Microsoft hat am 20. Oktober beim Pariser Halt seiner Frontier Tour neue Funktionen für die souveräne Cloud angekündigt; die Tour ist eine Reihe von Veranstaltungen zur digitalen Transformation. Satya Nadella sprach auf der Bühne im Cnit-Zentrum in La Défense und bewarb die KI-Strategie des Unternehmens bei Kunden, darunter Stellantis, Club Med und Saint-Gobain, die in den Gesprächen genannt wurden. Das erklärte Ziel ist, Organisationen dabei zu helfen, ihren Grad an digitaler Souveränität einzuschätzen und die Einführung von KI zu beschleunigen, während Daten geschützt und Zugriffe streng kontrolliert bleiben. Das Angebot richtet sich vor allem an Behörden, Krankenhäuser und große Unternehmen, die ihre Abhängigkeit von amerikanischer und chinesischer Technologie verringern wollen. Microsoft hatte seine Sovereign Cloud erstmals im Juni 2025 gestartet, zu einer Zeit, in der Europäer sich zunehmend Sorgen über die Abhängigkeit von amerikanischen Cloud-Anbietern machen.
Zwei neue Werkzeuge gelten für Kunden in der EU und in der Europäischen Freihandelsassoziation, zu der die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein gehören. Bei Data Guardian überwacht ein vertrauenswürdiger europäischer Partner die Fernzugriffe, die Microsoft-Ingenieure auf Produktionssysteme von Kunden vornehmen. Production Touch Ledger führt ein Protokoll über diese Zugriffe, das nicht unbemerkt verändert werden kann. Kunden können außerdem den Hauptschlüssel, der ihre Daten schützt, auf Hardware verwahren, die ihnen selbst gehört, statt ihn Microsoft anzuvertrauen. Douglas Phillips, der Microsofts Einheit für spezialisierte Clouds leitet, erläuterte die Logik hinter dem Plan.
„Unser Ansatz für digitale Souveränität beginnt bei der Workload.“
Ein neues Sovereign Control Panel im Azure-Portal zeigt den Status jedes Systems an und markiert Lücken. Es geht bei Ignite in die öffentliche Vorschau, das vom 17. bis 19. November in San Francisco stattfindet.
Die meisten der neuen Werkzeuge laufen auf Azure Local, einer Microsoft-Cloud-Variante, die im eigenen Rechenzentrum des Kunden steht. Foundry Local, das KI-Modelle vor Ort ausführt, und GitHub Enterprise Local, mit dem Entwickler GitHub Copilot mit lokal gehosteten Modellen verbinden können, werden bei Ignite allgemein verfügbar. Beide können vollständig offline arbeiten. SQL Server on Azure Local ist bereits allgemein verfügbar. Microsoft 365 Local, das an die eigenen SharePoint- und Exchange-Server eines Kunden anknüpft, ist in der Vorschau für freigegebene Kunden, und die Systeme sollen zwischen verbundenem und getrenntem Betrieb wechseln können. Microsoft nannte 29 Partner für das Vorhaben, darunter Bleu in Frankreich, Delos Cloud in Deutschland, Mistral, Nvidia und Dell.
In einer parallelen Botschaft argumentiert Microsoft, dass autonome KI-Agenten wie Insider behandelt werden sollten, die Zugang zu Unternehmenssystemen haben. Nadim Abdo, Corporate Vice President für Identität und Netzwerkzugriff, schrieb in einem Firmenblog, Agenten seien nicht von Natur aus bösartig, könnten aber Fehler machen oder manipuliert werden. Abdo ergänzte:
„Wir sollten ein Modell nicht bitten, seine eigene Sicherheitsinstanz zu sein.“
Hayete Gallot, die Microsofts Sicherheitsgeschäft leitet, schrieb, den fortgeschrittensten Modellen sei unabhängig von ihrer Herkunft nicht zu trauen, und viele Agenten erhielten mehr Rechte, als sie brauchen. Berichten zufolge gilt die Vorsicht auch für Modelle der Partner OpenAI und Anthropic. Nadella hatte am 10. Oktober auf X geschrieben, Systeme sollten auf der Annahme entworfen werden, dass ein Modell kompromittiert sein könne, wobei eine autorisierte Person es jederzeit stoppen könne. Microsoft präsentiert Guardian Agents als Erweiterung von Project Perception, einem System, in dem rote Agenten nach Schwachstellen suchen, blaue Agenten Bedrohungen untersuchen und grüne Agenten Korrekturen umsetzen. Gallot warnte, Agenten könnten unvorhersehbar handeln, sich mit verändertem Kontext anpassen und sich mit anderen Agenten auf ihre Ziele hin abstimmen – selbst ohne einen Angreifer.
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Ein europäischer Partner überwacht die Fernzugriffe von Microsoft-Ingenieuren auf Kundensysteme in der EU und der EFTA, und Kunden können ihre eigenen Hauptschlüssel selbst verwahren. Die Änderungen wurden am 20. Oktober beim Pariser Halt der Frontier Tour vorgestellt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Spider's Web, La Razón, Il Sole 24 ORE und weiteren Medien. Veröffentlicht .