Regierung · Madrid
Spanischer Richter leitet neue Betrugsermittlung gegen Geschäftsmann im Umfeld der Premierministerin Gattin wegen EU-finanziertem Auftrag ein
Richter Juan Carlos Peinado hat ein separates Ermittlungsverfahren gegen Geschäftsmann Juan Carlos Barrabés wegen eines vier Millionen Euro schweren öffentlichen Auftrags von Red.es eröffnet, nachdem die Europäische Staatsanwaltschaft Anzeichen für Rechtsbeugung und Betrug zu Lasten der finanziellen Interessen der EU festgestellt hatte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, EL MUNDO, El Periódico und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein neuer, vier Millionen Euro schwerer, von der EU finanzierter Auftrag von Red.es wird wegen Rechtsbeugung und Betrugs zu Lasten der EU-Interessen untersucht, wobei sich die Ermittlungen ausschließlich auf den Geschäftsmann, nicht auf Begoña Gómez, konzentrieren.
Peinado listete zunächst alle Beteiligten des Hauptverfahrens auf und stellte Stunden später klar, dass sich die Ermittlungen nur gegen Barrabés richten.
Die Europäische Staatsanwaltschaft erklärte, das Vergabeverfahren habe das Fehlen eines geforderten Weißbuchs verschleiert, basierend auf internen Red.es-Kommunikationen.
Minister Óscar López nannte die Ermittlungen eine Ermittlung ins Blaue hinein und eine unerträgliche Verfolgung; die PSOE sagt, Gómez habe keine Verbindung zu dem Auftrag.
Das Hauptverfahren gegen Begoña Gómez ist noch offen und wartet auf eine Entscheidung über ein mögliches Hauptverfahren und Sicherungsmaßnahmen.
- 15.06.Peinado lädt Gómez zu einer Hauptverhandlung vor, die er später wiederholen muss.
- 18.06.Peinado eröffnet ein separates Teilstück, das den dritten Auftrag betrifft, bezieht aber zunächst alle Beteiligten ein.
- 19.06.Peinado stellt klar, dass in dem neuen Verfahren nur Barrabés ermittelt wird.
Ein neues Puzzlestück im Fall Begoña Gómez
Ein dritter Auftrag, der an die Firma von Juan Carlos Barrabés vergeben wurde, steht nun unter richterlicher Prüfung, die Ermittlungen schließen Begoña Gómez, die Ehefrau von Premierminister Pedro Sánchez, jedoch ausdrücklich aus. Der Auftrag im Wert von vier Millionen Euro, finanziert mit EU-EFRE-Mitteln, wurde an eine UTE vergeben, die aus Barrabés' Firma Innova Next und der Beratungsfirma KPMG bestand. Die Europäische Staatsanwaltschaft kam zu dem Schluss, dass das Vergabeverfahren das Fehlen eines geforderten 'Weißbuchs' verschleierte, einer in den Ausschreibungsunterlagen festgelegten Bedingung. Richter Peinado eröffnete am 18. Juni ein separates Teilstück des Hauptverfahrens, nachdem er einen UCO-Polizeibericht erhalten hatte, der Office-365-Kommunikation von 13 Red.es-Mitarbeitern analysierte und interne Nachrichten offenlegte, dass das siegreiche Angebot bewertet wurde, obwohl es nicht alle formalen Anforderungen erfüllte.
Verwirrung und Klarstellung
Peinados erste Verfügung gab nicht an, gegen wen sich die Ermittlungen richteten; sie listete alle Beteiligten des Hauptverfahrens auf, was kurzzeitig Alarm auslöste, dass Gómez selbst erneut unter formellem Verdacht stehe. Innerhalb weniger Stunden erließ der Richter jedoch eine zweite Verfügung, die klarstellte, dass sich das neue Verfahren ausschließlich gegen Barrabés richtet. Die Klarstellung erfolgte, nachdem die Europäische Staatsanwaltschaft versucht hatte, diesen Ermittlungsstrang an sich zu ziehen, Barrabés diesem Schritt jedoch erfolgreich vor dem Nationalgericht widersprochen hatte, mit der Begründung, dass die Fakten bereits seit fast zwei Jahren von Peinado untersucht würden. Das Nationalgericht stimmte zu und beließ die Angelegenheit beim nationalen Gericht.
Reaktion von Regierung und PSOE
Der Minister für digitale Transformation, Óscar López, warf dem Richter eine „Ermittlung ins Blaue hinein“ vor und sagte, dass die ständigen Veränderungen des Falles die Ehefrau des Premierministers in völliger Wehrlosigkeit zurückließen. López nannte es eine „unerträgliche Verfolgung“ und forderte, dass sich eines Tages jemand entschuldigen und die Ehre ehrenwerter Menschen wiederherstellen solle. Die PSOE wies die neue Entwicklung als „weiteren Unsinn“ zurück und betonte, dass Begoña Gómez keinerlei Verbindung zu diesem Auftrag habe. Im Gegenzug forderte die Partei Madrids Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso auf, die Einkünfte ihres Partners seit ihrem Amtsantritt zu erklären.
„Die Ermittlungen sind eindeutig eine Ermittlung ins Blaue hinein und haben Konsequenzen für die Ehre und den guten Ruf von Menschen.“
„Begoña Gómez hat keinerlei Verbindung zu diesem Auftrag.“
Zweifel aus Medien und Wirtschaft
Der Journalist Fernando Berlín stellte die Stärke der vermuteten Unregelmäßigkeiten in Frage und merkte an, dass Barrabés „eine absolute Referenz im Bereich der neuen Technologien“ sei, der in seinen institutionellen Beziehungen stets eine sehr sorgfältige Haltung bewahrt habe. Er wies darauf hin, dass die bei der Vergabe solcher Aufträge verwendete Formel dieselbe sei, die große Unternehmen seit Jahren wiederholt anwenden, was es schwer glaubhaft mache, dass etwas Relevantes gefunden werde. Der öffentlich-rechtliche Sender La Sexta berichtete, dass die Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft ursprünglich eine allgemeine Überprüfung gewesen seien, ob EU-Gelder über Red.es unsachgemäß verwendet wurden.
„Barrabés ist eine absolute Referenz im Bereich der neuen Technologien und hat in seinen institutionellen Beziehungen stets eine sehr sorgfältige Haltung bewahrt.“
Hintergrund des Falls
Barrabés half Begoña Gómez im Jahr 2020 bei der Einrichtung ihres Universitätslehrstuhls an der Complutense. Danach schnellten die öffentlichen Aufträge seiner Unternehmen in die Höhe; allein von Red.es erhielt er Zuschläge im Wert von zehn Millionen Euro. Für zwei dieser Aufträge stellte Gómez Empfehlungsschreiben aus, nicht jedoch für den Auftrag, der nun Gegenstand der separaten Ermittlungen ist. Der UCO-Bericht unterstrich, dass die drei Aufträge parallel bearbeitet wurden und wichtige Ähnlichkeiten aufwiesen. Das Hauptverfahren gegen Begoña Gómez bleibt angespannt, da der Richter noch nicht entschieden hat, ob ein Hauptverfahren eröffnet und ob Sicherungsmaßnahmen verhängt werden sollen, nachdem das Provinzgericht Madrid ihn im Februar dafür gerügt hatte, sie vor Gericht zu schicken, ohne die dieser Entscheidung zugrunde liegenden Beweise aufzulisten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- La RazónSánchez compromete la imagen de España
- EL MUNDOLa Fiscalía Europea ve delitos en otro contrato del empresario amigo de Begoña para el que firmaba cartas de recomendación
- El PeriódicoEl juez Peinado abre una nueva línea de investigación contra Barrabés
- eldiario.esEl juez Peinado mantiene la tensión sobre Begoña Gómez mientras abre un nuevo frente al empresario Barrabés
- Juan Carlos Peinado
- Ermittlungsrichter des Madrider Instruktionsgerichts Nummer 41, der den Fall Begoña Gómez und das neue separate Teilstück zu Barrabés leitet.
- Begoña Gómez
- Ehefrau von Premierminister Pedro Sánchez, im Hauptverfahren unter Verdacht, aber nicht Ziel des neuen separaten Teilstücks.
- Juan Carlos Barrabés
- Geschäftsmann, Inhaber von Innova Next, Gegenstand der neuen Ermittlungen wegen eines vier Millionen Euro schweren Auftrags von Red.es.
- Óscar López
- Spanischer Minister für digitale Transformation und öffentlichen Dienst, der die Handlungen des Richters als eine Ermittlung ins Blaue hinein kritisierte.
- Óscar Puente
- Spanischer Minister für Verkehr und nachhaltige Mobilität, der ebenfalls gegen den neuen richterlichen Schritt reagierte.
- Isabel Díaz Ayuso
- Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, von der PSOE in einem Gegenangriff wegen der Einkünfte ihres Partners erwähnt.
- Orte
- Madrid
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