Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin warnt Unternehmen vor Kürzungen bei Forschung und Entwicklung und treibt Hightech-Strategie mit Fokus auf KI und Robotik voran
Nicole Hoffmeister-Kraut mahnte, dass eine Kürzung der Innovationsbudgets in einer wirtschaftlichen Schwächephase die Position des Landes als Hightech-Standort schwächen würde.
Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin hat Unternehmen aufgefordert, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auch bei einer schwächelnden Konjunktur beizubehalten, während ihr Ministerium eine neue Hightech-Strategie mit Fokus auf sieben Schlüsseltechnologien verfeinert.
Warnung der Ministerin
In Stuttgart sagte Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), einige Unternehmen erwögen, ihre Forschungs- und Entwicklungsbudgets zu kürzen, um Kosten zu senken.
Sie nannte dies den falschen Weg und betonte, das Land müsse ein Hightech-Standort bleiben.Auch in einer schwächelnden Konjunktur sollten Unternehmen nicht nachlassen, in ihre Zukunftsfähigkeit zu investieren.
Ausgaben für Forschung und Entwicklung und Strategie
Die Ausgaben des Landes für Forschung und Entwicklung liegen laut Wirtschaftsministerium derzeit bei 5,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die neue Hightech-Strategie zielt darauf ab, künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, humanoide Roboter, Mikroelektronik, Wasserstofftechnologie, Biotechnologie und Umwelttechnologien zu fördern.
Gerade in diesem Bereich sollen Wissenschaft, Industrie und Start-ups mit Unterstützung des Landes enger vernetzt werden.
Drei herausragende Start-ups
Die Ministerin hob drei Unternehmen als Beispiele für das Potenzial des Landes hervor. Die Neura Robotics aus Metzingen baut humanoide Roboter für den industriellen Einsatz und hat kürzlich eine Finanzierungsrunde von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Die Black Forest Labs aus Freiburg zählen zu den am schnellsten wachsenden KI-Unternehmen Europas und entwickeln Modelle zur Bildgenerierung und -bearbeitung. Das in Mannheim ansässige Unternehmen Osapiens produziert Software für die Transparenz von Lieferketten, die Risiken scannt und Qualitätsstandards überprüft.
Schnellere Produktzyklen
Hoffmeister-Kraut stellte fest, dass sich die Zeit von der Idee bis zum marktreifen Produkt in den letzten Jahren halbiert hat.
Das Ziel sei, dass im Südwesten entwickelte Produkte langfristig auch dort gefertigt werden.Wir in Baden-Württemberg müssen noch schneller werden, um unsere Position als Hightech-Standort zu verteidigen und auszubauen.


