Wahlen · Washington

Demokraten erobern den Kongress zurück – Musks 474 Millionen Dollar können die Republikaner nicht retten

Die Demokraten haben bei den Midterms am 3. November die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat gewonnen, obwohl Elon Musk mindestens 474 Millionen Dollar zur Unterstützung republikanischer Kandidaten aufgebracht hatte. Die Aktie von Trump Media fiel am Mittwoch, 4. November, auf ein Allzeittief.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Libertatea, HotNews.ro, Bloomberg Business und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 3.11.Midterm-Wahlen abgehalten, die Demokraten gewinnen die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat
  2. 3. November, NachtTrump postet auf Truth Social, er habe nicht auf dem Stimmzettel gestanden
  3. 4. November, MorgenDas Weiße Haus veröffentlicht ein Bild mit der Bildunterschrift „PSA: Trump ist immer noch euer Präsident“
  4. 4. November, früher HandelTrump-Media-Aktien fallen um mehr als 13 % auf rund 5,10 Dollar – ein Allzeittief

Demokraten gewinnen beide Kammern

Die Demokraten haben bei den am Dienstag, 3. November, abgehaltenen Midterm-Wahlen die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat zurückgewonnen. Am Mittwoch, 4. November, veröffentlichte Berichte beschreiben das Ergebnis als Niederlage für Donald Trump und die Republikanische Partei, die die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses verlor. Texas und Kansas wurden neben Iowa, Ohio, North Carolina, South Carolina und Maine als größte Überraschungen der Wahl genannt. In Iowa besiegte Josh Turek die Abgeordnete Ashley Hinson, in Kansas setzte sich Adam Hamilton gegen Senator Roger Marshall durch. In Ohio besiegte Sherrod Brown Senator Jon Husted, und Roy Cooper gewann einen freien Sitz in North Carolina.

Musks Ausgaben und eine Niederlage in Texas

Elon Musk gab mindestens 474 Millionen Dollar für die Wahlen aus – die größte Summe, die ein einzelner Spender jemals in einem US-Wahlzyklus gegeben hat. Ein Großteil davon floss nach Texas, wohin Musk 2020 gezogen war und wo Tesla, SpaceX und X heute ihren Hauptsitz haben. Musk hat möglicherweise mehr als 220 Millionen Dollar für die Unterstützung von Ken Paxton ausgegeben, dem früheren Generalstaatsanwalt von Texas. Paxton verlor gegen den Demokraten James Talarico, 37, der als erster demokratischer Senator seit 36 Jahren aus Texas nach Washington geht. Im Gouverneursrennen besiegte die Demokratin Gina Hinojosa den Republikaner Greg Abbott. Hinojosa befürwortet ein lokales Moratorium für den Bau von KI-Rechenzentren – ein Projekt, das Musk in dem Bundesstaat aktiv unterstützt; ihr Sieg erschwert damit seine Geschäftspläne.

Trump Media und Musks Reaktion

Die Aktien von Trump Media & Technology Group fielen am Mittwoch, 4. November, im frühen Handel um mehr als 13 % auf rund 5,10 Dollar – ein Allzeittief. Die Aktie liegt in diesem Jahr mehr als 60 % im Minus; das Unternehmen betreibt die Plattform Truth Social, auf der Trump häufig postet. Trump ist der alleinige Begünstigte eines Trusts, dem laut Finanzunterlagen 41 % des Unternehmens gehören, rund 114 Millionen Aktien, die von seinem ältesten Sohn verwaltet werden. Zum aktuellen Kurs ist dieser Anteil rund 600 Millionen Dollar wert – nach fast 4 Milliarden Dollar im Jahr 2024. Musk schrieb auf X, seine Weltraumlaser hätten diesmal bei der Wahl nicht funktioniert, und Rechenzentren im Weltraum erschienen nun besonders attraktiv. Zudem äußerte er Besorgnis über einen möglichen Baustopp für KI-Rechenzentren.

Weißes Haus und gegenseitige Schuldzuweisungen bei den Republikanern

Das Weiße Haus veröffentlichte am Mittwochmorgen ein Bild von Trump mit der Bildunterschrift „PSA: Trump ist immer noch euer Präsident“, nachdem Kommunikationsdirektor Steven Cheung zuvor am selben Tag eine ähnliche Botschaft gepostet hatte. Trump sagte, er sei von dem Ergebnis etwas überrascht, argumentierte, sein Name habe nicht auf dem Stimmzettel gestanden, und behauptete, er hätte einen Erdrutschsieg errungen, wäre er es gewesen. Er erklärte, er erwarte, mit den Demokraten zusammenzuarbeiten, und werde von seinem Vetorecht Gebrauch machen, wenn er es für richtig halte. In einem Interview am Dienstagabend versicherte Trump zudem, er werde dieses Recht nicht missbrauchen. JD Vance schrieb auf X, viele Wähler, die 2024 Trump und Vance unterstützt hätten, hätten 2026 für die Demokraten gestimmt, und die wirtschaftliche Botschaft habe nicht stark genug verfangen. Vance nannte zudem den Krieg im Iran als Grund für die Niederlage, und einige Republikaner machen nun Trump verantwortlich und fordern, die Partei solle sich von ihm distanzieren.

Ausgaben und wie es weitergeht

AdImpact schätzt die Ausgaben für Wahlwerbung bei den Midterms auf rund 11,6 Milliarden Dollar – mehr als im Präsidentschaftswahlkampf 2024. OpenSecrets, das politische Gelder erfasst, beziffert den Zyklus 2026 auf 11,9 Milliarden Dollar, darunter Hunderte Millionen Dollar für die Demokraten. Allein auf Texas entfallen fast eine halbe Milliarde Dollar an Ausgaben. Spender aus dem Technologiesektor machen laut den Berichten etwa ein Drittel der größten Geldgeber aus. Die Republikaner stehen nun vor der zweiten Hälfte von Trumps Amtszeit mit weniger Einfluss auf Entscheidungen, und die Vetofrage dürfte die kommenden Monate prägen.

Schätzungen der Werbeausgaben im Midterm-Wahlkampf, Zyklus 2026Mrd. USD
AdImpact-Prognose
11.6 Mrd. USD
OpenSecrets, Zyklus 2026
11.9 Mrd. USD

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