Konflikte · Huta Pieniacka
IPN entdeckt erstes Massengrab aus dem Massaker von Huta Pieniacka 1944 in der Ukraine
Am vierten Tag der Ausgrabungen nahe der ehemaligen Kirche in Huta Pieniacka, Ukraine, entdeckten Spezialisten des polnischen Instituts für Nationales Gedenken die ersten menschlichen Überreste – teilweise verbrannt –, die als Massengrab polnischer Zivilisten gelten, die im Februar 1944 ermordet wurden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Nowa Trybuna Opolska, FAKT24.pl, TVN24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Am vierten Tag der Suche entdeckte das IPN-Team menschliche Überreste nahe der Kirchenfundamente, einige mit Brandspuren, was auf ein Massengrab hindeutet.
Am 28. Februar 1944 ermordeten ukrainische SS-Galizien-Soldaten und UPA-Einheiten die polnische Zivilbevölkerung von Huta Pieniacka.
Die Ukraine erteilte am 18. Februar 2026 die Zustimmung zur Suche, nach einem Treffen der beiden Staatspräsidenten im Dezember 2025.
Die Arbeiten werden in Partnerschaft mit dem ukrainischen Unternehmen 'Wołyńskie Starożytności' durchgeführt und von polnischen und ukrainischen Institutionen unterstützt.
- 9.06.Sucharbeiten beginnen; etwa 70 m² untersucht.
- 11.06.Umriss der Kirchenfundamente freigelegt.
- 12.06.Erste menschliche Überreste gefunden; teilweise verbranntes Massengrab bestätigt.
Laufende Suche
Spezialisten des Büros für Suche und Identifikation des IPN begannen am 9. Juni 2026 mit den Feldarbeiten an der Stelle des ehemaligen polnischen Dorfes Huta Pieniacka in der Westukraine. Das Suchgebiet befindet sich in der Nähe des bestehenden Mahnmals und des früheren Standorts der Dorfkirche. Am ersten Tag wurden etwa 70 Quadratmeter untersucht. Bis zum dritten Tag, dem 11. Juni, hatten die Forscher den Umriss der Kirchenfundamente freigelegt.
Entdeckung
Am 12. Juni, dem vierten Arbeitstag, wurde in der Nähe der freigelegten Kirchenfundamente eine Grube mit menschlichen Überresten gefunden. Das IPN gab eine Erklärung ab, in der es dies als erstes Grab am Ort bezeichnete.
„Am vierten Tag der Feldarbeiten in Huta Pieniacka, nahe den am Vortag freigelegten Kirchenfundamenten, entdeckten wir die ersten Überreste der Ermordeten. Wir gehen davon aus, dass es sich um ein Massengrab handelt. Das frühe Stadium erlaubt noch keine Bestimmung der Gesamtfläche der Grube. Es wurden menschliche Überreste, teilweise verbrannt, freigelegt.“
Pater Tomasz Trzaska vom Suchbüro des IPN sagte der Polnischen Presseagentur, dass nur ein kleiner Teil der Grube freigelegt sei. „Bislang haben wir Überreste mehrerer Personen freigelegt, aber es sind nur wenige Dutzend Zentimeter des Randes der Grabgrube, etwa 30–40 cm, vielleicht ein halber Quadratmeter", sagte er. Einige Knochen wiesen Brandspuren auf, was die Annahme eines Massengrabs untermauert.
Das Massaker von 1944
Huta Pieniacka, damals in der polnischen Woiwodschaft Tarnopol, war am 28. Februar 1944 Schauplatz eines Massenmords. Mindestens 850 polnische Zivilisten, darunter Frauen, Kinder und Alte, wurden von ukrainischen Soldaten des 4. Galizischen SS-Freiwilligen-Polizeiregiments, das aus der 14. Waffen-SS-Division „Galizien" unter deutschem Kommando hervorging, unterstützt von Einheiten der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) und einer von Włodzimierz Czerniawski geführten paramilitärischen Formation, ermordet. Überlebende begruben die Toten später in einem Massengrab. Eine von ihnen, Filomena Franczukowska, erinnerte sich in einem erhaltenen Bericht:
„Sie führten uns zur Kirche, die etwa fünfzig Meter von unserem Haus entfernt war. Die Kirchentüren waren geschlossen, als sie uns dorthin brachten. Ein zehnjähriges Mädchen, Stefa Biniewicz, von gegenüber wurde in die Beine geschossen.“
Genehmigung und Zusammenarbeit
Die Ukraine erteilte am 18. Februar 2026 die Genehmigung für die Suche und beendete damit fast sieben Jahre IPN-Bemühungen. Die Entscheidung folgte dem Treffen der polnischen und ukrainischen Präsidenten im Dezember 2025. Bereits am 30. Dezember 2025 hatte das Institut die Zustimmung für Arbeiten in Ostrówki und Wola Ostrowiecka in der Oblast Wolhynien erhalten. Die Feldarbeiten in Huta Pieniacka, die vom 9. bis 18. Juni geplant sind, werden mit dem ukrainischen Unternehmen „Wołyńskie Starożytności" durchgeführt und umfassen das polnische Kulturministerium und den Verein Huta Pieniacka.
Nach der Lokalisierung und Dokumentation der Massengräber beabsichtigt das IPN, bei den ukrainischen Behörden die Exhumierung und ordnungsgemäße Bestattung der Opfer zu beantragen.
- IPN erhält Genehmigung für Suchen in Ostrówki und Wola Ostrowiecka.
- Ukraine erteilt nach fast siebenjährigem Warten Zustimmung zur Exhumierung in Huta Pieniacka.
- Feldarbeiten beginnen in Huta Pieniacka.
- Entdeckung des ersten Massengrabs bekannt gegeben.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Tomasz Trzaska
- Spezialist des Büros für Suche und Identifikation des IPN, der die Feldarbeiten in Huta Pieniacka leitet
- Włodzimierz Czerniawski
- Kommandeur einer ukrainischen nationalistischen Paramilitäreinheit, die am Massaker von 1944 teilnahm
- Filomena Franczukowska
- Überlebende des Massakers von Huta Pieniacka 1944, die einen Augenzeugenbericht lieferte
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