
Explosionen auf bolivianischem Militärstützpunkt in Viacha fordern bis zu 10 Tote und 81 Verletzte
Zwei Explosionen in einem militärischen Wartungszentrum in Viacha, Bolivien, töteten am Freitag bis zu 10 Menschen und verletzten 81 weitere, was Evakuierungen und Gebäudeschäden in benachbarten Wohngebieten auslöste.
Explosionen im Militärgelände von Viacha
Zwei aufeinanderfolgende Explosionen ereigneten sich im General Maintenance Center des Mechanisierten Artillerieregiments 2 Bolívar in Viacha, das zwischen 22 und 35 Kilometern südlich von La Paz liegt. Der Vorfall ereignete sich gegen 14:30 Uhr Ortszeit (18:30 Uhr GMT) am Freitag, dem 4. September 2026. Die erste Explosion betraf Schwarzpulver in Verbindung mit pyrotechnischem Material, das in der Einrichtung gelagert war, gefolgt von einer wesentlich stärkeren zweiten Explosion, die den Großteil der Zerstörung verursachte. Boliviens Verteidigungsminister Ernesto Justiniano bestätigte, dass im Gelände keine militärischen Waffen detoniert seien; die Anlage wird normalerweise für Waffenwartung, Reparatur und Schießübungen genutzt.
- Zwei Explosionen ereignen sich im militärischen Wartungszentrum RAM-2 Bolívar in Viacha
- Einsatzkräfte evakuieren Anwohner in Notunterkünfte und unterbrechen die lokale Stromversorgung
- Präsident Rodrigo Paz ordnet eine offizielle Untersuchung der Sicherheitsprotokolle für die Lagerung an
- Polizeiunterkommandeur Roger Roca meldet, dass die Lage unter Kontrolle sei, während die Trümmerbeseitigung fortgesetzt wird
Opfer- und Verletztenzahlen
Die offiziellen Opferzahlen entwickelten sich nach der Katastrophe. Das Verteidigungsministerium bestätigte zunächst 2 Tote und 7 Vermisste, alles aktive Militärangehörige, die auf dem Stützpunkt stationiert waren. Nachrichtenagenturen erhöhten die Zahl der Toten später auf mindestens 10, während die lokale Gesundheitsbeamtin Rita Nebraska dem lokalen Fernsehen sagte, dass die Todesfälle zwischen 10 und 15 liegen könnten. Die Gesamtzahl der Verletzten stieg von einer ersten Zählung von 52 auf 59 und erreichte in der aktualisierten ministeriellen Zählung 81, wobei sich zwei bis acht Personen in einem ernsten oder kritischen Zustand befanden. Nach Angaben von José Martín Carrasco, Direktor des Gesundheitsdienstes des Departements La Paz, gehörten zu den Verletzten Zivilisten, Militärangehörige, vormalige Militärangehörige und Polizisten, darunter sechs Kinder, die nicht schwere Schnittwunden an Beinen und Rücken erlitten hatten. Die Verwundeten wurden in medizinische Zentren in La Paz und El Alto gebracht.
- Vorläufiger Gesundheitsbericht
- 52 Personen
- Zwischenbericht der Polizei
- 59 Personen
- Abschlussmeldung des Verteidigungsministeriums
- 81 Personen
Sachschäden und Evakuierungsmaßnahmen
Die Druckwelle zerstörte Fenster, riss Türen aus den Angeln und verursachte Gebäudeschäden an Dutzenden von Häusern in Viacha. Schwere schwarze Rauchwolken stiegen über der Stadt auf, und Trümmer wurden über nahe gelegene Wohngebiete geschleudert. Die Behörden unterbrachen aus Sicherheitsgründen das kommunale Stromnetz im umliegenden Sektor und evakuierten Anwohner in eine Notunterkunft. Feuerwehrleute setzten Tanklöschfahrzeuge ein, um brennende Trümmer zu löschen und anhaltende Wärmequellen zu kühlen. Verteidigungsminister Ernesto Justiniano warnte davor, dass evakuierte Bewohner nicht sofort nach Hause zurückkehren sollten, da Einsturzgefahr bestehe.
Es ist noch nicht ratsam, dass sie zurückkehren, da Häuser von der Druckwelle betroffen sind.
Ermittlungen zu Lagerprotokollen
Der stellvertretende Polizeikommandeur, Oberst Roger Roca, gab bekannt, dass die Einsatzkräfte die Lage unter Kontrolle gebracht hätten, während die Such- und Bergungsarbeiten in den Trümmern fortgesetzt würden.
Der Vorfall ist unter Kontrolle.
Präsident Rodrigo Paz ordnete eine sofortige technische und transparente Untersuchung an, um festzustellen, warum pyrotechnische Materialien in der Einrichtung gelagert wurden und ob Sicherheitsprotokolle verletzt wurden.
Wir müssen mit absoluter Klarheit die Ursachen dieses Ereignisses feststellen, die Einhaltung der Sicherheitsprotokolle überprüfen und die entsprechenden Verantwortlichkeiten bestimmen.
Die Staatsanwaltschaft leitete ein förmliches Strafverfahren ein und entsandte spezialisierte Ermittler, um die Überreste des Depots zu untersuchen.


