
José Mourinho spricht sich für Kylian Mbappé als Ballon-d'Or-Gewinner aus und kündigt Kaderrotation für Málaga an
Real Madrids Trainer José Mourinho hat sich für Kylian Mbappé als Gewinner des Ballon d'Or ausgesprochen und bestätigt, dass Marc Cucurella am Sonntag gegen Málaga sein Startelfdebüt geben wird.
Kriterien für den Ballon d'Or und Unterstützung für Mbappé
Real Madrids Trainer José Mourinho äußerte sich zu den Auswahlkriterien für den Ballon d'Or und argumentierte, dass die Auszeichnung die individuelle Qualität und nicht die kollektiven Erfolge würdigen sollte. Am Samstag vor dem Ligaspiel von Real Madrid gegen Málaga erklärte der portugiesische Coach, dass Mannschaftserfolge den Trainern zustehen, und verwies auf Paris Saint-Germain-Coach Luis Enrique und Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente als die richtigen Kandidaten für kollektive Ehrungen. Mourinho bestand darauf, dass die Auszeichnung für den besten Spieler Kylian Mbappé gehört, der im Sommerturnier zum Rekordtorschützen der WM-Geschichte wurde.
Man kann den Ballon d'Or nicht einem Spieler geben, weil er die Champions League oder die Weltmeisterschaft gewinnt. Wenn man diese Titel belohnen will, dann belohne man die Trainer. Für den Ballon d'Or lautet die Frage Luis Enrique oder Luis de la Fuente. Der Spieler ist ein anderer.
Mourinho erläuterte seine Sichtweise auf die Auszeichnung, indem er ehemalige Fußballer nannte, deren Abgang eine dauerhafte Lücke im Spiel hinterlässt, und nannte Diego Maradona, Ronaldo Nazário, Ronaldinho, Cristiano Ronaldo, Lionel Messi, Zinedine Zidane und Lothar Matthäus. Er erklärte, dass der Gewinner nicht bei Paris Saint-Germain oder in der spanischen Nationalmannschaft sei, sondern in Madrid. Mourinho kritisierte auch die politischen Dimensionen des Abstimmungsprozesses und wiederholte, dass die Trainerauszeichnungen zwischen Luis Enrique und Luis de la Fuente entschieden werden sollten, während die Spielerauszeichnung Mbappé zusteht.
Kaderanpassungen vor dem Málaga-Spiel
Die Pressekonferenz skizzierte die Kaderpläne von Real Madrid für das Sonntagsspiel um 17:00 Uhr im Santiago Bernabéu. Linksverteidiger Marc Cucurella wird sein erstes Startelfmandat für den Verein erhalten, während Álvaro Carreras nach aufeinanderfolgenden Starts gegen Espanyol und Real Sociedad auf der Ersatzbank Platz nimmt. Mourinho erklärte, dass die körperliche Verfassung innerhalb der Gruppe aufgrund ungleicher Vorbereitungen in der Saisonvorbereitung variiert, und merkte an, dass Carreras um die 70. oder 75. Minute eingewechselt werden kann, falls Cucurella ermüdet.
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Innenverteidiger Ousmane Diomande, der im Sommer ohne Saisonvorbereitung bei RB Leipzig spät kam, baut seine Fitness auf und wird gegen Málaga entweder starten oder als Ersatzspieler eingewechselt werden. Mittelfeldspieler Aurélien Tchouaméni und Stürmer Endrick fallen weiterhin verletzungsbedingt aus. Mourinho lobte auch Jude Bellingham ausführlich und hob seine körperliche Leistungsfähigkeit, taktische Disziplin, Kopfballstärke, mentale Stärke und Torgefährlichkeit hervor.
Fanbeziehungen und Vinicius Júnior
Das bevorstehende Spiel folgt auf erneute Spannungen zwischen Teilen der Zuschauer im Santiago Bernabéu und Vinicius Júnior während des Mittwochsspiels gegen Real Sociedad. Pfiffe gegen den brasilianischen Stürmer kamen nach missglückten Aktionen auf und setzten ein angespanntes Verhältnis fort, das Ende 2025 in den letzten Wochen des ehemaligen Trainers Xabi Alonso begann. Die Unzufriedenheit erreichte im Januar 2026 ihren Höhepunkt, nachdem Alonso entlassen wurde und die Mannschaft im Copa del Rey gegen Albacete ausschied, was bei einem Heimspiel gegen Levante zu heftigen Buhrufen führte.
Mourinho hat Vinicius öffentlich verteidigt und erklärt, dass der Stürmer von Gegenspielern gemobbt wird und von den Schiedsrichtern nicht ausreichend geschützt wird. Diese Haltung unterscheidet sich vom Februar 2026, als Mourinho, damals Trainer von Benfica, die Torjubel des Brasilianers in Lissabon vor einem Vorfall mit Gianluca Prestianni in Frage stellte. Während Teile der Zuschauer den Pfiffen mit Applaus begegneten, richtete sich die Fan-Frustration in den vergangenen Monaten auch gegen Jude Bellingham, Kylian Mbappé und Vereinspräsident Florentino Pérez.


