Regierung · Rom und Messina
Ehemaliger Rechnungshofpräsident Miele legt CSM-Aufsichtsposten im Zuge von Korruptionsermittlungen zur Brücke über die Straße von Messina nieder
Tommaso Miele, der ehemalige stellvertretende Präsident des italienischen Rechnungshofs, trat am 11. Juni 2026 als Vorsitzender des Prüfungsausschusses des Hohen Rates der Justiz (CSM) zurück, wenige Tage nachdem er im Zusammenhang mit dem Brückenprojekt über die Straße von Messina unter Korruptionsverdacht geraten war.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rai news, Adnkronos, Il Sole 24 ORE und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Tommaso Miele trat am 11. Juni 2026 als Vorsitzender des CSM-Prüfungsausschusses zurück und nannte Zweckmäßigkeitsgründe.
Die römische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Miele wegen Korruption, Preisgabe von Dienstgeheimnissen und des Versuchs, das Urteil des Rechnungshofs zur Brücke über die Straße von Messina zu beeinflussen.
Mieles CSM-Aufsichtsposten war bis März 2026 unbezahlt, als das Plenum nach seiner Pensionierung eine Bruttojahresvergütung von 27.000 € genehmigte.
Die Ermittler behaupten, Miele habe vertrauliche Informationen über die Ausrichtung der Rechnungsprüfungsrichter im Austausch für Versprechungen künftiger öffentlicher Ämter, einschließlich der möglichen Präsidentschaft der Wettbewerbsbehörde, weitergegeben.
Die Mitbeschuldigten Saccomanno und Virgiglio sollen versucht haben, zwei weitere Rechnungsprüfungsrichter zu bestechen, doch beide lehnten die Annäherungsversuche ab.
- 1.03.Das CSM-Plenum stimmt dafür, Mieles Aufsichtsposten mit einem Bruttogehalt von 27.000 € pro Jahr zu vergüten.
- 10.06.Es wird bekannt, dass gegen Miele im Rahmen der Brückenermittlungen wegen Korruption ermittelt wird.
- 11.06.Miele tritt vom Vorsitz des CSM-Prüfungsausschusses zurück.
Tommaso Miele, der ehemalige stellvertretende Präsident des italienischen Rechnungshofs (Corte dei Conti), ist am 11. Juni 2026 von seinem Amt als Vorsitzender des Prüfungsausschusses des Hohen Rates der Justiz (CSM) zurückgetreten. Der Schritt erfolgt im Zuge seiner Verwicklung in eine Untersuchung der römischen Staatsanwaltschaft zu Korruption im Zusammenhang mit dem seit langem umstrittenen Brückenprojekt über die Straße von Messina.
Der Rücktritt
Miele hatte die CSM-Aufsichtsfunktion seit April 2025 inne, zunächst unentgeltlich für die Amtszeit 2025–2028. Im März 2026, nach seiner Pensionierung beim Rechnungshof im Februar, stimmte das CSM-Plenum dafür, die Position mit einem Bruttojahresgehalt von 27.000 € zu vergüten. Quellen innerhalb des CSM bestätigten den Rücktritt, den Miele laut La Stampa mit „Zweckmäßigkeitsgründen“ begründete.
„Volles Vertrauen in die Arbeit der Justiz. Mit der Zeit wird sich die völlige Unbeteiligung meines Mandanten an den Vorwürfen zeigen.“
Die Ermittlungen
Die römischen Staatsanwälte, die die Ermittlungen an die Sondereinheit ROS der Carabinieri delegiert haben, verfolgen Vorwürfe der Korruption, der Preisgabe von Dienstgeheimnissen und des Versuchs, das Urteil des Rechnungshofs zum endgültigen Brückenprojekt zu beeinflussen. Neben Miele stehen auch der Anwalt Giacomo Francesco Saccomanno und der Unternehmer Vincenzo Virgiglio unter Verdacht.
Im Zentrum der Ermittlungen steht Mieles angebliche Rolle bei der Weitergabe vertraulicher Informationen über die Ausrichtung der Rechnungsprüfungsrichter und den Fortgang der Beratungen des Rates über die Infrastruktur. Im Gegenzug, so behaupten die Ermittler, wurden Miele nach seiner Pensionierung künftige öffentliche Ämter oder Positionen in staatlichen Unternehmen versprochen. In den Gesprächen im Fall sollen Spitzenpositionen erwähnt worden sein, darunter die mögliche Präsidentschaft der italienischen Wettbewerbsbehörde.
Angeblich Einflussnahme
Nach dem negativen Urteil des Rechnungshofs zum Brückenprojekt vom 29. Oktober 2025 wird Miele vorgeworfen, im Auftrag der Projektgesellschaft Stretto di Messina Spa ein technisches Memorandum verfasst zu haben, das deren rechtliche Verteidigungsposition stärken sollte. Rai News berichtete, dass Saccomanno und Virgiglio auch versuchten, zwei weitere Rechnungsprüfungsrichter zu korrumpieren, die für die Interessen der Gruppe als nützlich erachtet wurden, diese Versuche jedoch scheiterten, als die Richter die Einladungen ablehnten.
„Korruption, Preisgabe von Dienstgeheimnissen und Versuche, das Urteil des Rechnungshofs zum endgültigen Brückenprojekt über die Straße von Messina zu beeinflussen – das sind die Vorwürfe der römischen Staatsanwaltschaft.“
Das Brückenprojekt
Die Brücke über die Straße von Messina, eine geplante Hängebrücke, die Sizilien mit dem italienischen Festland verbinden soll, ist seit Jahrzehnten eines der umstrittensten Infrastrukturprojekte Italiens. Die negative Bewertung des Rechnungshofs im Oktober 2025 stellte ein erhebliches verfahrenstechnisches Hindernis dar, und die derzeitigen Korruptionsermittlungen fügen dem bereits unsicheren Weg des Projekts eine weitere rechtliche Komplikation hinzu.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Rai newsInchiesta Ponte sullo Stretto: Miele lascia la presidenza del Collegio dei revisori del Csm
- AdnkronosPonte Messina, Miele si dimette da presidente Collegio revisori Conti Csm
- Il Sole 24 OREPonte Messina, Miele si dimette da presidente Collegio revisori Conti Csm
- ANSA.itEx presidente della Corte dei Conti Miele si dimette da presidente Collegio revisori del Csm - Notizie
- Tommaso Miele
- Ehemaliger stellvertretender Präsident des italienischen Rechnungshofs, trat als Vorsitzender des CSM-Prüfungsausschusses im Zuge von Korruptionsermittlungen zum Brückenprojekt über die Straße von Messina zurück.
- Vincenzo Virgiglio
- Unternehmer, der zusammen mit Miele wegen angeblicher Korruption und des Versuchs, Rechnungsprüfungsrichter beim Brückenprojekt zu beeinflussen, unter Verdacht steht.
- Giacomo Francesco Saccomanno
- Anwalt, der zusammen mit Miele wegen angeblicher Korruption und des Versuchs, Rechnungsprüfungsrichter beim Brückenprojekt zu beeinflussen, unter Verdacht steht.
- Pier Paolo Dell'Anno
- Verteidiger von Tommaso Miele, der sein Vertrauen äußerte, dass die Unbeteiligung seines Mandanten bewiesen werde.
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