
Sturzfluten überfluten New York City und New Jersey Stunden vor dem WM-Finale und legen Reiseverkehr und Sport lahm
Heftiger Regen ließ innerhalb weniger Stunden 50 bis 100 mm Wasser fallen, überschwemmte U-Bahn-Stationen, setzte Autofahrer fest und erzwang Flugausfälle am JFK-Flughafen am Vorabend des WM-Finales Argentinien gegen Spanien im MetLife Stadium.
Sturm und Überschwemmungen
Am Samstag, den 18. Juli, zogen heftige Regenfälle und Gewitter über die Metropolregion New York hinweg und ließen nach Angaben des US-amerikanischen Wetterdienstes innerhalb weniger Stunden zwischen 50 und 100 Millimeter Wasser fallen. Der Wolkenbruch verwandelte Straßen in Flüsse, setzte Fahrzeuge unter Wasser und ließ Wasser in U-Bahn-Stationen strömen. In sozialen Medien geteilte Videos zeigten Menschen, die durch knietiefes Wasser wateten, und Rettungskräfte, die gestrandete Bewohner in Sicherheit brachten. In einigen Gegenden waren Autos fast vollständig bedeckt, und Fahrer ließen sie zurück, um sich durch die Fluten zu bewegen. Straßenmöbel, Mülltonnen und Café-Sonnenschirme wurden von den Strömungen auf überfluteten Boulevards fortgerissen. Die Stürme folgten auf eine Woche extremer Hitze und schlechter Luftqualität in der Stadt, wie US-Medien berichteten.
## Verkehrschaos Die Überschwemmungen legten den Straßen-, Schienen- und Flugverkehr im gesamten Tri-State-Gebiet, das New York, New Jersey und Connecticut umfasst, massiv lahm. Zahlreiche U-Bahn-Stationen in New York City wurden überflutet, und viele Straßen mussten wegen Wasseransammlungen gesperrt werden. Am John F. Kennedy International Airport kam es zu Flugverspätungen und -ausfällen; die Behörden warnten, dass die Auswirkungen auch nach dem Ende des Regens anhalten könnten. Der Sturm traf am Vorabend des WM-Finales zwischen Argentinien und Spanien ein, das für Sonntag im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey, angesetzt war, und erschwerte die Reise für Fans und Mannschaften zusätzlich.
Sportliche Beeinträchtigungen
Das Wetter erzwang die Verschiebung eines Major-League-Baseball-Spiels zwischen den New York Yankees und den Los Angeles Dodgers im Yankee Stadium am Samstag. Auch mehrere andere lokale Sportveranstaltungen fielen dem Regen zum Opfer. Das WM-Finale selbst sollte nach Angaben der Sun nicht gefährdet sein, obwohl die Vorbereitungen beider Mannschaften durch die schweren Bedingungen beeinträchtigt wurden.
Offizielle Reaktion
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani forderte die Bewohner auf, während des Durchzugs des Sturms in ihren Häusern zu bleiben. In einem Beitrag auf X am Samstagabend schrieb er:
New Yorker: Die erste Sturmwelle ist über unsere Stadt hinweggezogen, aber wir sind noch nicht außer Gefahr. Bitte seien Sie vorsichtig. Bei starkem Regen, heftigen Winden oder Donner gehen Sie sofort ins Haus.
Der Bürgermeister sagte außerdem, er habe zusätzliche Einsatzkräfte mobilisiert, um Wasser von den Straßen zu pumpen, verlassene Autos abzuschleppen und umgestürzte Bäume zu beseitigen. Aufnahmen von CBS News zeigten entwurzelte Bäume und blockierte Fahrzeuge.
## Unwetterwarnungen Gegen Mittag am Samstag erhielten die Bewohner eine Mobilwarnung des National Weather Service, die die Lage als „gefährlich und potenziell lebensbedrohlich“ beschrieb und von allen nicht notwendigen Reisen abriet. „Versuchen Sie nicht zu reisen, es sei denn, Sie verlassen ein überflutetes Gebiet oder ein Gebiet, für das eine Evakuierungsanordnung gilt“, hieß es in der Nachricht. Für große Teile New Jerseys wurden Tornadowarnungen herausgegeben, die später jedoch aufgehoben wurden; die Meteorologen hielten jedoch an Warnungen vor schweren Stürmen mit Böen von bis zu 110 km/h fest.
Finale findet trotzdem statt
Trotz des Chaos sollte das WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien am Sonntagabend im MetLife Stadium nicht abgesagt werden. Der Sturm war am Sonntagmorgen bereits vorüber, und die Aufräumarbeiten liefen. Die Veranstaltung soll wie geplant stattfinden, auch wenn die vorangegangenen Reisebehinderungen die Besucherzahlen beeinträchtigen könnten.
- National Weather Service gibt Sturzflutwarnung für New York City heraus und warnt vor lebensbedrohlichen Bedingungen.
- Heftiger Regen und Gewitter beginnen, überschwemmen Straßen und U-Bahn-Stationen.
- Tornadowarnungen für große Teile New Jerseys herausgegeben.
- Baseballspiel Yankees gegen Dodgers verschoben; Flüge am JFK-Flughafen verspätet.
- Bürgermeister Zohran Mamdani twittert Warnung und mobilisiert Einsatzkräfte.
- Tornadowarnungen aufgehoben; Unwetterwarnungen mit Böen bis 110 km/h bleiben bestehen.


