
Djokovic schlägt Safiullin und bricht Federers Wimbledon-Rekord – Einzug ins Viertelfinale
Novak Djokovic besiegte Roman Safiullin am Sonntag mit 7:6(6), 6:3, 3:6, 6:3 und holte damit seinen 106. Sieg im Herren-Einzel in Wimbledon. Damit übertraf er den Allzeitrekord von Roger Federer und zog zum 17. Mal ins Viertelfinale des All England Clubs ein.
Rekordsieg
Novak Djokovic schrieb am Sonntag ein weiteres Kapitel seiner Wimbledon-Geschichte. Er bezwang den russischen Qualifikanten Roman Safiullin nach 3 Stunden und 26 Minuten und sicherte sich seinen 106. Matchsieg auf dem heiligen Rasen – ein neuer Rekord. Damit überflügelt der 39-jährige Serbe Roger Federer (105 Siege) und ist nun der erfolgreichste Herren-Einzelspieler in der Turniergeschichte. Djokovic bestritt zudem sein 120. Wimbledon-Match, eines mehr als Federers bisheriger Rekord von 119.
Ein weiterer hart erkämpfter Sieg. Roman startete sehr gut. Er war sehr aggressiv. Ich habe mich von der Grundlinie aus vielleicht nicht ganz so wohlgefühlt.
Spielverlauf
Der an Nummer sieben gesetzte Djokovic zeigte unter der gleißenden Sonne des Centre Courts nicht sein flüssigstes Spiel. Safiullin, auf Rang 132 geführt, aber spielerisch nahe an seinem Karrierehoch von 36, hatte beim Stand von 5:2 im ersten Satz zwei Satzbälle, bevor Djokovic einen nervenaufreibenden Tiebreak für sich entschied. Der Serbe fand dann im zweiten Satz mit Serve-and-Volley-Spiel seinen Rhythmus, doch seine Frustration kochte über, als Safiullin früh im dritten Satz das Break gelang und den Satz ausglich. Djokovic steigerte sich im vierten Satz entscheidend, breakte sofort und brachte die Partie zu Ende.
- Safiullin führt 5:2 und hat zwei Satzbälle; Djokovic rettet beide und gewinnt den Tiebreak mit 7:6(6).
- Djokovic breakt zum 4:2 und holt sich den Satz mit Serve-and-Volley-Spiel mit 6:3.
- Safiullin breakt nach einer medizinischen Auszeit wegen seiner Hüfte zum 4:2 und holt sich den Satz mit 6:3.
- Djokovic steigert sich, breakt früh und serviert den Matchgewinn mit 6:3 aus.
Safiullin, der ohne einen einzigen Tour-Sieg im Jahr 2026 nach Wimbledon kam – eine Hüftverletzung hatte seine Saison 2025 vorzeitig beendet – nahm im dritten Satz eine medizinische Auszeit, forderte Djokovic aber bis zum letzten Spiel heraus.
Djokovics Reaktion
Auf dem Platz sprach Djokovic von der Schwierigkeit der Begegnung und seinen eigenen emotionalen Momenten. Er beschrieb seinen Ansatz als „Überleben, um zu gedeihen“ und räumte Ausbrüche während des Matches ein.
Ich habe im Laufe meiner Karriere nicht oft das Gefühl, von der Grundlinie aus gegen zu viele Spieler unterlegen zu sein, wenn ich ganz ehrlich bin. Heute war einer dieser Tage, an denen ich nicht zu lange in den Ballwechseln bleiben wollte, um ehrlich zu sein, also musste ich etwas variieren.
Überleben, um zu gedeihen – so fühle ich mich. Hoffentlich kommt der Teil des Gedeihens noch. Und die Ausbrüche auch, die Zusammenbrüche. Davon hatte ich heute auch ein paar, ich entschuldige mich.
Ausblick
Djokovic wartet nun im Viertelfinale auf den Sieger der Partie zwischen dem an Nummer drei gesetzten Felix Auger-Aliassime und dem Spanier Alejandro Davidovich Fokina. Er bleibt auf Kurs für seinen rekordverdächtigen 25. Grand-Slam-Titel, nachdem er bereits sein 66. Major-Viertelfinale erreicht hat – acht mehr als Federer.
Historischer Kontext
Mit 106 Siegen führt Djokovic die Männer-Wertung an, der absolute Wimbledon-Rekord gehört jedoch Martina Navratilova, die in ihrer Karriere 120 Einzelsiege errang. Der Serbe erreichte zum 17. Mal das Viertelfinale der Championships – eines weniger als Federers Bestmarke von 18 – während sein neuntes Viertelfinale in Folge seine bemerkenswerte Konstanz auf Rasen unterstreicht.
- Novak Djokovic
- 106
- Roger Federer
- 105
- Jimmy Connors
- 84
- Boris Becker
- 71
- Pete Sampras
- 63

