Wir verwenden Analyse, um Pollar zu verbessern, und mit Ihrer Einwilligung das Meta-Pixel, um Anmeldungen und Käufe aus unserer Werbung zu messen. Sie können dies jederzeit in den Einstellungen ändern. Datenschutzerklärung

Suche⌘K
StartFür SieLiveBriefFragen
KarteMärkteSträngeSoundsFilme
InlandGeopolitikWirtschaftGesellschaftWissenschaft & TechnikInfrastrukturSportKulturLifestyle
Pollar unterstützen
KontaktImpressum
StartBriefLiveSträngeSuche

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

  • Alle neun Atommächte modernisieren und erweitern ihre Bestände, einige sowohl quantitativ als auch qualitativ, so Sipri.

  • Das letzte verbleibende Rüstungskontrollabkommen zwischen den USA und Russland lief im Februar 2026 aus, wodurch beide Hunderte weitere Sprengköpfe auf bestehende Trägersysteme laden können.

  • Die Zahl der Sprengköpfe in militärischen Beständen für den potenziellen Einsatz stieg im Jahresvergleich um 131, etwa 4.012 waren auf Raketen oder auf Stützpunkten stationiert.

  • Polen, Südkorea und Saudi-Arabien gehören zu den Ländern, die Atomoptionen prüfen, während Frankreich die Ausweitung seines Atomschirms auf europäische Verbündete in Erwägung zieht.

Ein globaler Aufrüstungszyklus

Alle neun Atommächte – die Vereinigten Staaten, Russland, China, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Indien, Pakistan, Nordkorea und Israel – haben ihre Arsenale im Jahr 2025 weiter modernisiert und ausgebaut, so das Jahrbuch 2026 des Stockholmer Friedensforschungsinstituts (Sipri). Der weltweite Gesamtbestand lag im Januar 2026 bei schätzungsweise 12.187 Sprengköpfen, ein leichter Rückgang gegenüber 12.241 im Vorjahr. Die Forscher von Sipri führen den Rückgang ausschließlich auf die Demontage ausgemusterter Sprengköpfe durch die USA und Russland zurück – ein Prozess, der sich verlangsamt.

„Wir befinden uns bereits mitten in einem neuen nuklearen Wettrüsten. Jeder Atomstaat baut sein Atomarsenal entweder quantitativ oder qualitativ aus – und manche tun beides.“

Matt Korda, Sipri-Experte für Atomwaffen und Forscher

Die Zahl der Sprengköpfe in militärischen Lagerbeständen für den potenziellen Einsatz stieg von 9.614 auf 9.745. Davon waren etwa 4.012 auf Raketen oder auf Stützpunkten mit einsatzbereiten Streitkräften stationiert, rund 100 mehr als im Vorjahr. Zwischen 2.100 und 2.200 Sprengköpfe befanden sich auf ballistischen Raketen in hoher operativer Alarmbereitschaft, fast alle davon im Besitz Russlands und der USA.

Der Zusammenbruch der Rüstungskontrolle

Ein Hauptgrund für die sich verschlechternde Sicherheitslage ist das Auslaufen des New-Start-Vertrags zwischen Russland und den USA im Februar 2026. Es wurde kein Nachfolgeabkommen geschlossen. Sipri-Forscher Matt Korda merkte an, dass beide großen Atommächte nun theoretisch viele Hunderte zusätzlicher Sprengköpfe auf bestehende Trägersysteme laden könnten, ohne einen einzigen neuen Träger zu bauen. Ohne Verträge neigen Atommächte zudem zunehmend dazu, wichtige Details über ihre nuklearen Fähigkeiten zurückzuhalten.

„Es gibt immer mehr Anzeichen dafür, dass Atommächte ihre Abrüstungsverpflichtungen vernachlässigen oder sogar vollständig aufgeben, und stattdessen ihre nukleare Stärke zur Schau stellen.“

Hans M. Kristensen, Sipri-Experte für Atomwaffen

Veränderte Arsenale und neue Technologien

Russland und die USA besitzen zusammen rund 83 Prozent aller gelagerten Atomsprengköpfe, schätzungsweise 5.420 bzw. 5.042 Stück. Ihr gemeinsamer Anteil an einsatzbereiten Sprengköpfen ist von 90 Prozent im Jahr 2025 gesunken, da Frankreich, das Vereinigte Königreich und China ihre Stationierungen beschleunigen. China baut sein Arsenal am schnellsten aus und könnte innerhalb weniger Jahre über ebenso viele landgestützte Interkontinentalraketen verfügen wie Russland oder die USA. Frankreich, die viertgrößte Atommacht der Welt, kündigte im März 2026 an, seinen Sprengkopfbestand zu erhöhen.

Sipri wies auch auf die zunehmende Rolle der künstlichen Intelligenz in nuklearen Kommando-, Kontroll- und Kommunikationssystemen (NC3) hin. Obwohl KI noch nicht in Hochrisiko-Nuklearsysteme integriert ist, wurde ihr Einsatz in Satelliten-, Radar- und Kommunikationsnetzen bestätigt, wenngleich ihre genauen Funktionen schwer vorhersehbar bleiben.

Abschreckungsdenken greift auf Nicht-Atomstaaten über

Der Bericht dokumentiert ein wachsendes Verlangen nach nuklearer Abschreckung in Staaten, die derzeit keine Atomwaffen besitzen. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk erklärte im März, sein Land wäre mit einem eigenen Arsenal sicherer. Südkoreanische Politiker fordern seit Jahren eigene Atomwaffen. Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Asif deutete an, das Land könnte seine nuklearen Fähigkeiten dem Partnerstaat Saudi-Arabien zur Verfügung stellen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die Möglichkeit ins Spiel gebracht, den französischen Atomschirm auf Norwegen, Litauen und Polen auszuweiten. Die Sipri-Forscherin Tytti Erästö verwies auf Finnland und Schweden, historisch blockfreie Befürworter der Abrüstung, die sich nun aktiv an der NATO-Atompolitik und an Übungen zur Simulation des Einsatzes von Atomwaffen beteiligen.

„Die nationale Verteidigungs- und Sicherheitsstrategie von Atomwaffen abhängig – oder abhängiger – zu machen, könnte die nuklearen Risiken erheblich erhöhen.“

Karim Haggag, Direktor des Stockholmer Friedensforschungsinstituts

Sipri-Direktor Karim Haggag warnte, die Gefahren nähmen aufgrund technologischer Fortschritte, des Zusammenbruchs der Rüstungskontrolle und erhöhter geopolitischer Spannungen zu. Das Institut erwartet, dass sich der jahrzehntelange Trend sinkender globaler Bestände in den kommenden Jahren umkehrt, da die Demontage langsamer wird und die Stationierung neuer Waffen zunimmt.

Geschätzte Atomsprengköpfe nach Ländern, Januar 2026Sprengköpfe
Russland5.420
Vereinigte Staaten5.042
China600
Frankreich290
Vereinigtes Königreich225
Pakistan170
Indien170
Israel90
Nordkorea50
Russland
5420 Sprengköpfe
Vereinigte Staaten
5042 Sprengköpfe
China
600 Sprengköpfe
Frankreich
290 Sprengköpfe
Vereinigtes Königreich
225 Sprengköpfe
Pakistan
170 Sprengköpfe
Indien
170 Sprengköpfe
Israel
90 Sprengköpfe
Nordkorea
50 Sprengköpfe

Daten aus dem Artikeltext

In diesem Text

  1. 1Ein globaler AufrüstungszyklusEin globaler Aufrüstungszyklus
  2. 2Der Zusammenbruch der RüstungskontrolleDer Zusammenbruch der Rüstungskontrolle
  3. 3Veränderte Arsenale und neue TechnologienVeränderte Arsenale und neue Technologien
  4. 4Abschreckungsdenken greift auf Nicht-Atomstaaten überAbschreckungsdenken greift auf Nicht-Atomstaaten über

Auf Grundlage von Berichten von

Deutsche Welle, Bayerischer Rundfunk, der Standard, N-tv, SRF News, newsORF.at, LaVanguardia, watson.ch/

Liste der Quellen
Stockholm
Stockholm
Stockholm, Moskau, Washington, D.C. · Schweden, Russland, Vereinigte Staaten

Weiter in der heutigen Ausgabe

Kritische PHP-Lücken zwingen Websites europaweit offlineDie Vereinigten Staaten, Japan, Großbritannien und mehrere europäische Regierungen haben Organisationen aufgefordert, PHP zu aktualisieren, nachdem am Mittwoch, dem 21. Oktober, zwei kritische Schwachstellen gemeldet wurden, die jeweils mit 9,2 von 10 bewertet wurden.KI & Tech · vor 27 Min.
Heutiger Brief · 4 Min. zum AnhörenWitkoff drängt Putin, Ukraine-Gespräche neu zu startenLive · 5 ThemenNATO öffnet Rüstungsbeschaffung für Ukraine

Quellen und Kontext

  • Deutsche Welleam 8.06. um 13:14O retorno das armas nucleares como pilar de defesa
  • Bayerischer Rundfunkam 8.06. um 08:17Friedensforscher warnen vor neuem atomaren Wettrüsten
  • der Standardam 8.06. um 07:24Nuklearwaffenbestände nehmen laut Sipri-Bericht weltweit zu
  • N-tvam 8.06. um 06:18Der Tag: Forscher warnen vor Wettrüsten der Atommächte
Matt Korda
Sipri-Experte für Atomwaffen und Forscher
Hans M. Kristensen
Sipri-Experte für Atomwaffen
Tytti Erästö
Sipri-Forscherin im Programm für Massenvernichtungswaffen
Karim Haggag
Direktor des Stockholmer Friedensforschungsinstituts (Sipri)
Donald Tusk
Ministerpräsident von Polen
Emmanuel Macron
Präsident von Frankreich
Khawaja Asif
Verteidigungsminister von Pakistan

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen

Veröffentlicht am 8.06. um 16:47.

Fehler im Text melden

Von KI aus den Berichten der genannten Medien erstellter Text, automatisch geprüft, ohne menschliche Redaktion. So entsteht Pollar

Konflikte · Stockholm, Moskau und Washington, D.C.

Sipri warnt vor neuem nuklearem Wettrüsten – alle neun Atommächte bauen Arsenale aus und modernisieren sie

Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri erklärt, die Welt befinde sich bereits in einem neuen nuklearen Wettrüsten: Jede Atommacht modernisiert ihren Bestand, der letzte große Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland ist ausgelaufen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, Bayerischer Rundfunk, der Standard und weiteren Medien. Veröffentlicht am 8.06. um 16:47.

Fragen zu diesem Text

Eigene Frage stellen
So entsteht er