
Erdrutsch auf Mülldeponie in Conakry tötet 30 Menschen und verletzt 22 in Guinea
Ein Erdrutsch auf einer Mülldeponie in der Gemeinde Gbessia in Conakry tötete 30 Menschen und verletzte 22, nachdem heftige Regenfälle Häuser im Bezirk Dar es Salaam zum Einsturz brachten.
Nächtlicher Erdrutsch in Gbessia
Eine Mülldeponie stürzte in den frühen Morgenstunden des 23. August 2026 auf ein Wohnviertel in einem Vorort von Conakry, Guinea, und tötete 30 Menschen und verletzte 22. Die Katastrophe ereignete sich um 02:00 Uhr Ortszeit im Bezirk Dar es Salaam in der Gemeinde Gbessia. Heftige Regenfälle, die über Nacht über das Gebiet fielen, führten zur Destabilisierung des Müllhaufens. Der daraus resultierende Erdrutsch ließ mehrere Wohnhäuser am Fuße der Deponie vollständig einstürzen, während sich die Bewohner darin aufhielten.
Notfallmaßnahmen und Opferzahlen
Die guineische Regierung gab bekannt, dass unmittelbar nach dem Einsturz spezialisierte Rettungsteams und Ausrüstung in die Katastrophenzone entsandt wurden. Die Behörden konzentrierten sich darauf, Personen zu finden, die möglicherweise noch unter den Trümmern eingeschlossen waren, medizinische Hilfe für Überlebende zu leisten und Leichen zu bergen. Laut der offiziellen Regierungserklärung wurden 30 Tote bestätigt. Die Katastrophe forderte zudem 22 Verletzte, darunter sechs Schwerverletzte und 16 Leichtverletzte.
- Tote
- 30
- Schwerverletzte
- 6
- Leichtverletzte
- 16
Guineas Premierminister Amadou Oury Bah besuchte den Ort der Katastrophe in Gbessia, um die Lage zu bewerten und staatliche Hilfsmaßnahmen zu koordinieren. Die Regierung bestätigte, dass Vorkehrungen getroffen wurden, um die Krankenhausbehandlung aller 22 Verletzten zu gewährleisten und Nothilfe an die betroffenen Haushalte zu verteilen. Rettungskräfte setzten den ganzen Tag über die Räumungsarbeiten an der Unglücksstelle fort, um sicherzustellen, dass keine weiteren Opfer verschüttet blieben.
Kritik an geplanter Deponieschließung
Der tödliche Vorfall rief schnelle Reaktionen aus der guineischen Politik hervor und lenkte die Aufmerksamkeit auf den Betriebsplan der Deponie. Der ehemalige guineische Premierminister Cellou Dalein Diallo, ein oppositioneller Politiker, der derzeit im Exil lebt, veröffentlichte auf Facebook eine Stellungnahme, in der er das Ereignis noch vor der offiziellen Bekanntgabe der Opferzahlen als Schock mit zahlreichen Toten beschrieb. Diallo betonte, dass die Abfallanlage am Tag der Katastrophe hätte geschlossen werden sollen.
Dieses Drama ist umso beunruhigender, weil die Schließung der Deponie für diesen Sonntag, den 23. August, angekündigt worden war. Es ist nun Sache der zuständigen Dienste, mit völliger Transparenz die Umstände zu ermitteln, die zu dieser Katastrophe geführt haben, und für alle Konsequenzen zu sorgen.
Diallo forderte die zuständigen staatlichen Stellen auf, eine völlig transparente Untersuchung durchzuführen, um die Umstände des Einsturzes zu klären und Verantwortlichkeiten festzustellen.
Regierungsführung und nationaler Kontext
Die Katastrophe in Conakry ereignete sich unter der Regierung von Präsident Mamadi Doumbouya, der das westafrikanische Land führt. General Doumbouya kam nach einem Militärputsch 2021 in Guinea an die Macht. Nachdem er eine Übergangsregierung geleitet hatte, wurde er im Dezember 2025 zum Präsidenten gewählt.
- General Mamadi Doumbouya übernimmt durch einen Militärputsch die Macht in Guinea
- General Mamadi Doumbouya wird zum Präsidenten Guineas gewählt
- Nächtliche Regenfälle lösen einen tödlichen Deponie-Erdrutsch in der Gemeinde Gbessia aus
Der kommunale Erdrutsch in Gbessia rückte sofort die nationalen Sicherheitsprotokolle und die Kommunalverwaltung unter Doumbouyas Regierung in den Fokus. Die guineischen Behörden berichteten, dass die Rettungs- und Bergungsarbeiten im Bezirk Dar es Salaam fortgesetzt wurden, während die Notfallteams weiterhin an den eingestürzten Strukturen arbeiteten.


