
Polizei in Marseille stoppt Neunjährigen, der mit seinem Vater auf der Avenue du Prado einen SUV fuhr
Die Polizei in Marseille hat einen Audi Q7 gestoppt, der von einem neunjährigen Kind auf einer belebten Durchgangsstraße gefahren wurde, während sein Vater vom Beifahrersitz aus das Lenkrad führte.
Eingriff auf der Avenue du Prado
Streifenbeamte der Departementalen Motorrad- und Straßensicherheitsbrigade (BMSRD) griffen am Nachmittag des Freitags, 11. September 2026, im achten Arrondissement von Marseille ein. Die Motorradpolizisten bemerkten einen zwei Tonnen schweren Audi Q7 mit rumänischen Kennzeichen, der sich unberechenbar auf der Avenue du Prado bewegte. Der Geländewagen schlingerte unvorhersehbar über die Fahrspuren und streifte gefährlich nah an am Straßenrand geparkten Fahrzeugen vorbei. Der Vorfall ereignete sich gegen 17:00 Uhr, zur Zeit des dichten nachmittäglichen Berufsverkehrs auf einer der wichtigsten Verkehrsadern der Präfektur Bouches-du-Rhône. Die Streife näherte sich dem fahrenden Fahrzeug vorsichtig, um einen Unfall zu vermeiden, und beabsichtigte eine sofortige Verkehrskontrolle durchzuführen. Als sie neben dem Luxus-SUV aufschlossen, stellten die Beamten fest, dass die Person auf dem Fahrersitz ein neunjähriges Kind war.
Zustände im Fahrzeuginneren
Bei der Inspektion des Fahrgastraums stellten die Beamten fest, dass der neunjährige Junge das Fahrzeug ohne angelegten Sicherheitsgurt führte. Das Kind lehnte sich gegen das Lenkrad, weil seine Beine kaum die Gas- und Bremspedale erreichten. Auf dem Beifahrersitz saß der 53-jährige Vater des Jungen und hielt ein weiteres jüngeres Kind unangeschnallt auf seinem Schoß, während er mit einer Hand das Lenkrad führte, um das Fahrzeug zu steuern. Die Polizei stellte fest, dass keiner der drei Insassen des fahrenden Autos während der improvisierten Fahrstunde durch Sicherheitsgurte gesichert war. Die Beamten führten eine kontrollierte Stoppmaßnahme durch, um das Fahrzeug zu sichern und andere Verkehrsteilnehmer zu schützen. Eine anschließende Durchsuchung des Fahrzeuginneren ergab ein verbotenes Springmesser, das in der Ablage der Beifahrertür versteckt war.
Wir haben das Schlimmste vermieden.
Polizeigewahrsam und formelle Anklagen
Nach dem Eingriff brachten die Polizeibeamten die Kinder aus dem Fahrzeug und übergaben sowohl den neunjährigen Jungen als auch sein jüngeres Geschwisterkind in die Obhut ihrer Mutter. Der 53-jährige rumänische Staatsangehörige wurde zur ersten Befragung auf eine örtliche Polizeiwache gebracht und anschließend freigelassen. Am Mittwoch, dem 16. September 2026, wurde der Vater von den Behörden vorgeladen, um vor einem Beamten der Kriminalpolizei zu erscheinen, wo er formell in Polizeigewahrsam genommen wurde. Die Staatsanwaltschaft erhob mehrere Anklagen gegen den Vater, darunter das Führen eines Kraftfahrzeugs ohne gültigen Führerschein, Mittäterschaft durch Hilfe und Unterstützung bei der Begehung einer Verkehrsordnungswidrigkeit sowie Verstoß gegen das französische Waffengesetz.
- Polizei stoppt Audi Q7, gefahren von einem Neunjährigen auf der Avenue du Prado
- Vater wird vor einen Kriminalpolizeibeamten vorgeladen und in Gewahrsam genommen
- Vater erscheint vor Gericht in Marseille zu einer vorläufigen Anhörung
- Geplante Anhörung im Rahmen des Verfahrens der vorherigen Anerkennung der Schuld (CRPC)
Gerichtsverfahren und sozialrechtliche Ermittlungen
Der Verdächtige wurde am Donnerstag, dem 17. September 2026, zu einer vorläufigen gerichtlichen Anhörung vor das Gericht in Marseille gebracht. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass der Vater einer formellen Anhörung im Rahmen des Verfahrens der vorherigen Anerkennung der Schuld (CRPC), allgemein bekannt als Geständnisverfahren, gegenüberstehen wird, die für Januar 2027 angesetzt ist. Die Justizbehörden wiesen darauf hin, dass das schnelle Eingreifen der Motorradpolizei eine schwere Kollision auf der stark befahrenen Avenue du Prado verhindert habe. Parallel zu den Strafgerichtsverfahren leiteten die französischen Sozialdienste eine formelle Kinderschutzuntersuchung ein, um die Lebensbedingungen und das Wohlergehen der in dem Haushalt beteiligten Minderjährigen zu überprüfen.


