
Migrantenboot erfasst jugendliche Schwimmerin am Strand von Sardinien – 28-jähriger Steuermann festgenommen
Ein Fiberglasboot mit 14 algerischen Migranten an Bord hat am 16. August eine jugendliche Schwimmerin am Su-Giudeu-Strand in Chia auf Sardinien erfasst und schwer verletzt. Die Polizei nahm den mutmaßlichen 28-jährigen Steuermann fest – wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung und Verursachung schwerster Körperverletzung.
Der Zusammenstoß
Am Nachmittag des 16. August 2026 schwamm eine jugendliche Touristin mit einem Stehpaddelbrett in der Nähe des beliebten Su-Giudeu-Strandes in Chia, Gemeinde Domus de Maria, an der Südwestküste Sardiniens. Die meisten Quellen geben ihr Alter mit 17 Jahren an, zwei Medien, darunter ANSA, berichteten von 18 Jahren. Sie machte mit ihrer Familie Urlaub. Ein mit einem 85-PS-Außenbordmotor angetriebenes Fiberglasboot, das 14 algerische Migranten transportierte, erfasste das Mädchen wenige Meter vor der Küste mit hoher Geschwindigkeit. Einer Rekonstruktion zufolge näherte sich das Boot schnell dem Ufer und traf das Mädchen auf Höhe der Boje, die die Bootsdurchfahrt zum Land hin markiert. Augenzeugen berichteten, das Boot habe mehrere gefährliche Manöver durchgeführt, andere Badegäste gefährdet und sei nach dem Aufprall geflohen.
Rettung und Krankenhausaufenthalt
Der Aufprall verursachte multiple Frakturen an Armen, Beinen und Kopf des Mädchens; es verlor durch den Schock das Bewusstsein und drohte zu ertrinken. Badegäste und ein Rettungsschwimmer erreichten sie, brachten sie an Land und begannen mit Wiederbelebungsmaßnahmen, während der Rettungsdienst (118) alarmiert wurde. Das Mädchen wurde noch am Unfallort intubiert und mit dem Rettungshubschrauber im Rettungscode Rot – der höchsten Dringlichkeitsstufe – ins Brotzu-Krankenhaus nach Cagliari geflogen, wo sie weiterhin in ernstem Zustand blieb.
Flucht des Bootes und Fahndung
Nach dem Zusammenstoß setzte das Boot seinen Weg über das Meer zum nahe gelegenen Tuerredda-Strand fort, wo die 14 Insassen von Bord gingen und versuchten, landeinwärts zu fliehen. Der von Badegästen ausgelöste Alarm führte zu einem Einsatz der Carabinieri der Stationen Domus de Maria, Pula und des Operativen Kerns von Cagliari, die bereits im Rahmen der außerordentlichen Sommerkontrollen, die im Provinzkomitee für öffentliche Ordnung und Sicherheit der Präfektur vereinbart worden waren, an der Küste stationiert waren. Auch ein Streifenwagen des Kommissariats Carbonia rückte aus. Die Militärangehörigen sicherten mit Hilfe eines Hubschraubers die wichtigsten Landwege und stellten die gesamte Gruppe. Alle 14 waren erwachsene algerische Männer ohne Papiere, aber offenbar bei guter Gesundheit. Einem Bericht zufolge wurden sie anschließend in die Aufnahmeeinrichtung Monastir gebracht.
- Migrantenboot erfasst jugendliche Schwimmerin am Su-Giudeu-Strand, Chia
- Badegäste und Rettungsschwimmer retten das Mädchen und beginnen mit der Wiederbelebung
- Mädchen intubiert und mit Rettungshubschrauber ins Brotzu-Krankenhaus, Cagliari, geflogen
- Boot flieht zum Tuerredda-Strand; 14 Migranten gehen von Bord und fliehen landeinwärts
- Carabinieri stellen alle 14 algerischen Migranten
- 28-jähriger algerischer Steuermann festgenommen und ins Gefängnis Uta gebracht
Festnahme und Anklage
Die von der Staatsanwaltschaft Cagliari koordinierten und von den Carabinieri gemeinsam mit der Mobilen Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums durchgeführten Ermittlungen identifizierten den mutmaßlichen Steuermann als 28-jährigen algerischen Staatsbürger. Er wurde wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung und Verursachung schwerster Körperverletzung festgenommen und in das Gefängnis Uta gebracht.
Politische Reaktion
Salvatore Deidda, Abgeordneter der Partei Fratelli d'Italia, äußerte sich zu dem Vorfall, wie CagliariPad berichtete.
All unsere Gebete und Gedanken gelten dem Mädchen, das bei diesem sehr schweren Vorfall verletzt wurde. Ihr und ihrer Familie gilt unsere uneingeschränkte und bedingungslose Verbundenheit. Jetzt gilt Null-Toleranz: Wir fordern mit absoluter Entschlossenheit, dass die Verantwortlichen für diese niederträchtige Tat unverzüglich identifiziert, festgenommen und vor Gericht gestellt werden. Sie müssen für das, was sie getan haben, bezahlen und ohne jeden Rabatt aus unserem Hoheitsgebiet ausgewiesen werden. Wer solche Verbrechen begeht, hat kein Recht, in Italien zu bleiben.


