Regierung · Berlin
Rentenkommission schlägt Abschaffung der Minijobs vor – betrifft 6,8 Millionen Beschäftigte
Ein Vorschlag der Rentenkommission zur Abschaffung des Minijob-Systems in Deutschland würde rund 6,8 Millionen Menschen betreffen, überwiegend Frauen sowie Beschäftigte in Gastgewerbe und Einzelhandel, und entfacht eine hitzige Debatte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von DIE WELT, Süddeutsche Zeitung und Der Tagesspiegel. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
6.554.876 gewerbliche Minijobber plus 252.372 in Privathaushalten; Frauen stellen 55,9 %, Ausländer 18,3 %.
Der Vorschlag würde Minijobs in die gesetzliche Rentenversicherung integrieren und die derzeitige Befreiung von Arbeitnehmerbeiträgen beenden.
Gastgewerbeverbände bezeichnen den Plan als Desaster für die Branche; Gewerkschaften unterstützen die Beendigung eines Modells, das sie als ausbeuterisch ansehen.
Söder nannte Minijobs ein sensibles Thema und warnte vor übereilten Änderungen, die bestehende Strukturen zerstören könnten.
Forscher nennen hohes Niedriglohnrisiko, Armut, Verdrängung sozialversicherter Jobs und eine schwache Brücke in reguläre Beschäftigung.
Mit 55,9 % Frauen verstärkt das Minijob-Modell laut Andrea Nahles das deutsche Muster hoher weiblicher Erwerbsbeteiligung bei sehr geringen Arbeitszeiten.
Seit 2003 erlaubt Deutschland geringfügige Beschäftigungen (Minijobs) mit einer monatlichen Verdienstgrenze von 603 Euro und ohne Sozialversicherungsbeiträge für den Arbeitnehmer. Nun empfiehlt die Rentenkommission, diese Jobs abzuschaffen und in die gesetzliche Rentenversicherung zu integrieren. Der Vorschlag hat eine scharfe Kluft zwischen Arbeitgeberverbänden, die vor Betriebsstörungen warnen, und Gewerkschaften, die die Änderung befürworten, ausgelöst.
Wie viele Menschen sind betroffen
Laut Minijob-Zentrale gab es zuletzt 6.554.876 gewerbliche Minijobs sowie 252.372 in Privathaushalten, insgesamt rund 6,8 Millionen. Fast zwei Drittel der gewerblichen Minijobber sind zwischen 24 und 64 Jahren alt. Die größten Branchen sind Handel und Gastgewerbe.
- Gewerblich
- 6554876
- Privathaushalte
- 252372
Daten aus dem Artikeltext
Frauen stellen 55,9 % der Minijobber, Ausländer 18,3 %. Insgesamt erwirtschafteten Minijobs im ersten Quartal 1,3 Milliarden Euro an Rentenbeiträgen und 1,02 Milliarden Euro an Krankenversicherungsbeiträgen.
- Frauen
- 55.9 %
- Männer
- 44.1 %
Daten aus dem Artikeltext
- Rentenversicherung
- 1.3 Mrd. €
- Krankenversicherung
- 1.02 Mrd. €
Daten aus dem Artikeltext
Was Arbeitgeber und Gewerkschaften sagen
Die Gastronomie ist besonders alarmiert.
„Die Vorschläge der Rentenkommission ignorieren die betriebliche Realität und wären eine Katastrophe für das Gastgewerbe.“
„Minijobs sind ein sensibles Thema; wir dürfen kein Porzellan zerschlagen.“
Expertenmeinungen zur Minijob-Falle
Arbeitsmarktexperten kritisieren Minijobs seit langem. Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, hebt das Paradoxon hervor:
„Deutschland gehört zu den europäischen Ländern mit einer hohen Frauenerwerbsquote, aber die Zahl der von Frauen geleisteten Arbeitsstunden gehört zu den niedrigsten auf dem Kontinent.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Andrea Nahles
- Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit
- Ulrich Walwei
- Arbeitsmarktforscher am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
- Markus Söder
- CSU-Parteivorsitzender und bayerischer Ministerpräsident
- Orte
- Nürnberg
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