Spanische Ministerin Diana Morant weist Beleidigungen von Valencias PP-Chef Vicent Mompó zurück
Die spanische Wissenschaftsministerin Diana Morant und die PSOE haben Entschuldigungen gefordert, nachdem der Präsident der Provinz Valencia, Vicent Mompó, sie im Streit um Hochwasserwarnprotokolle als „Arschkriecherin von Pedro Sánchez“ bezeichnet hatte.
Streit um Hochwasserwarnungen
Der Konflikt zwischen Spaniens Ministerin für Wissenschaft, Innovation und Hochschulen, Diana Morant, und dem Präsidenten der Diputació de València, Vicent Mompó, begann nach der Einreichung von Dokumenten beim Gericht in Catarroja. Das Justizorgan untersucht Verwaltungsmaßnahmen während des DANA-Hochwassernotfalls. Ein Bericht der Personalabteilung der Provinz bestätigte, dass interne E-Mails den Dienstbetrieb und die Schließung von Einrichtungen ab 14:00 Uhr am Tag der Katastrophe anordneten. Diese Warnliste umfasste Provinzabgeordnete, Berater, den Vizepräsidenten und Mompó. Am Donnerstag, 3. September 2026 um 15:00 Uhr postete Morant auf X, dass Mompó Schutzmaßnahmen für sein eigenes Personal ergriffen habe, es aber versäumte, die breite Öffentlichkeit Valencias zu warnen.
Austausch in sozialen Medien und Beleidigungen
Mompó, der den Provinzverband der Volkspartei (PP) in Valencia leitet, antwortete auf X am Freitag, 4. September 2026 um 10:21 Uhr. In seinem Beitrag griff der Provinzpräsident Morants Verhalten nach den Überschwemmungen an und warf ihr vor, sich mehr um Fernsehkameras als um betroffene Bürger zu kümmern. Er bezog sich auf ihre Ankunft per Hubschrauber zusammen mit Ministerpräsident Pedro Sánchez zwei Tage nach der Katastrophe. Mompó beendete seinen Beitrag, indem er Morant als „Arschkriecherin von Pedro Sánchez“ bezeichnete, sie als Tochter des ehemaligen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero beschrieb und behauptete, sie sei nichts wert.
- Diana Morant postet auf X und kritisiert Vicent Mompó wegen interner Hochwasserwarnungen in der Diputació de València.
- Vicent Mompó veröffentlicht auf X persönliche Beleidigungen gegen Diana Morant.
- PSOE- und PSPV-Führungskräfte fordern sofortige Entschuldigungen und appellieren an Alberto Núñez Feijóo, Mompó zu desavouieren.
- Diana Morant antwortet im Fernsehinterview auf TVE auf die Beleidigungen.
Sozialistische Führung fordert Entschuldigungen
Die Äußerungen zogen umgehend Verurteilung auf regionaler und nationaler Ebene der Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) nach sich. Die Organisationssekretärin der Partei, Rebeca Torró, forderte den nationalen PP-Vorsitzenden Alberto Núñez Feijóo auf, Mompó zu desavouieren und eine sofortige Entschuldigung zu verlangen.
Genug der Beleidigungen und dieses abgestandenen Machismo. Wann werden wir eine PP sehen, die nicht beleidigt oder Politik in eine Schlammschlacht verwandelt?
Andere regionale Persönlichkeiten schlossen sich der Verurteilung an, darunter die Regierungsdelegierte in der Valencianischen Gemeinschaft, Pilar Bernabé, und der Generalsekretär der Provinz PSPV-PSOE, Carlos Fernández Bielsa. Auch der sozialistische Sprecher im Regionalparlament (Les Corts), José Muñoz, forderte einen sofortigen Widerruf.
Ich weiß nicht, ob mich der Sexismus oder die Aggressivität des Kommentars mehr anwidert. Wir fordern sofortige Entschuldigungen.
Ministerielle Reaktion und rechtlicher Kontext
Morant, die als Generalsekretärin des PSPV fungiert und die Kandidatin der Partei für die Regionalpräsidentschaft ist, reagierte am Freitagabend in einem Interview auf TVE auf den Angriff. Sie erklärte, eine solche Rhetorik sei kein Einzelfall, und identifizierte die Kommentare als politischen Sexismus.
Wenn die PP auf politische Kritik nur mit Beleidigungen und Machismo antworten kann, dann sind wir auf dem richtigen Weg.
Der Streit fällt mit Gerichtsverfahren in Catarroja zusammen, die das regionale Krisenmanagement während des Sturms untersuchen. Vertreter des PSPV stellten fest, dass Mompó bei seiner Aussage vor dem Untersuchungsrichter 30 Mal geantwortet habe, er könne sich nicht erinnern. Die nationale PSOE-Führung erklärte, persönliche Beleidigungen durch Amtsträger sollten institutionelle Konsequenzen haben.


