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Sicherheit·vorgestern

Neun Arbeiter werden nach Chemietank-Implosion in Papierfabrik in Washington weiterhin vermisst – ein Toter, neun Verletzte

Die Bergungsarbeiten werden durch einen instabilen Tank erschwert, der 90.000 Gallonen ätzende 'Weißlauge' im Werk von Nippon Dynawave Packaging in Longview, Washington, enthält. Bei einer Implosion am Dienstag kam ein Mensch ums Leben, neun weitere wurden verletzt.

Der Vorfall

Ein massiver Chemietank implodierte am Dienstagmorgen in der Papierfabrik von Nippon Dynawave Packaging in Longview, Washington, und tötete mindestens eine Person und verletzte neun weitere. Der 900.000 Gallonen fassende Tank, der eine stark ätzende Lösung namens 'Weißlauge' enthielt, brach kurz nach 7 Uhr Ortszeit, so die Feuerwehr von Longview. Die Implosion setzte etwa 500.000 Gallonen der Chemikalie frei, die hauptsächlich aus Natriumhydroxid und Natriumsulfid besteht und zum Aufschluss von Holzspänen zu Zellstoff verwendet wird.

Weißlauge kann bei Hautkontakt Verbrennungen zweiten oder dritten Grades verursachen und ist beim Einatmen gefährlich.

Die Vermissten und Verletzten

Neun Arbeiter werden seit Mittwoch vermisst, und die Behörden haben wenig Hoffnung auf das Auffinden von Überlebenden. Acht Mitarbeiter und ein Feuerwehrmann wurden mit Verletzungen von leicht bis schwer, darunter Verbrennungen und Atemwegsschäden, in Krankenhäuser gebracht. Der Feuerwehrmann wurde inzwischen entlassen. Die Behörden versuchen noch zu klären, ob die Vermissten zum Zeitpunkt des Unfalls bei der Arbeit waren oder lediglich nicht erreichbar sind.

Wir wissen es nicht, bis wir es wissen, hoffentlich morgen, wie wir den Tank stabilisieren können. Entfernen wir zuerst das Produkt? Stabilisieren wir zuerst den Tank oder umgekehrt?

Herausforderungen bei der Bergung

Die Bergungsarbeiten wurden über Nacht ausgesetzt, da die verbleibende Tankstruktur instabil ist und noch etwa 90.000 Gallonen der flüchtigen Flüssigkeit enthält. Die Einsatzkräfte arbeiten nur bei Tageslicht aufgrund der Gefahren und müssen den Tank erst stabilisieren, bevor Leichen geborgen werden können. Ein Teil der ausgelaufenen Flüssigkeit gelangte in einen Entwässerungsgraben, was das Washington State Department of Ecology dazu veranlasste, Teams zur Bewertung der Umweltauswirkungen zu entsenden.

Reaktion der Gemeinde und der Behörden

Dutzende Einwohner von Longview versammelten sich am Dienstagabend zu einer Mahnwache, um für die vermissten und verletzten Arbeiter zu beten und Kerzen anzuzünden. Washington Gouverneur Bob Ferguson sprach sein Beileid aus, erklärte, er sei 'zutiefst traurig' über die Todesfälle, und bestätigte, dass die staatlichen Ökologiebehörden und die Nationalgarde in Alarmbereitschaft seien. Nippon Paper Industries, das japanische Mutterunternehmen von Nippon Dynawave Packaging, gab eine Erklärung ab, in der es sein tiefstes Beileid ausdrückte und sich für die Besorgnis entschuldigte, die bei der örtlichen Gemeinde und Geschäftspartnern entstanden sei. Das Unternehmen, das das Werk in Longview 2016 erwarb, beschäftigt etwa 1.000 Mitarbeiter und produziert Material für Taschentücher, Druckpapier, Becher, Teller und Kartons.

Wir sprechen unser tiefstes Beileid aus und sprechen den trauernden Familien unser herzlichstes Mitgefühl aus.

Nippon Paper Industries

Weiterer Kontext

Der Vorfall ist der zweite bemerkenswerte Chemietank-Ausfall an der US-Westküste innerhalb weniger Tage, nach der Evakuierung Tausender Einwohner in Südkalifornien aufgrund eines beschädigten Tanks in einem Luft- und Raumfahrtwerk. Die Anlage in Longview hatte bereits im Juli 2023 einen Großbrand erlitten, bei dem Holzlager auf dem Gelände tagelang brannten. Die Ursache der Implosion vom Dienstag wird noch untersucht, und die Behörden erklärten, dass keine direkte Gefahr für die umliegende Gemeinde von etwa 40.000 Menschen bestehe.

Schlüsselereignisse in der Nippon Dynawave Packaging Fabrik
  1. Ein 900.000-Gallonen-Tank mit Weißlauge implodiert in der Papierfabrik in Longview.
  2. Rettungskräfte reagieren; ein Todesfall und mehrere Verletzungen bestätigt.
  3. Mahnwache der Gemeinde in Longview für vermisste und verletzte Arbeiter abgehalten.
  4. Bergungsarbeiten sollen bei Tageslicht wieder aufgenommen werden; Tank bleibt instabil mit 90.000 Gallonen im Inneren.
Longview

8 Quellen

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