
Neonazi-Gruppe versucht, Hotel in Sofia zu stürmen, in dem italienische jüdische Jugendliche untergebracht sind, und skandiert 'Sieg Heil'
Eine Gruppe von Neonazis in schwarzen Hemden versuchte am 2. August, gewaltsam in ein Hotel in Sofia einzudringen, in dem Dutzende italienische jüdische Jugendliche aus Rom und Mailand untergebracht waren, und richtete Nazi-Grüße und -Parolen gegen sie.
Der Angriff
Am Sonntag, den 2. August, versammelte sich eine Gruppe von Neonazis in schwarzen Hemden mit Totenkopf-Symbolen vor einem Hotel in Sofia, Bulgarien, in dem Dutzende italienische jüdische Jugendliche aus Rom und Mailand mit ihren Betreuern untergebracht waren. Die Angreifer skandierten den Nazi-Slogan "Sieg Heil", führten Nazi-Grüße aus und versuchten, den Hoteleingang zu erzwingen. In sozialen Medien verbreitete und von der Nachrichtenagentur LaPresse veröffentlichte Videoaufnahmen hielten die Aktionen der Gruppe und die angespannten Minuten fest, die folgten.
Ein Video dokumentiert die schändliche Provokation, die Nazi-Grüße und die Rufe 'Sieg Heil!' einer Gruppe von Nazi-Skins mit schwarzen Hemden und Totenkopf, die versuchten, den Eingang eines Hotels zu erzwingen, in dem sich Dutzende Jugendliche, auch aus der Jüdischen Gemeinde Rom, befanden.
Polizeieinsatz und Rückkehr
Die Polizei griff ein, um den Kontakt zwischen den Extremisten und den Jugendlichen zu verhindern. Nach dem ersten Polizeieinsatz kehrten die Neonazis jedoch zurück und blockierten erneut die Hotelausgänge, wobei sie Drohungen gegen die jungen Gäste riefen. Die Episode dauerte mehrere Minuten höchster Anspannung, während die Jugendlichen im Gebäude eingeschlossen waren.
Reaktion der Gemeinde
Victor Fadlun, Präsident der Jüdischen Gemeinde Rom, verurteilte den Angriff in einer Erklärung und auf seinem Instagram-Konto. Er bezeichnete den Vorfall als eine schwere antisemitische Provokation und forderte Maßnahmen der bulgarischen Behörden.
Unsere Kinder sind nicht frei, in Europa zu reisen, ohne der Gewalt und verbalen Aggression von Antisemiten ausgesetzt zu sein.
Fadlun forderte die bulgarischen Behörden auf, die Aggression vollständig aufzuklären und die Verantwortlichen so schnell wie möglich zu identifizieren und strafrechtlich zu verfolgen. Die Jüdische Gemeinde Rom verurteilte offiziell das, was sie als die neueste Episode von Antisemitismus bezeichnete, die sich gegen italienische jüdische Jugendliche und ihre Betreuer in einem Land der Europäischen Union richtet.
Breiterer Kontext
Il Messaggero berichtete, dass die Episode erneut Alarm über den zunehmenden Antisemitismus in Europa schlägt, und wies auf eine Beschleunigung der Vorfälle nach den Ereignissen des 7. Oktober 2023 und dem Krieg im Nahen Osten hin. Die Nachrichtenagentur AGI zitierte Daten der Times of Israel, wonach im Juli 70 % aller Hassverbrechen in New York City auf Juden abzielten. Bestätigte antisemitische Hassverbrechen in der Stadt stiegen in diesem Jahr um 8,5 % auf 205 Vorfälle, verglichen mit 189 im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Was als Nächstes passiert
Die Ermittlungen bleiben offen, um alle Verantwortlichen zu identifizieren. Es wird erwartet, dass der Vorfall diplomatisches und politisches Gewicht hat und die Debatte über die Sicherheit jüdischer Gemeinden und die Notwendigkeit, antisemitische Gewalt in ganz Europa zu bekämpfen, anheizt.


