
Mutter zu sechs Jahren Haft verurteilt, weil sie ihre kleine Tochter in Peterhead, Schottland, mit einem Föhn tötete
Courtney Gartshore, 28, wurde am 14. August 2026 am High Court in Edinburgh zu sechs Jahren Haft wegen fahrlässiger Tötung ihrer drei Monate alten Tochter Dahlia-Rose verurteilt, die sie im September 2023 in Peterhead, Schottland, mit anhaltender Föhnhitze tötete.
Der Vorfall
Am 30. September 2023 setzte Courtney Gartshore, eine 28-Jährige aus Aberdeen, ihre drei Monate alte Tochter Dahlia-Rose Gartshore in einer Wohnung in der King Street in Peterhead, Aberdeenshire, mit einem Föhn „erheblicher und anhaltender Hitze“ an Kopf und Körper aus. Die Einwirkung dauerte bis zu fast einer Stunde und verursachte Verbrennungen auf etwa 18 % des Körpers des Säuglings, konzentriert auf Kopf, Hals, oberen Rumpf und einen Arm. Rettungskräfte wurden zur Wohnung gerufen, aber Dahlia-Rose wurde noch am Tatort für tot erklärt. Gartshore hatte in dieser Nacht Alkohol getrunken, während sie allein für das Kind verantwortlich war; eine Quelle berichtete auch von Drogenkonsum.
Ermittlungen und Prozess
Nach dem Tod des Kindes wurde eine Untersuchung eingeleitet. Bei der forensischen Untersuchung wurde die DNA des Babys am Föhn sichergestellt. Gartshore wurde im November 2023 verhaftet und angeklagt. Sie hatte auf nicht schuldig plädiert und stets beteuert, sich nicht daran zu erinnern, den Föhn an ihrem Baby benutzt zu haben. Nach einem Prozess am High Court in Aberdeen im Juli 2026 wurde Gartshore der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden.
- Dahlia-Rose Gartshore durch Föhnhitze in der King Street, Peterhead, getötet
- Courtney Gartshore verhaftet und angeklagt
- Gartshore am High Court in Aberdeen der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden
- Gartshore am High Court in Edinburgh zu sechs Jahren Haft verurteilt
Urteilsverkündung
Gartshore wurde am Freitag, dem 14. August 2026, am High Court in Edinburgh zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Sie erschien per Videokonferenz aus dem schottischen Gefängnis, in dem sie inhaftiert ist. Richter Simon Collins KC bezeichnete den Fall als „einzigartig verstörend“ und räumte ein, dass Gartshore nicht die Absicht hatte, das Baby zu verletzen oder zu töten, befand sie jedoch der „höchsten Stufe“ von Fahrlässigkeit für schuldig und fügte hinzu, dass es „offensichtlich hätte sein müssen“, dass Dahlia-Rose sich in „starker Not und Schmerz“ befand.
Es ist tragisch und auch schrecklich. Sie werden den Rest Ihres Lebens mit dem Wissen leben müssen, dass Sie für ihren Tod verantwortlich sind. Dies war ein grober Verstoß gegen die grundlegendste Pflicht als Elternteil.
Verteidigung und persönlicher Hintergrund
Der Verteidiger Murray Macara sagte, er könne keine vernünftige oder zwingende Erklärung dafür liefern, warum Gartshore den Föhn benutzte, spekulierte aber, dass das Baby kalt gewesen sei und sie möglicherweise versucht habe, ihn „rücksichtslos“ als Wärmequelle zu nutzen. Er teilte dem Gericht mit, dass Gartshore eine Vorgeschichte von Kindheitstraumata, psychischen Problemen, Überdosierungen und Selbstverletzungen habe, argumentierte jedoch, dass sie ihrem Baby bis zu der Nacht ihres Todes angemessene Fürsorge zukommen ließ. Seit ihrer Inhaftierung verbringt Gartshore etwa 23 Stunden am Tag in ihrer Zelle zu ihrer eigenen Sicherheit und zum Schutz. Sie weinte und zeigte sich während der gesamten Urteilsverkündung sichtlich emotional.
Todesursache und Reaktionen
Experten stellten fest, dass die wahrscheinlichste Todesursache Hyperthermie und Hitzschlag waren und nicht die Verbrennungen selbst. Polizeiinspektor James Callander bezeichnete den Fall nach der Verurteilung als „unglaublich verstörend“.
Kinder sind wehrlos und müssen geschützt werden.


