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Diplomatie·vor 4 m

Trump scherzt mit Meloni beim G7-Gipfel nach privaten Gesprächen zur Beilegung des Iran-Kriegsstreits

Nach einem privaten ‚Klärungsgespräch‘ teilten US-Präsident Donald Trump und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni beim G7-Gipfel in Évian einen lockeren Moment. Trump scherzte, er sei ‚verlassen worden‘, während Meloni darauf bestand, dass ihre Freundschaft bestehen bleibe.

Ein Moment der Heiterkeit

Am Dienstag, nach der Vormittagssitzung, hielten Kameras einen heiteren Austausch fest. Der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, trat an Meloni heran, während sie neben Trump und dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz stand, und fragte: ‚Seid ihr wieder Freunde?‘ Meloni antwortete: ‚Wir waren schon immer Freunde.‘ Trump warf daraufhin grinsend ein: ‚Ich wurde verlassen.‘ Meloni lachte und erwiderte: ‚Nein, wurdest du nicht.‘

Wir waren schon immer Freunde.

Ich wurde verlassen.

Die diplomatische Vorarbeit

Der Scherz folgte auf ein privates Treffen am Vorabend, das italienische diplomatische Kreise als ‚Klärungsgespräch‘ beschrieben, das ‚ohne Scherze oder Spitzen‘ geführt worden sei. Meloni nutzte die Gelegenheit, um die Notwendigkeit westlicher Einheit ‚in diesem Moment großer internationaler Krise‘ zu bekräftigen – ein Grundsatz, den beide Seiten anerkannten. Die Kreise sagten, es werde während des Gipfels weitere bilaterale Gespräche geben.

Es war ein nützlicher Austausch.

Italienische diplomatische Kreise

Ursprünge des Zerwürfnisses

Meloni war einst Trumps engste europäische Verbündete und die einzige EU-Führungspersönlichkeit bei seiner Amtseinführung im vergangenen Jahr. Das Verhältnis kühlte ab, nachdem Italien die Nutzung des Luftwaffenstützpunkts Sigonella auf Sizilien für US-Operationen im Iran-Krieg verweigerte, und später, als Meloni öffentlich Papst Leo XIV. verteidigte, nachdem Trump den Pontifex als ‚schwach in der Kriminalitätsbekämpfung‘ kritisiert hatte. Im April sagte Trump dem Corriere della Sera, Meloni habe sich ‚verändert‘ und er sei ‚schockiert‘ über ihren Mangel an Mut.

Eine breitere Entspannung

Das Tauwetter fällt mit Berichten über ein bevorstehendes US-iranisches Memorandum of Understanding zusammen, das als erster Schritt zur Beendigung des Krieges um die Straße von Hormus angesehen wird, der das transatlantische Bündnis belastet hatte. Der Gipfel in Évian, bei dem die Staats- und Regierungschefs globale wirtschaftliche und politische Fragen angehen, bot eine Bühne für die Wiederherstellung der Beziehungen.

Meloni-Trump-Interaktionen
  1. Trump kritisiert Meloni im Corriere della Sera, nennt sie ‚schockiert‘ und sagt, ihr fehle der Mut
  2. Meloni und Trump führen am Rande des G7-Abendessens ein privates Klärungsgespräch
  3. Trump scherzt über das ‚Verlassenwerden‘, als Costa Meloni fragt, ob sie wieder Freunde seien
Évian-les-Bains

8 Quellen

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