
Jorge Martin holt mit 0,015 Sekunden Vorsprung auf Marc Marquez die Pole in Spielberg
Aprilia-Pilot Jorge Martin sicherte sich die Pole-Position für den Großen Preis von Österreich in Spielberg und schlug Titelrivale Marc Marquez um 0,015 Sekunden – damit steht eine rein spanische erste Startreihe.
Martin holt Pole in Spielberg
Jorge Martin sicherte sich am Samstag die Pole-Position für den Großen Preis von Österreich. Mit einer Zeit von 1:27,917 Minuten im zweiten Qualifying auf dem Red Bull Ring setzte er sich in den Schlussminuten durch. Der 28-jährige Aprilia-Pilot, der 2024 den MotoGP-Titel gewann, verwies Titelrivale Marc Marquez um 0,015 Sekunden auf Platz zwei und holte sich seine dritte Pole der Saison. Martin startet am Sonntag im Hauptrennen von der ersten Startreihe neben Marquez und Pedro Acosta. Der Spanier entschied sich bewusst dagegen, anderen Fahrern in seiner letzten schnellen Runde zu folgen, um das Risiko von Gelben Flaggen zu vermeiden.
Ich lag hinter Marc. Obwohl ich schnell war, konnte ich nicht so fahren, wie ich wollte, und nicht so stark bremsen. Also entschied ich mich, alleine zu fahren und das Risiko von Gelben Flaggen zu vermeiden. Ich habe wie verrückt gepusht. Alles war unter Kontrolle, aber definitiv am Limit, also bin ich wirklich glücklich.
Gleichstand in der Meisterschaft
Dem Qualifying ging ein Führungswechsel in der Fahrerwertung nach dem Großen Preis von San Marino am vergangenen Wochenende voraus. Marquez gewann das chaotische Rennen und zog mit Martin bei 274 Punkten gleich. Der Ducati-Pilot übernahm dank seiner höheren Anzahl an Grand-Prix-Siegen in der Saison 2026 die Tabellenführung. Martin verlor die Meisterschaftsführung in San Marino nach einem Kompartmentsyndrom am Unterarm, allgemein als Arm-Pump bekannt. Beim Qualifying am Samstag in Spielberg war Martin immer wieder zu sehen, wie er sich den Arm schüttelte, um die Muskelspannung zu lösen – die Session schloss er jedoch ohne Geschwindigkeitsverlust ab.
- Marc Marquez
- 274 Punkte
- Jorge Martin
- 274 Punkte
Reaktionen aus der ersten Reihe und Reifenstrategie
Marquez stellte seine Werks-Ducati mit einer Rundenzeit von 1:27,932 Minuten auf Platz zwei, 15 Tausendstelsekunden hinter Martin. Pedro Acosta qualifizierte sich auf seiner KTM als Dritter und komplettierte damit eine rein spanische erste Reihe auf der Heimatstrecke des österreichischen Herstellers in Spielberg. Marquez betonte, dass sein Team die Handling-Probleme gelöst habe, die seine schnellen Runden am Freitag noch ausgebremst hatten.
Gestern hatten wir im Zeitattack große Probleme, also haben wir uns heute verbessert. Ich wusste, dass es schwierig werden würde, in die erste Reihe zu fahren, aber jetzt sind wir hier, also bin ich glücklich.
Marquez erklärte außerdem, dass der Reifenverschleiß auf dem Red Bull Ring einen großen Unterschied zwischen neuen und gebrauchten Reifen ausmache. Das Samstags-Sprintrennen stelle andere Anforderungen als der Grand Prix über die volle Distanz am Sonntag.
Startaufstellung hinter den Spitzenreitern
Aprilia-Pilot Marco Bezzecchi, derzeit Dritter der Weltmeisterschaft, qualifizierte sich als Vierter. Trackhouse-Aprilia-Pilot Ai Ogura belegte Platz fünf, gefolgt von Gresini-Ducati-Pilot Alex Marquez auf Platz sechs. Francesco Bagnaia wurde auf seiner Werks-Ducati Siebter und teilte sich die dritte Reihe mit Fabio Di Giannantonio (Achter) und Yamaha-Pilot Fabio Quartararo (Neunter).
- Marc Marquez gewinnt den Großen Preis von San Marino und zieht mit Jorge Martin bei 274 Punkten gleich.
- Johann Zarco stürzt im Training, während Marquez bei den Zeitattack-Runden Probleme hat.
- Jorge Martin fährt mit 1:27,917 Minuten die Pole-Position in Spielberg und verweist Marquez um 0,015 Sekunden auf Platz zwei.
- Das Hauptrennen des Grand Prix von Österreich findet auf dem Red Bull Ring statt.
Johann Zarco, der am Freitag im Training gestürzt war, schaffte über das Q1 den Sprung auf Platz zehn für Honda. Brad Binder qualifizierte sich als Elfter für KTM, vor Gresini-Ducati-Pilot Fermin Aldeguer auf Platz zwölf und Trackhouse-Aprilia-Pilot Raul Fernandez auf Platz 13. Die Startaufstellung komplettieren Pol Espargaro (14.), Luca Marini (15.), Diogo Moreira (16.), Enea Bastianini (17.), Takaaki Nakagami (18.), Franco Morbidelli (19.), Alex Rins (20.), Jack Miller (21.) und Toprak Razgatlioglu (22.).


