
Italiens Meloni zeigt sich bei Iran, Stützpunkten und Verteidigungsausgaben unnachgiebig nach kühlem NATO-Gipfel mit Trump
Premierministerin Giorgia Meloni schloss den NATO-Gipfel in Ankara mit der Bekräftigung, dass Italien sich nicht an US-Militäraktionen gegen den Iran beteiligen werde und dass Verteidigungsinvestitionen in Italien bleiben müssten, trotz einer sichtlich frostigen Begegnung mit Präsident Donald Trump.
Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni nutzte ihre Abschlusspressekonferenz beim NATO-Gipfel in Ankara am 8. Juli, um rote Linien zu ziehen, die Rom nicht überschreiten wird, trotz erneuten Drucks aus den Vereinigten Staaten. Ihre Haltung umfasste drei strittige Bereiche: die Nutzung amerikanischer Einrichtungen auf italienischem Boden für Angriffe auf den Iran, die Entwicklung der Verteidigungsausgaben und die öffentliche Kälte in ihrer einst warmen Beziehung zu Donald Trump.
Angespanntes Verhältnis zu Trump
Die Begegnung zwischen Meloni und Trump war frostig. Die beiden Führungspersönlichkeiten teilten sich einen Esstisch im Präsidentenpalast in Ankara, wechselten aber nur wenige formelle Worte. Meloni räumte ein, dass sie geglaubt hatte, ihre ideologische Nähe zu Trump (in Fragen wie Einwanderung und Opposition gegen die 'Woke'-Kultur) würde die bilateralen Beziehungen erleichtern. Sie betonte jedoch, dass sie ihre Strategie nicht überdenken werde.
Ich bereue nichts von dem, was ich getan habe. Ich habe aus Überzeugung für die Einheit des Westens eine politische Investition getätigt, eine Strategie, die vor Donald Trump begonnen wurde. Die Dinge laufen nicht so, wie ich gehofft hatte, aber ich ändere meine Meinung nicht darüber, was das italienische nationale Interesse ist.
Verteidigungsausgaben und Stützpunkte
Italien gibt derzeit 2,8 % des BIP für Verteidigung aus. Im Rahmen der von Washington vorangetriebenen Verpflichtung beim vorherigen NATO-Treffen in Den Haag einigten sich die Verbündeten darauf, bis 2035 5 % zu erreichen. Meloni sagte, Italien werde diese Zusagen einhalten, aber zu eigenen Bedingungen.
Wir wollen die Verpflichtungen klar einhalten, aber wir wollen dies auch auf nachhaltige Weise tun, das heißt, wir entscheiden über unsere eigenen Zeitpläne und Prioritäten. Verteidigungsinvestitionen müssen in Italien bleiben, nicht zu einem Blankoscheck für das Ausland werden.
Sie stellte auch klar, dass ihre Regierung ihre Position zur Nutzung von US-Stützpunkten auf italienischem Boden für Operationen gegen den Iran nicht überdenke.
Iran und die Nutzung amerikanischer Stützpunkte
Italien hat seit Beginn des Konflikts mit dem Iran eine konsequente Linie verfolgt: Es wird sich nicht an Angriffen beteiligen. Meloni bestätigte dies auf dem Gipfel und äußerte Skepsis gegenüber der Wirksamkeit des militärischen Wegs.
Bei der Nutzung der Stützpunkte hatten wir von Beginn des Konflikts im Iran eine sehr klare Linie, und diese Linie halten wir aufrecht: Wir beteiligen uns nicht und werden uns nicht an den Angriffen beteiligen. Die amerikanische Militäroption hat in diesem Fall keine so konkreten Ergebnisse erzielt.
Sie argumentierte, dass die Priorität weiterhin auf Verhandlungen liegen sollte.
Breiterer NATO-Kontext
Während der nichtöffentlichen Sitzungen verteilte Meloni ein vom italienischen Geheimdienst erstelltes Dossier und eine Karte, die Gebiete hervorhob, in denen Russland und China den Großteil der für Waffen und Mikrochips essentiellen Seltenen Erden abbauen. Sie nutzte dies, um die Verbündeten zu drängen, sich mit strategischen Abhängigkeiten zu befassen. Der Gipfel sah auch offene Diskussionen über 'Burden Shifting', die Verlagerung von Sicherheitsverantwortung von den USA nach Europa, während Washington auf höhere europäische Militärhaushalte drängt.
Der Gipfel von Ankara ließ die transatlantische Bindung intakt, aber die italienische Premierministerin bestand darauf, dass ihr Kompass 'die Verteidigung des nationalen Interesses' bleibt.


