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NASA vergibt Aufträge im Wert von Hunderten Millionen an Blue Origin und andere für den Bau einer permanenten Mondbasis in den 2030er Jahren

Weniger als zwei Monate nach einem historischen bemannten Vorbeiflug hat die NASA Aufträge an Blue Origin, Astrolab, Lunar Outpost und Firefly Aerospace vergeben, um Lander, Rover und Drohnen zum Südpol des Mondes zu bringen. Dies markiert die erste Phase einer permanenten Besiedlung.

Eine neue Ära der Mondinfrastruktur

Die NASA ist offiziell von der Planung zur Beschaffung für eine permanente menschliche Präsenz auf dem Mond übergegangen. Am Dienstag gab die Agentur die erste Phase ihres ambitionierten Mondbasisprogramms bekannt und vergab Aufträge im Wert von Hunderten Millionen Dollar an vier private US-Unternehmen. Die Verträge umfassen die Lieferung von Roboterlandern, Mondgeländefahrzeugen und Überwachungsdrohnen zum lunaren Südpol, wobei die erste unbemannte Landemission bereits für Herbst 2026 erwartet wird.

Dann werden wir sagen können: 'Hey, wir sind für immer hier und wir geben es nicht auf.'

Die Initiative ist ein zentraler Pfeiler des Artemis-Programms, das darauf abzielt, einen nachhaltigen menschlichen Fußabdruck auf der Mondoberfläche zu etablieren, um wissenschaftliche Forschung zu ermöglichen, eine Mondwirtschaft zu fördern und die Grundlage für zukünftige Missionen zum Mars zu legen.

Die beteiligten Unternehmen und ihre Missionen

Jeff Bezos' Blue Origin sicherte sich einen 188-Millionen-Dollar-Auftrag für den Transport von Rovern zur Oberfläche mit seinem unbemannten Mark-1-Frachter. Die erste Mission mit dem Namen 'Moon Base One' wird auf den Rand des Shackleton-Kraters zielen und soll kritische Landefähigkeiten demonstrieren. Astrolab und Lunar Outpost erhielten 219 bzw. 220 Millionen Dollar für den Bau der Mondgeländefahrzeuge, die Blue Origin transportieren wird.

Für diejenigen, die geduldig gewartet haben: Die große Rückkehr steht unmittelbar bevor, und wir werden nicht langsamer werden. Wir fangen gerade erst an.

Firefly Aerospace, das im letzten Jahr eine erfolgreiche Mondlandung durchführte, wurde ausgewählt, um das Raumschiff zu bauen, das Drohnen für die 'MoonFall'-Mission zum Mond transportieren wird. Diese Drohnen sollen als Grenzmarkierungen für eine Basis dienen, die sich über Hunderte von Quadratmeilen erstrecken soll.

Ein Drei-Phasen-Fahrplan zur Permanenz

Der Plan der NASA ist in drei verschiedene Phasen gegliedert. Die anfängliche Roboterphase beginnt in diesem Jahr und läuft bis 2029. Sie umfasst über vier Tonnen Fracht, die mit 25 Starts und 21 Mondlandungen geliefert werden. In dieser Phase werden unbemannte Lander von Blue Origin, Astrobotic Technology und Intuitive Machines eingesetzt, um das Gelände zu erkunden und Technologien zu testen.

Bauphasen der NASA-Mondbasis
  1. Erste unbemannte Blue-Origin-Mark-1-Landermission 'Moon Base One' zielt auf den Rand des Shackleton-Kraters.
  2. Zweiter unbemannter Lander von Astrobotic Technology liefert über 500 kg Fracht, darunter einen Rover.
  3. Artemis-III-Mission übt das orbitale Andocken der Orion-Kapsel an bemannte Mondlander.
  4. Erste bemannte Artemis-Mondlandung angestrebt; die gesamte Roboter-Hardware sollte idealerweise bereits vorhanden sein.
  5. Phase 2 beginnt: Bau einer permanenten Infrastruktur, darunter ein Stromnetz und semi-permanente Habitate.
  6. China peilt die eigene erste bemannte Mondlandung an.
  7. NASA-Ziel für eine permanente, mit Kern- und Solarenergie betriebene Basis am Südpol.

Die zweite Phase, von 2029 bis in die frühen 2030er Jahre, konzentriert sich auf den Bau einer permanenten Infrastruktur, einschließlich eines Stromnetzes und semi-permanenter Druckhabitate, in denen Astronauten bis zu 30 Tage ohne Raumanzüge arbeiten können. In der dritten Phase, die irgendwann in den 2030er Jahren erwartet wird, soll die Basis bereit sein, Astronauten über längere Zeiträume in speziellen permanenten Habitaten zu beherbergen.

Das Rennen mit China und Termin-Skepsis

Der Vorstoß für eine Mondbasis erfolgt vor dem Hintergrund eines neuen Weltraumrennens mit China, das eigene Pläne vorantreibt, bis 2030 Menschen auf den Mond zu bringen. NASA-Administrator Jared Isaacman erklärte, die Ankündigungen bedeuteten, dass die USA den Mond „nie wieder aufgeben“ würden. Einige Experten halten den Zeitplan jedoch für unrealistisch. Der Mondwissenschaftler Simeon Barber sagte der BBC, er „wäre überhaupt nicht überrascht, wenn China zuerst dort wäre“, und verwies auf die Rückschläge der NASA bei der Sicherung eines bemannten Landesystems.

Ich wäre überhaupt nicht überrascht, wenn China zuerst dort wäre.

Trotz des Drucks peilt die NASA die bemannte Artemis-III-Landung bereits für 2028 an, nach einer orbitalen Andock-Übungsmission Mitte 2027. Ziel ist es, die gesamte Roboter-Hardware vor dem Eintreffen der ersten Astronauten zu platzieren.

Washington, D.C. · Cape Canaveral

8 Quellen

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