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Gesundheit & Bildung·vor 4 Tagen

Spanien bestätigt neuen Hantavirus-Fall unter unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtpassagieren in Madrid

Das spanische Gesundheitsministerium meldete einen neuen positiven Hantavirus-Test bei spanischen Passagieren, die nach einem Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff in Madrid unter Quarantäne stehen. Der asymptomatische Patient wurde in eine Hochsicherheits-Isolierstation verlegt.

Hintergrund

Ein neuer Fall des seltenen Andes-Hantavirus wurde bei einem spanischen Staatsbürger nachgewiesen, der zu den Passagieren gehörte, die Anfang des Monats vom Kreuzfahrtschiff MV Hondius evakuiert wurden. Das Schiff, das Reisende aus 19 Nationen an Bord hatte, stand im Zentrum einer internationalen Gesundheitswarnung, nachdem Anfang Mai erste Infektionen bestätigt wurden. Die Passagiere wurden nach dem Anlegen repatriiert oder unter medizinische Beobachtung gestellt.

Wichtige Ereignisse beim Hantavirus-Ausbruch auf der MV Hondius
  1. Passagiere der MV Hondius werden auf Teneriffa, Spanien, evakuiert, nachdem an Bord ein Hantavirus-Ausbruch bestätigt wurde.
  2. Die französische Gesundheitsministerin Stéphanie Rist bestätigt, dass eine französische Patientin weiterhin auf der Intensivstation liegt, während weitere französische Tests negativ bleiben.
  3. Neuer asymptomatischer Hantavirus-Fall unter spanischen Quarantänepassagieren in Madrid bestätigt; der Patient wurde in eine Hochsicherheits-Isolierstation verlegt.

Der neue Fall

Das spanische Gesundheitsministerium gab am Montag bekannt, dass einer der spanischen Staatsangehörigen, die sich bereits in präventiver Quarantäne im Militärkrankenhaus Gómez Ulla in Madrid befanden, nach einer PCR-Kontrolle positiv auf Hantavirus getestet wurde. Der Patient, der keine Symptome zeigte, wurde umgehend in die Hochsicherheits-Isolierstation (UATAN) des Krankenhauses verlegt. Die Behörden betonten, dass die Person seit der Aufnahme unter klinischer Überwachung und Isolation stand, entsprechend den Protokollen des Frühwarn- und Schnellreaktionssystems.

Die betroffene Person stand seit der Aufnahme unter klinischer Überwachung und Isolation, gemäß den Protokollen des Frühwarn- und Schnellreaktionssystems.

Spanish Health Ministry

Die Entdeckung erfolgte im Rahmen routinemäßiger diagnostischer Kontrollen der von Epidemiologen überwachten engen Kontaktpersonen. Da der Fall innerhalb des bereits aktiven Eindämmungsrahmens identifiziert wurde, erklärten die Behörden, dass sich das Risiko für die Allgemeinbevölkerung nicht ändert und die bestehenden Reaktionsmaßnahmen unverändert bleiben.

Quarantäne und Nachverfolgung

Dies ist die zweite bestätigte Infektion unter den 14 spanischen Staatsangehörigen, die auf der MV Hondius unterwegs waren und nach der Ankunft auf Teneriffa am 10. Mai evakuiert wurden. Der erste Patient, ein 70-jähriger Mann, erholt sich und ist laut Gesundheitsministerin Mónica García inzwischen „praktisch asymptomatisch“. Er bleibt unter strenger Aufsicht in der Isolierstation.

Die 12 weiteren noch hospitalisierten Kontaktpersonen dürfen ihre Zimmer verlassen, um Gemeinschaftsbereiche zu nutzen und Familienbesuche zu empfangen, sofern ihre nächsten Tests negativ ausfallen, stets unter Einhaltung der Hygienevorschriften. Hinsichtlich einer möglichen häuslichen Quarantäne wies García darauf hin, dass das Protokoll einen anfänglichen 28-tägigen Krankenhausaufenthalt vorsieht, nach dem die Behörden eine häusliche Alternative prüfen können.

Die ersten 28 Tage wird die Quarantäne im Krankenhaus stattfinden, und dann können wir prüfen, ob diese Quarantäne zu Hause durchgeführt werden kann.

Internationale Dimension

Weltweit wurden bisher 12 Hantavirus-Fälle mit dem Ausbruch auf der MV Hondius in Verbindung gebracht, die Passagiere aus 19 Ländern betreffen. Frankreich evakuierte fünf Staatsbürger; eine davon, eine Frau, befindet sich weiterhin auf der Intensivstation, während die anderen vier weiterhin negativ testen.

Die französische Patientin, die positiv getestet wurde, ist immer noch auf der Intensivstation.

Rist fügte hinzu, dass die Ergebnisse der übrigen französischen Evakuierten weiterhin negativ seien, was Hoffnung mache, dass die grenzüberschreitenden Eindämmungsbemühungen wirken.

Ausblick

Da der neue spanische Fall asymptomatisch ist und rasch isoliert wurde, sind die Gesundheitsbehörden zuversichtlich, dass die bestehenden Quarantäneprotokolle ausreichen. Der Vorfall unterstreicht die Herausforderungen bei der Bewältigung seltener zoonotischer Infektionen in Zeiten des globalen Reisens, doch die koordinierte Reaktion der spanischen, französischen und anderer Gesundheitsbehörden scheint die Bedrohung einzudämmen.

Madrid · Santa Cruz de Tenerife

4 Quellen

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