
Spanien erhält über eine Million Anträge bei Massenregularisierung von Migranten ohne legalen Status – Frist abgelaufen
Die linke Regierung Spaniens hat für ihr außerordentliches Regularisierungsprogramm für Migranten ohne legalen Status mehr als eine Million Anträge erhalten – weit mehr als die geschätzte halbe Million –, nachdem das dreimonatige Antragsfenster am Dienstag schloss. Premierminister Pedro Sánchez verteidigte den Plan als gut für die Wirtschaft und die Menschenrechte und positionierte Spanien damit gegen den europäischen Trend einer Verschärfung der Migrationspolitik.
Die spanische Regierung schloss am Dienstag, den 30. Juni, ihre Regularisierungskampagne für Migranten ohne legalen Status ab, nachdem seit Mitte April über eine Million Anträge eingegangen waren. Die Zahl ist mehr als doppelt so hoch wie die ursprünglich von der Exekutive geschätzten 500.000 und unterstreicht sowohl das Ausmaß der irregulären Ansiedlung in Spanien als auch den Wunsch nach einem legalen Status.
Ansturm auf Anträge
Offizielle, von spanischen Medien zitierte Daten zeigen, dass zwei Drittel der Antragsteller aus Lateinamerika stammen, wobei Kolumbien das größte einzelne Herkunftsland ist. Knapp ein Viertel kommt aus Afrika, hauptsächlich Marokko. Der Rest stammt aus anderen Regionen. Um sich zu qualifizieren, mussten die Antragsteller einen mindestens fünfmonatigen ununterbrochenen Aufenthalt in Spanien vor dem 1. Januar 2026 und ein sauberes polizeiliches Führungszeugnis nachweisen. Die Regierung hatte mit rund einer halben Million Begünstigter gerechnet – eine Zahl, die die endgültige Bilanz bereits übertroffen hat.
- Regierungsschätzung
- 500000
- Eingegangene Anträge
- 1000000
- Lateinamerika
- 67 %
- Afrika
- 25 %
- Andere
- 8 %
Wirtschaftliche Begründung und politischer Kontext
Premierminister Pedro Sánchez hat den Regularisierungsplan zu einem Flaggschiff seiner Regierungsarbeit gemacht, auch während diese mit Korruptions- und Einflussnahmeskandalen in seinem Umfeld und der Sozialistischen Partei (PSOE) konfrontiert ist. Er argumentierte, dass Einwanderung notwendig sei, um Spaniens dynamische Wirtschaft zu erhalten, insbesondere in entvölkerten Regionen und angesichts einer alternden Gesellschaft.
Der Plan sei ein entscheidender Schritt, um Hunderttausenden von Menschen, die bereits im Land leben, Sichtbarkeit zu verschaffen.Ohne Einwanderung würde Spanien bis 2050 19 % seines BIP verlieren.
Europäischer Ausreißer
Der spanische Ansatz steht in scharfem Kontrast zum Rest der Europäischen Union, wo viele Mitgliedstaaten die Einwanderungsregeln verschärfen.
Die Regierung verteidigt, was sie eine legale, sichere und geordnete Migrationspolitik nennt, und bezeichnet die Regularisierung alsWir wollen, dass die Welt Spanien als ein Land sieht, das die Menschenrechte respektiert, schützt und garantiert.
Konservative und rechtsextreme Oppositionsparteien haben das Programm als unbesonnen kritisiert, während die inländischen Medien gespalten sind zwischen der Bezeichnung als Erfolg und als Improvisation.eine Entscheidung, die gut für unsere Wirtschaft ist.
Nächste Schritte
Nach Ablauf der Antragsfrist hat die Verwaltung nun drei Monate Zeit, um die Unterlagen zu bearbeiten und über die Erteilung von einjährigen Aufenthalts- und Arbeitserlaubnissen zu entscheiden, die nur in Spanien gültig sind. Die hohe Zahl der Anträge dürfte die Verwaltungsressourcen belasten. Erfolgreiche Antragsteller werden in den formellen Arbeitsmarkt eintreten – eine Entwicklung, die Sánchez' Regierung sowohl als humanitäre als auch als wirtschaftliche Notwendigkeit darstellt.
- Programm zur Antragstellung geöffnet
- Antragsfrist abgelaufen
- Dreimonatiges Bearbeitungsfenster endet


