Diplomatie · Berlin, Singapur und Tokio
Merz und Steinmeier reisen getrennt nach Asien – Merz besucht Singapur, Japan und Südkorea
Kanzler Friedrich Merz bricht zu seiner längsten Auslandsreise als Kanzler auf, die in Singapur beginnt, während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier einen Staatsbesuch in China beginnt. Merz wird am späten Freitag, 30. Oktober, in Berlin zurückerwartet, Steinmeier kurz danach.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Wirtschafts Woche, Handelsblatt, tagesschau.de und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Merz bricht am Montag, 26. Oktober, auf, beginnend in Singapur, danach Japan und Südkorea; zurück in Berlin wird er am späten Freitag, 30. Oktober, erwartet. Die Reise wird als fünftägige Reise beschrieben.
Steinmeiers viertägiger Staatsbesuch umfasst eine Grundsatzrede an der Peking-Universität am Donnerstag, 29. Oktober, und Gespräche mit Xi Jinping und Ministerpräsident Li Qiang am folgenden Tag.
Merz' dritte Asienreise als Kanzler folgt auf Indien im Januar und China wenige Wochen später. Die Regierung will die wirtschaftliche Abhängigkeit von China bei Exporten und bei Importen kritischer Rohstoffe verringern.
Merz reist mit einer großen, hochrangigen Wirtschaftsdelegation. Erwartet werden Unternehmens- und Regierungsabkommen zu künstlicher Intelligenz, Infrastruktur und kritischen Rohstoffen.
- 29.10.Steinmeier hält eine Grundsatzrede an der Peking-Universität
- 30.10.Steinmeier spricht mit Xi Jinping und Ministerpräsident Li Qiang
- 30. Oktober, spät abendsMerz kehrt nach Berlin zurück
Zwei Reisen zu sehr unterschiedlichen Partnern
Kanzler Friedrich Merz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlassen Berlin am Montag, 26. Oktober, auf getrennten Routen, in getrennten Flugzeugen und mit unterschiedlichen Zielen. Steinmeier bricht am Morgen zu seinem zweiten Staatsbesuch in China auf, dem mit Abstand wichtigsten Wirtschaftspartner Deutschlands in Asien. Wenige Stunden später beginnt Merz eine fünftägige Reise, die in Singapur beginnt und über Japan nach Südkorea führt. In Regierungskreisen wird betont, die beiden Reisen hätten keinen direkten Zusammenhang, obwohl beide Häuser sich eng abgestimmt hätten. China wird als Wettbewerber und systemischer Rivale mit autoritärer Regierung beschrieben, während die drei von Merz besuchten Länder gleichgesinnte Partner seien; Japan sei über die G7 und die G20 besonders eng mit Deutschland verbunden.
Merz' Vorstoß gegen die Abhängigkeit von China
Dies ist Merz' dritte Asienreise als Kanzler. Im Januar entschied er sich, vor China das bevölkerungsreichste Land Indien zu besuchen, und reiste erst wenige Wochen später nach China – anders als seine Vorgänger Olaf Scholz und Angela Merkel. Die Reise soll Deutschlands wirtschaftliche Abhängigkeit von China verringern, sowohl bei Exporten als auch und vor allem bei Importen wichtiger Rohstoffe. Merz stellt die Reise als Investition in Partnerschaften mit den Ländern der Region und in ein gemeinsames Verständnis der internationalen Ordnung dar.
Merz sagt oft, ein deutscher Kanzler müsse sich um Außenpolitik kümmern – ein Punkt, den seine Kritiker häufig gegen ihn verwenden. Auf seinen Auslandsreisen wiederholt er diese Idee, wobei er in der Regel Deutschlands strategische Wirtschaftsinteressen erörtert.
„Außenpolitik, Außenwirtschaftspolitik und Wirtschaftspolitik gehen Hand in Hand.“
Programm in Singapur, Japan und Südkorea
In Singapur wird Merz neben politischen Gesprächen eine Grundsatzrede zur Außenpolitik halten. In Japan soll er an Wirtschaftskonferenzen teilnehmen. In Südkorea nimmt er an der alle zwei Jahre stattfindenden Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft teil, und von Seoul aus unternimmt er einen Abstecher in die entmilitarisierte Zone an der Grenze zu Nordkorea. Er reist mit einer großen, hochrangigen Wirtschaftsdelegation; erwartet werden Unternehmensvereinbarungen sowie Regierungsabkommen zu künstlicher Intelligenz, Infrastruktur und kritischen Rohstoffen. In seiner Regierungserklärung vor dem Bundestag Mitte Oktober sprach Merz unfaire Handelspraktiken an, ohne China zu nennen.
„Wer einen Handelskonflikt mit uns sucht, wird merken, dass wir uns jetzt wehren – mit angemessenen Antworten.“
Steinmeiers Staatsbesuch in China
Der viertägige Besuch in China ist der abschließende und prominenteste Stopp von Steinmeiers vielen Asienreisen. Allein in seiner zweiten Amtszeit besuchte er rund zehn asiatische Staaten, darunter Singapur, Japan und Südkorea. Wiederholt hat er Deutschland und Europa als faire und verlässliche Partner dargestellt, die bereitstehen, wenn asiatische Staaten einseitige Abhängigkeiten von China verringern wollen. In Peking steht Fairness in den Wirtschafts- und Handelsbeziehungen im Mittelpunkt. Am Donnerstag, 29. Oktober, soll er an der Peking-Universität anlässlich der Verleihung einer Ehrenprofessur eine Grundsatzrede halten, am Tag darauf spricht er mit Xi Jinping und Ministerpräsident Li Qiang. Nach Angaben des Bundespräsidialamts müssen Ungleichgewichte abgebaut werden, damit die Beziehungen beiden Seiten nützen. Steinmeier möchte zudem, dass China als Weltmacht mehr Verantwortung übernimmt, unter anderem seine guten Beziehungen zu Russland nutzt, um auf ein Ende des Kriegs in der Ukraine zu drängen.
Handelsfragen im Hintergrund der Reisen
Deutschland und Europa sorgen sich stark über unfairen Wettbewerb im Handel mit China. Staatliche Subventionen aus Peking, Überkapazitäten in der Produktion und aggressive Preisgestaltung gelten als massiver Schaden für die deutsche Industrie – ebenso wie die chinesische Währung, die künstlich niedrig gehalten wird. Merz sagte vor dem Bundestag, Deutschland werde mit angemessenen Maßnahmen reagieren, und verwies auf neue handelspolitische Schutzinstrumente, die die EU-Kommission plant. In Regierungskreisen heißt es, kurz vor den Reisen seien mehrere Entscheidungen zur deutschen Chinapolitik getroffen worden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Wirtschafts WocheReisediplomatie: Merz und Steinmeier auf getrennten Wegen nach Asien
- HandelsblattReisediplomatie: Merz und Steinmeier auf getrennten Wegen nach Asien
- tagesschau.deReisen in die Boom-Region: Merz und Steinmeier gleichzeitig in Asien
- RP OnlineKanzler und Bundespräsident: Merz und Steinmeier reisen auf getrennten Routen nach Asien
- Friedrich Merz
- Deutscher Kanzler, der seine längste Auslandsreise als Kanzler nach Singapur, Japan und Südkorea unternimmt
- Frank-Walter Steinmeier
- Deutscher Bundespräsident, der seinen zweiten Staatsbesuch in China unternimmt
- Xi Jinping
- Chinesisches Staatsoberhaupt, das Steinmeier in Peking treffen soll
- Li Qiang
- Chinesischer Ministerpräsident, der Steinmeier in Peking treffen soll
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