsularische Hilfe zu beaufsichtigen.
Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin sprach den vom Unfall betroffenen Familien sein Beileid aus und dankte den Rettungskräften für ihren Einsatz in der Nacht.
Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Ich spreche den Familien der Verstorbenen mein aufrichtiges Beileid aus.
Ermittlungen und Familienhilfe
Die Kantonsermittler führen eine Untersuchung durch, um den genauen Unfallhergang zu klären, einschließlich des Straßenzustands und der Spurenlage am Unfallort. Die Polizei Graubünden forderte den Busfahrer, der keine behandlungsbedürftigen Verletzungen erlitten hatte, auf, während der laufenden Ermittlungen keine öffentlichen Aussagen zu machen.
Die örtlichen Behörden sind derzeit vollumfänglich mit der Hilfeleistung und der Klärung der Lage und der Opferzahlen beschäftigt. Sobald es mehr Klarheit gibt, werden wir die Angehörigen der betroffenen Reisenden selbstverständlich so schnell wie möglich informieren und unterstützen.
Die Behörden richteten in beiden Ländern Unterstützungstelefone für Angehörige ein. Die Kantonspolizei Graubünden schaltete eine gebührenfreie Hotline unter +41 81 256 56 56, während Eurocross eine niederländische Hotline unter 071-364 1841 aktivierte. Die Kantonsbehörden richteten zudem ein nicht näher bezeichnetes Empfangszentrum ein, um überlebenden Fahrgästen und anreisenden Angehörigen psychologische und praktische Unterstützung zu bieten.


