Wahlen · Mexiko-Stadt

Mexikos Wahlleiterin Guadalupe Taddei tritt während Ermittlungen wegen Interessenkonflikts zurück

Guadalupe Taddei wird am Montag, 26. Oktober, ihren Rücktritt als Leiterin des Nationalen Wahlinstituts (INE) Mexikos einreichen, nach Berichten über Unregelmäßigkeiten bei Aufträgen an einen INE-Zulieferer. Präsidentin Claudia Sheinbaum nahm den Rücktritt an und forderte eine Prüfung.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, EL PAÍS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Mexiko-Stadt · Mexiko
Wie es dazu kam
  1. 24.10.Leitende Mitarbeiter in Schlüsselbereichen des INE werden von ihren Posten entfernt
  2. 25.10.Taddei kündigt in einer Erklärung ihren Rücktritt an
  3. 26.10.Der Rücktritt soll der Abgeordnetenkammer vorgelegt werden; Sheinbaum nimmt ihn an

Rücktritt angekündigt

Guadalupe Taddei erklärte am Sonntag, 25. Oktober, in einer Erklärung, sie werde als Präsidentin des Nationalen Wahlinstituts (INE) zurücktreten und ihren Rücktritt am Montag, 26. Oktober, der Abgeordnetenkammer vorlegen. Die Kammer bestellt die Mitglieder des INE. Bis Samstag, 24. Oktober, hatte sie einen Verzicht auf das Amt ausgeschlossen, und laut ANSA widerlegte ihre Erklärung die Vorwürfe nicht, sondern hielt lediglich fest, diese müssten über die offiziellen Wege geprüft werden. In der Erklärung heißt es, sie trete zurück, weil der verfassungsmäßige Auftrag des Instituts vor jedem vorübergehenden oder persönlichen Interesse stehen müsse.

„Der Schutz des Instituts und die Möglichkeit, seinen verfassungsmäßigen Auftrag fortzuführen, müssen stets vor jedem vorübergehenden oder persönlichen Interesse stehen.“

Guadalupe Taddei, Präsidentin des Nationalen Wahlinstituts

Zulieferer im Visier und die Vorwürfe

Berichte der Zeitung Reforma, auf die sich die Deutsche Welle beruft, besagen, ein Netzwerk von mindestens sieben Zulieferern habe bei der Vergabe von Aufträgen Wettbewerb simuliert und an der Verschleierung von Geldern mitgewirkt, wobei Firmen Rechnungen für Produkte oder Dienstleistungen ausgestellt hätten, die es nie gab. Die Einheit für Finanzanalyse (UIF) identifiziert den Zulieferer José Alfredo Hernández Casillas als Kopf eines Netzwerks von sieben Unternehmen. El País nennt Casas Graf, Corporativo Zeg und Formas Finas unter den Firmen, die von Aufträgen des INE und einiger lokaler Wahlbehörden profitierten. Der Oberste Rechnungshof des Bundes (Auditoría Superior de la Federación, ASF) erklärte am Freitagabend, 23. Oktober, er habe eine Untersuchung wegen der missbräuchlichen Verwendung öffentlicher Mittel eingeleitet, und El País berichtet, der Rechnungshof habe Hinweise auf das mutmaßliche System gefunden.

In der mexikanischen Presse veröffentlichte Videos zeigen Taddei mit dem Zulieferer sowie Feiern und Reisen, an denen der Zulieferer, Taddei und zwei ihrer drei Söhne beteiligt waren. Eines der vom Zulieferer aufgenommenen Videos zeigt einen Sohn, der einen Aufenthalt in einem teuren Hotel in Frankreich genießt. Am Samstag, 24. Oktober, erklärte Taddei, leitende Mitarbeiter in Schlüsselbereichen des Instituts seien von ihren Posten entfernt worden, damit die Untersuchung der ASF vorankommen könne.

Sheinbaums Reaktion

Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte am Montag, 26. Oktober, Taddei habe eine gute Entscheidung getroffen, bestand aber darauf, das INE zu prüfen, um Verdacht, Missbrauch oder Privilegien aufzuklären. Das Institut dürfe nicht unter einem Schatten der Korruption stehen.

„Im INE darf es keinen Schatten der Korruption geben, und die Prüfung muss durchgeführt werden.“

Claudia Sheinbaum, Präsidentin Mexikos

Sheinbaum verurteilte zudem den Spott im Netz, dem Taddei in den Tagen vor ihrer Ankündigung ausgesetzt war, bezeichnete ihn als sexistische Häme und wies Angriffe auf ihr Privatleben zurück.

„Wenn es Misswirtschaft mit Ressourcen gibt, muss das untersucht werden, aber diese Verspottung einer Frau ist nicht richtig.“

Claudia Sheinbaum, Präsidentin Mexikos

Gehalt und Hintergrund

Taddei trat ihr Amt im April 2023 an, nachdem sie in der Abgeordnetenkammer per Losverfahren ausgewählt worden war, und stellte ihre Amtszeit zunächst als Bekenntnis zu republikanischer Sparsamkeit dar. El País berichtet, sie habe bis zu ihrem letzten Tag netto 133.134 Pesos im Monat verdient, 1.000 Pesos weniger als Sheinbaum, während die meisten anderen Ratsmitglieder aufgrund von seit 2019 erwirkten einstweiligen Verfügungen 180.000 Pesos im Monat erhielten.

Monatliches Nettogehalt: Taddei gegenüber den meisten anderen Ratsmitgliedern des INEPesos
Guadalupe Taddei
133134 Pesos
Die meisten anderen Ratsmitglieder
180000 Pesos

Daten aus dem Artikeltext

El País beschreibt den Rücktritt als den ersten in der 36-jährigen Geschichte des INE. Die Krise fällt in den föderalen Wahlprozess 2026–2027, bei dem laut Deutscher Welle 17 Gouverneursämter, 500 Abgeordnetensitze und die Kontrolle über den Kongress neu vergeben werden. ABC merkt an, dass die Zwischenwahlen in weniger als einem Jahr stattfinden und das INE die Wahlen organisiert.

Wie es weitergeht

Taddeis Rücktritt soll am Montag, 26. Oktober, offiziell der Abgeordnetenkammer vorgelegt werden. Die Untersuchung der ASF läuft weiter, und Sheinbaum hat eine Prüfung des Instituts gefordert. Taddei hat erklärt, jede Beschwerde müsse transparent, objektiv und im Einklang mit dem Gesetz aufgeklärt werden.

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