Diplomatie · Paris

Französische Haushaltskürzungen gefährden MGCS-Panzerprojekt nach FCAS-Scheitern, warnt Rheinmetall-CEO

Nach dem Scheitern des FCAS-Kampfjets plant Frankreich laut Rheinmetall-CEO Armin Papperger erhebliche Kürzungen beim MGCS-Haushalt. Das gemeinsame deutsch-französische Panzerprogramm könnte dem FCAS in den Abgrund folgen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von DIE WELT, Süddeutsche Zeitung, Handelsblatt und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 15.06.Rüstungsmesse Eurosatory eröffnet in Paris mit 100 deutschen Firmen
  2. 1.01.Interim-Leopard-3-Panzer soll in Dienst gestellt werden
  3. 1.01.Ursprünglicher Zieltermin für die Einsatzbereitschaft des MGCS-Kampfpanzers

FCAS-Scheitern wirft Schatten auf MGCS

Europas Rüstungsindustrie wird seit langem für ihre Zersplitterung kritisiert. 2017 starteten Deutschland und Frankreich zwei Flaggschiff-Gemeinschaftsprojekte, um dies zu ändern: den FCAS-Kampfjet und den MGCS-Kampfpanzer. Am Dienstag, dem 9. Juni, beendeten Bundeskanzler Friedrich Merz und Präsident Emmanuel Macron das milliardenschwere FCAS-Programm offiziell, nachdem sich Dassault und Airbus nicht einigen konnten. Nun droht dem MGCS-Panzerprojekt ein ähnliches Schicksal.

„Die Gefahr besteht immer, aber es ist noch nichts entschieden.“

Armin Papperger, Rheinmetall-CEO

Haushaltskürzungen veranlassen Papperger zur Warnung

Laut dem Rheinmetall-CEO plant Frankreich drastische Kürzungen beim MGCS-Haushalt. Ein endgültiger Kostenrahmen wurde noch nicht vereinbart, aber die Richtung beunruhigt die deutsche Seite. Papperger sagte der Welt am Sonntag, dass weniger Geld noch langsamere Fortschritte bei einem Programm bedeuten würde, das bereits hinter dem Zeitplan zurückliegt.

„Wir haben null Entscheidungen über das endgültige Budget. Wenn weniger Geld zur Verfügung steht, wird man nicht schneller, und wir sind bereits sehr langsam.“

Armin Papperger, Rheinmetall-CEO

Der MGCS sollte den Leopard 2 und den Leclerc bis 2040 durch ein einheitliches, plattformübergreifendes Bodenkampfsystem ersetzen. Zu den Partnern gehören Rheinmetall, der französische Konzern Thales und KNDS, das Unternehmen, das aus der Fusion von Deutschlands Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Staatsunternehmen Nexter hervorgegangen ist.

Interim-Leopard 3 macht Fortschritte

Vor den Turbulenzen um den MGCS hatten die deutschen Beteiligten Rheinmetall und KNDS Deutschland bereits eine Zwischenlösung vorangetrieben. Ein neuer Kampfpanzer, von der Fachpresse inoffiziell als Leopard 3 bezeichnet, befindet sich in der Entwicklung und könnte Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden. Die vollständige MGCS-Plattform wird frühestens in den 2040er Jahren erwartet.

„Das ist eine wahnsinnig lange Zeit. Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt einen MGCS geben wird.“

Armin Papperger, Rheinmetall-CEO

Eurosatory eröffnet mit starker deutscher Beteiligung

Trotz der Reibungen in den Flaggschiff-Bilateralfirmen nehmen rund 100 deutsche Unternehmen an der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris teil. Die Veranstaltung, die von Montag bis Freitag läuft, zieht rund 2.600 Aussteller aus 68 Ländern an. Der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie BDSV sieht die große Beteiligung als Signal der Offenheit für internationale Zusammenarbeit über traditionelle Partnerschaften hinaus.

„Wir sind mit rund 100 Unternehmen auf der Messe vertreten. Das zeigt, dass wir uns international präsentieren und vernetzen wollen, und wir sind auch an einer Zusammenarbeit mit anderen internationalen Partnern interessiert.“

Atzpodien, Vertreter des Bundesverbands

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