Sicherheit · Paris und Monaco

FATF streicht Monaco, Bulgarien, Elfenbeinküste und DR Kongo von der grauen Liste

Die in Paris ansässige Financial Action Task Force teilte am Freitag, 30. Oktober 2026, mit, die vier Länder hätten ihre Aktionspläne innerhalb der vereinbarten Fristen abgeschlossen. Monaco war im Juni 2024 auf die Liste gesetzt worden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, N-tv, LesEchos.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris · Frankreich, Monaco
Wie es dazu kam
  1. 2023Bulgarien wird auf die graue Liste der FATF gesetzt
  2. Juni 2024Monaco wird auf die graue Liste der FATF gesetzt
  3. 30.10.Die FATF streicht Monaco, Bulgarien, die Elfenbeinküste und die DR Kongo von der grauen Liste

Vier Länder verlassen die graue Liste

Die Financial Action Task Force, das in Paris ansässige Gremium, das globale Standards gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung setzt, hat Monaco, Bulgarien, die Elfenbeinküste und die Demokratische Republik Kongo von ihrer Liste der Jurisdiktionen unter verstärkter Beobachtung gestrichen. Die Entscheidung fiel bei einer Plenarsitzung am Freitag, 30. Oktober 2026. Die Organisation erklärte, Vor-Ort-Besuche hätten in allen vier Ländern positive Fortschritte beim Abbau strategischer Defizite ergeben. Jedes habe seinen Aktionsplan vollständig innerhalb der vereinbarten Fristen umgesetzt, sodass keines weiter dem Verfahren der verstärkten Beobachtung unterliege.

Monacos Weg von der Liste

Monaco war im Juni 2024 auf die graue Liste gesetzt worden, woraufhin das Fürstentum einen Aktionsplan zu deren Verlassen aufstellte. Zu den Maßnahmen gehörten härtere Strafen, eine engere internationale Zusammenarbeit und eine bessere Identifizierung von Risiken. Monaco führte zudem einen Straftatbestand der vermuteten Geldwäsche ein, um Strafverfolgung zu erleichtern, wenn die Herkunft von Geldern unklar ist, und stockte das Personal seiner Finanzaufsicht AMSF erheblich auf. Bei der Generalstaatsanwaltschaft wurde eine Finanz- und Wirtschaftseinheit geschaffen. Bislang hat die AMSF rund fünfzehn Unternehmen mit einer Gesamtsumme von 10 Millionen Euro sanktioniert.

AMSF-Sanktionen gegen ausgewählte UnternehmenMio. Euro
UBS
6 Mio. Euro
Julius Baer
1.5 Mio. Euro
Havilland (heute Moncrief)
1 Mio. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Reaktionen aus Monaco und Bulgarien

Monacos Regierungschef Christophe Mirmand sagte vor Journalisten, die Streichung sei kein Endpunkt. Die Reformen würden fortgesetzt; er bezeichnete sie als Zeichen des Willens, ein Beispiel zu geben, und als starken Faktor für die Attraktivität des Fürstentums. Laut Mirmand will Monaco anderen als Vorbild dienen.

„Das ist kein Endpunkt für das Fürstentum. Es ist eine Umwandlung der beruflichen Praktiken, die in Gang gesetzt wurde.“

Christophe Mirmand, Regierungschef Monacos

Bulgarien stand seit 2023 auf der grauen Liste. Ministerpräsident Rumen Radew sagte, die Streichung bedeute mehr Vertrauen in das Land, mehr Investitionen und mehr Arbeitsplätze. Monaco hofft, dass die Europäische Union eine ähnliche Entscheidung zu seinem Status trifft.

Virtuelle Vermögenswerte und Betrug

Die Plenarsitzung beschloss zudem, die Anwendung der FATF-Standards für virtuelle Vermögenswerte in Jurisdiktionen zu beschleunigen, in denen solche Aktivitäten bedeutend sind. Sie erkannte eine dringende Notwendigkeit, die Abwehrkräfte der Länder gegen den Missbrauch virtueller Vermögenswerte für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu stärken. Das Gremium billigte außerdem einen Bericht, der die Bekämpfung von Betrug und Scams zur globalen Priorität macht. Es rief die FATF und ihr globales Netzwerk auf, die Anstrengungen zu verstärken, kriminelle Netzwerke zu identifizieren, zu zerschlagen und ihnen ihre illegalen Gewinne zu entziehen.

Was die Streichung bedeutet

Die Aufnahme auf die graue Liste kann einem Land erheblichen Imageverlust kosten und ausländische Investoren abschrecken. Die Streichung beendet die verstärkte Beobachtung, der Monaco, Bulgarien, die Elfenbeinküste und die Demokratische Republik Kongo unterlagen. Monacos Regierung erklärte, die Reformen würden nach dieser Entscheidung fortgesetzt, während Bulgariens Ministerpräsident die Streichung direkt mit Investitionen und Beschäftigung verknüpfte.

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