
Mexiko-Stadt setzt 7.500 Polizisten für das WM-Achtelfinale gegen England ein, während Fans den Schlaf des Teams stören
Eine massive Sicherheitsoperation mit 7.500 Beamten ist für das WM-Achtelfinale zwischen Mexiko und England im Estadio Azteca eingerichtet, während mexikanische Fans lärmende Proteste vor dem Hotel der englischen Mannschaft veranstalten, um deren Schlaf zu stören.
Sicherheitsoperation
Die Behörden von Mexiko-Stadt haben eine der größten Sicherheitsoperationen des Turniers durchgeführt und 7.500 Polizeibeamte im Estadio Azteca eingesetzt, etwa einen Beamten auf zehn Fans. Weitere 3.300 Beamte werden am Zócalo-Hauptplatz stationiert, wo große Leinwände für das öffentliche Zuschauen aufgestellt wurden. Die Maßnahmen wurden verschärft, nachdem letzte Woche vier Menschen bei Menschenansammlungen nach Mexikos Sieg gegen Ecuador ums Leben kamen. Am Unabhängigkeitsdenkmal (Ángel de la Independencia) wurde eine Obergrenze von 25.000 Personen festgelegt, Überschuss wird zu anderen Leinwänden entlang der Paseo de la Reforma geleitet. Über 50 Zuschauerzonen wurden in der ganzen Stadt ausgewiesen.
- Estadio Azteca
- 7500
- Zócalo-Platz
- 3300
Lärmaktion vor dem Hotel
In den frühen Morgenstunden des Sonntags versammelten sich hunderte mexikanische Fans vor dem Hotel der englischen Mannschaft im Stadtteil Santa Fe und ignorierten bewaffnete Polizeisperren. Sie sangen, spielten Trommeln und Trompeten, benutzten Lautsprecher und zündeten Feuerwerkskörper, um den Spielern den Schlaf zu rauben. Einige Fans zündeten auch Leuchtkugeln von einer nahegelegenen Brücke aus. Diese „Ständchen“-Tradition, tief verwurzelt im lateinamerikanischen Fußball, hat sich von leidenschaftlicher Unterstützung zu einer psychologischen Waffe entwickelt. Mexiko setzte dieselbe Taktik vor ihrem Achtelfinalsieg gegen Ecuador ein, was zu einer formellen Beschwerde des ecuadorianischen Verbandes bei der FIFA führte.
Wir beginnen das Spiel um 18 Uhr Ortszeit. Wenn wir also ein paar Stunden Schlaf verlieren, holen wir das am späten Vormittag nach.
Höhenlage und Klima
Das Estadio Azteca liegt auf etwa 2.200 Metern über dem Meeresspiegel, wo die dünnere Luft die Sauerstoffverfügbarkeit verringert und bei intensiven Sprints die Ermüdung beschleunigen kann. England hat alle bisherigen Spiele in den Vereinigten Staaten auf deutlich geringeren Höhen ausgetragen. Die FIFA zog auch in Erwägung, den Anpfiff wegen der Gefahr von starkem Regen zu verschieben. Englands Stürmer Marcus Rashford sagte, das Team sei unbeeindruckt.
Für uns macht es keinen Unterschied, wie wir uns vorbereiten. Wir müssen konzentriert und auf alles vorbereitet sein. Das ist eine unserer Stärken.
Fan-Atmosphäre und Proteste
Millionen werden in Mexiko-Stadt erwartet, wobei nur etwa 8.000 englische Fans eine klare Minderheit darstellen. Einige haben sich entschieden, keine Trikots zu tragen, obwohl die Einheimischen als einladend beschrieben werden. Die Nachfrage nach Tickets ist hoch, und die Behörden befürchten, dass sich ticketinglose Fans in Stadionnähe versammeln könnten. Die Anti-Globalist Assembly hat einen Protest gegen England angekündigt und wirft dem Land vor, „das koloniale System aufrechtzuerhalten“ und „aktiv am Völkermord in Gaza teilzunehmen und daran mitschuldig zu sein“. Mindestens zwei Gruppen könnten versuchen, englische Anhänger zu belästigen.
Spielkontext
Mexiko hat alle bisherigen Spiele ohne Gegentor gewonnen, während England stark mit einem 4:2-Sieg gegen Kroatien startete, sich aber in der vorherigen Runde gegen die DR Kongo schwer tat. Der Sieger zieht ins Viertelfinale ein. Anpfiff ist am Sonntag um 18 Uhr Ortszeit (Montag um 2 Uhr in Polen).


