
Trump entsendet Unterhändler Kushner und Witkoff nach Moskau und Kiew mit Friedensplan
Die US-Unterhändler Jared Kushner und Steve Witkoff reisen nach Moskau und Kiew mit einem Vorschlag der Regierung zur Beendigung des Krieges, während der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine gegenseitige Aussetzung von Luftangriffen während der Mission anbietet.
Diplomatische Unterhändler mit Friedensvorschlag entsandt
Der US-Präsident Donald Trump gab am 4. September 2026 bekannt, dass die Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner mit einer Friedensinitiative zur Beendigung des Krieges nach Moskau und Kiew reisen. Im Oval Office bestätigte Trump, dass die beiden Vertreter einen formellen Vorschlag mit sich führen, machte jedoch keine Angaben dazu, ob der Plan territoriale Zugeständnisse der Ukraine vorsieht. Witkoff, der als wichtigster Verhandlungsführer der Regierung in dem Konflikt fungiert, und Kushner waren bereits zuvor in Moskau, doch diese Mission ist ihre erste geplante Reise nach Kiew.
Ich habe Steve Witkoff und Jared Kushner geschickt, zwei großartige Verhandler. Sie haben hervorragende Arbeit geleistet, und ich habe sie dorthin geschickt, um zu sehen, ob wir einen Deal erreichen können oder nicht. Und es besteht eine gute Chance, dass wir das können.
Ukrainische Reaktion und Waffenstillstandsbedingungen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte am Freitag, dass die Gesandten am Sonntag nach Abschluss der Gespräche in Moskau in Kiew eintreffen sollen. Selenskyj erklärte, die ukrainischen Behörden hätten Vorbereitungstreffen mit ihrem für die Beziehungen zu den USA zuständigen diplomatischen Team abgehalten. Um die Gesandten während der Reise zu schützen, kündigte Selenskyj eine sofortige Aussetzung ukrainischer Luftangriffe auf russisches Territorium an und forderte von Moskau gegenseitige Zusagen. Er betonte, dass das Sicherheitsprotokoll ausschließlich für die besuchenden Diplomaten und nicht zum Schutz Russlands vereinbart wurde.
Es wird keine Luftangriffe von unserer Seite geben, und Russland muss seinerseits einen Waffenstillstand ohne seine Luftangriffe für die gesamte Dauer sicherstellen, die für diese Gespräche erforderlich ist.
Reislogistik und eskalierende Gefechte
Die logistischen Vorbereitungen für den Kiewer Teil bleiben aufgrund von Sicherheitsbedenken und Reisebeschränkungen ungewiss. Die amerikanischen Gesandten versuchten, auf dem Luftweg in die ukrainische Hauptstadt zu gelangen, obwohl der ukrainische Luftraum seit dem 24. Februar 2022 für die Zivilluftfahrt gesperrt ist. Berichten zufolge äußerte Witkoff Bedenken hinsichtlich einer alternativen Bahnreise, nachdem russische Beamte Warnungen übermittelt hatten, sodass die Ankunft in Kiew am Sonntag kurzfristigen Änderungen unterliegt.
Die diplomatische Initiative fällt mit aktiven militärischen Angriffen auf beiden Seiten zusammen. Am 4. September 2026 traf eine russische Drohne das Hauptquartier des Sicherheitsdienstes der Ukraine im Zentrum Kiews und verletzte fünf Menschen bei einem Angriff, den ukrainische Beamte als Eskalation bezeichneten. Der Angriff erfolgte einen Tag, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin erklärt hatte, der Konflikt müsse letztlich direkt zwischen Russland und der Ukraine gelöst werden.
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Diplomatische Präzedenzfälle und europäische Sicherheitsbedenken
Die Wochenendreise folgt auf einen früheren Besuch des CIA-Direktors John Ratcliffe in Moskau am 25. August 2026, um Kompromissgespräche anzuregen, bei dem die Ukraine ebenfalls auf Angriffe auf Ziele in Russland verzichtete. Während das Weiße Haus Moskau gebeten hatte, während der Gesandtenmission auf Angriffe auf Kiew zu verzichten, haben die russischen Behörden keine formelle Zusage gemacht.
In seinen Ausführungen spielte Trump auch die Erkenntnisse der deutschen Behörden über russische hybride Kriegsführung herunter. Am 1. September 2026 führte das deutsche Innenministerium einen Drohnenvorfall Anfang August am Flughafen Leipzig, einem Transportstützpunkt zur Unterstützung der NATO und der Ukraine, formell auf die russische Regierung zurück. Trump wies Bedenken hinsichtlich einer breiteren Aggression gegen das Bündnis zurück und erklärte, direkte Gespräche mit Putin zeigten, dass Moskau nicht beabsichtige, NATO-Territorium anzugreifen.
Putin hat nicht vor, NATO-Territorium anzugreifen.


