
Myanmar-Militär bombardiert buddhistisches Kloster bei Meditationsretreat – 14 Tote
Ein Kampfjet des myanmarischen Militärs warf am Freitag zwei Bomben auf ein buddhistisches Kloster in der Sagaing-Region ab, tötete 14 Menschen und verwundete 20 während eines Meditationsretreats.
Angriff auf buddhistisches Kloster-Retreat
Ein Kampfjet des myanmarischen Militärs griff am Freitag, den 21. August 2026, ein buddhistisches Kloster im Dorf Swel Le Oh im Township Myaung in der zentralen Sagaing-Region an. Der Bombenangriff ereignete sich gegen 9:00 Uhr Ortszeit (02:30 GMT), etwa 75 Kilometer westlich von Mandalay. Mehr als 100 Menschen hatten sich dort zu einem einwöchigen Meditationsretreat anlässlich der buddhistischen Fastenzeit versammelt. Die Geschosse trafen Unterkünfte und Gemeinschaftsgebäude im Klosterkomplex, töteten 14 Menschen und verletzten mindestens 20 weitere. Unter den Toten waren laut Opferlisten elf Männer und drei Frauen; ein Anwohner bestätigte, dass seine Schwiegermutter getötet wurde. Überlebende Teilnehmer und Dorfbewohner verbrannten die Leichen und flohen in eine nahegelegene Gemeinde, um weiteren Angriffen zu entgehen.
Doppelter Bombenangriff während der Rettungsarbeiten
Augenzeugen und Oppositionskämpfer berichteten, dass das Militärflugzeug zwei separate Bombenangriffe im Abstand von etwa 15 Minuten durchführte. Die erste Explosion ereignete sich auf dem Klostergelände, die zweite traf ein benachbartes Haus, während Überlebende damit beschäftigt waren, Opfer aus den Trümmern zu bergen. Nway Oo, ein Sprecher der Civil Defence and Security Organization of Myaung Township (CDSOM), erklärte, dass fünf der Toten Einwohner von Swel Le Oh waren, während neun aus umliegenden Dörfern angereist waren. Während die CDSOM 14 Todesopfer bestätigte, nannten der BBC Burmese Service und das lokale Medium Myanmar Now eine Zahl zwischen 10 und 14. Ein Oppositionskämpfer, der bei der Bergung der Leichen half, beschrieb die Gefahr während der Rettungsaktion.
Während wir versuchten, die Menschen zu retten, kam das Flugzeug zurück, um ein zweites Mal zu bombardieren.
Luftangriffe und internationale Kritik
Die myanmarischen Militärbehörden äußerten sich zunächst nicht zu dem Angriff, doch die Junta betont, dass ihre Operationen ausschließlich gegen bewaffnete Kämpfer gerichtet seien, die sie als Terroristen einstuft. Widerstandsgruppen in Sagaing, darunter die People's Defence Forces, verfügen über keine wirksamen Luftabwehrsysteme, sodass die Zivilbevölkerung Luftangriffen ausgesetzt ist. Der Unabhängige Untersuchungsmechanismus der Vereinten Nationen für Myanmar (IIMM) berichtete im August, dass er eine Eskalation der militärischen Luftangriffe vor den im Dezember und Januar abgehaltenen Wahlen beobachtet habe, wobei die Angriffe auch danach fortgesetzt wurden. UN-Ermittler warfen der Junta vor, wahllose und vorsätzliche Luftangriffe gegen Zivilisten durchzuführen. Das myanmarische Außenministerium wies die Ergebnisse des IIMM am Sonntag zurück.
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Fünf Jahre landesweiter Bürgerkrieg
Der Angriff in Sagaing spiegelt den anhaltenden Konflikt wider, der begann, als das Militär im Februar 2021 durch einen Putsch die Macht ergriff und die gewählte Regierung absetzte. Nach den nationalen Wahlen im November 2020 behauptete das Militär Wahlbetrug, inhaftierte Führungspersönlichkeiten und unterdrückte friedliche Proteste gewaltsam, was Gegner dazu veranlasste, zu den Waffen zu greifen. Die Junta führte anschließend Hinrichtungen von politischen Gegnern, Künstlern und Kritikern durch – die ersten in Myanmar seit den 1980er Jahren. Aung San Suu Kyi, die 81-jährige Friedensnobelpreisträgerin und ehemalige Staatsberaterin, wurde im April 2026 unter Hausarrest gestellt. Laut dem Council on Foreign Relations hat der Krieg über 100.000 Menschen getötet und 5,2 Millionen vertrieben; die Widerstandskräfte kontrollieren schätzungsweise 42 % des Landes, während das Militär 21 % hält.
- Widerstandskräfte und ethnische Armeen
- 42 %
- Militärregierung
- 21 %


