
Mitsotakis lobt Festnahmen bei Morden von Marfin und Thessaloniki: 'Keine Sternchen und keine Verrechnungen gegen Terrorismus'
Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis nutzte seinen wöchentlichen Sonntagsrückblick, um die Festnahmen von Verdächtigen am Freitag in vier Mordfällen (der jüngsten Tötung von Vagia Nestora in Thessaloniki und den drei Todesfällen bei dem 16 Jahre zurückliegenden Brandanschlag auf die Marfin-Bank) zu loben und als Bestätigung der Rechtsstaatlichkeit zu bezeichnen.
Festnahmen nach der Beerdigung von Nestora
Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis begann seinen regulären Sonntagsbeitrag am 12. Juli 2026 mit der Hervorhebung der Festnahmen vom Freitag, dem 10. Juli, von Personen, die beschuldigt werden, vier Morde begangen zu haben, die die griechische Gesellschaft tief verletzt haben. Die Fälle sind die jüngste Tötung von Vagia Nestora in Thessaloniki und der 16 Jahre zurückliegende Brandanschlag auf die Filiale der Marfin-Bank, bei dem die schwangere Angeliki Papathanasopoulou, Epameinondas Tsakalis und Paraskevi Zoulia ums Leben kamen. Mitsotakis stellte fest, dass die Festnahmen einen Tag nach Nestoras Beerdigung erfolgten und damit das Versprechen des Staates einlösten, diese Fälle nicht im Dunkeln zu lassen.
Mit der Festnahme der Verdächtigen wird ein entscheidender Schritt unternommen, damit Gerechtigkeit geübt und eine Verpflichtung gegenüber den Opfern des Marfin-Brandanschlags, ihren Familien und ihren Kollegen erfüllt wird.
'Das Wort gehört nun der Justiz'
Der Ministerpräsident stellte die Festnahmen als institutionelle Antwort auf politische Gewalt dar und betonte, dass ein demokratischer Staat nicht mit Rache, sondern mit Institutionen, Legalität und wirksamem Handeln der Behörden reagiere. Er sagte, das Wort gehöre nun der Justiz, und wies auf die Bedeutung von Stimmen des Konsenses und der Einheit hin, die in einem so schwierigen Moment laut werden.
Angesichts des Terrorismus gibt es keinen Raum für Sternchen oder Verrechnungen. Nur eine gemeinsame Front, die denen, die Gewalt wählen, jede Spur von Toleranz und jedes politische Alibi nimmt.
Er fügte hinzu, dass dies das Mindeste sei, was man dem Andenken jedes Opfers politischer Gewalt und den kommenden Generationen schulde.
NATO-Gipfel und griechische Verteidigungsausgaben
Mit Blick auf den NATO-Gipfel sagte Mitsotakis, dass Griechenland in einem Umfeld erhöhter geopolitischer Unsicherheit ein stabiler und verlässlicher Verbündeter bleibe, ohne von seinen nationalen Positionen abzurücken. Er stellte fest, dass Griechenland das Verteidigungsausgabenziel von 3,5 % des BIP bereits ab 2026 erreicht habe und das größte Modernisierungsprogramm der Streitkräfte seit Jahrzehnten im Wert von 28 Milliarden Euro umsetze. Der Ministerpräsident argumentierte, dass die Stärke eines Verteidigungsbündnisses nicht nur an der Ausrüstung gemessen werde, sondern auch an der Achtung der Prinzipien, auf denen es aufgebaut sei, einschließlich guter nachbarschaftlicher Beziehungen.
Casus belli und die Türkei
Mitsotakis bekräftigte, dass Griechenland konsequent gute Beziehungen zu allen Ländern der Region anstrebe, aber die langjährige Casus-belli-Drohung der Türkei nicht ignorieren könne, die er als historischen Rechtschreibfehler bezeichnete, der der Beziehung zwischen zwei Nachbarländern nicht angemessen sei.
Wir wollen Dialog, aber Frieden und Zusammenarbeit können nicht mit Kriegsdrohungen koexistieren.
Er sagte, dies sei eine prinzipientreue Position, die Athen konsequent gegenüber allen seinen Verbündeten vertrete. Mit Blick auf die weitere Region betonte der Ministerpräsident die Notwendigkeit, dass Diplomatie im Iran und im Nahen Osten obsiege, und argumentierte, dass Stabilität im weiteren Raum eine grundlegende Voraussetzung sei, um die Haushalte vor neuen Energie- und Lebenshaltungskostensteigerungen zu schützen.

