Sicherheit · Athen, Brighton und London

46-jährige Frau aus Großbritannien nach Griechenland ausgeliefert wegen Brandanschlags auf Marfin-Bank 2010 mit drei Toten

Eine 46-jährige Frau, die der Beteiligung an dem Brandanschlag auf die Marfin-Bank im Jahr 2010 beschuldigt wird, bei dem drei Angestellte ums Leben kamen, wird am 6. August 2026 aus dem Vereinigten Königreich nach Griechenland ausgeliefert, nachdem sie der Überstellung vor dem Westminster Magistrates‘ Court zugestimmt hat.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NewsIT, H Kαθημερινή, ΣΚΑΪ und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Athen, Brighton, London · Griechenland, Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. 13.07.Verdächtige erscheint vor dem Westminster Magistrates‘ Court und willigt in Auslieferung nach Griechenland ein.
  2. 6.08.Team der griechischen Direktion zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität reist nach Großbritannien, um die Verdächtige auf einem Linienflug nach Athen zu eskortieren.
  3. 7.08.Verdächtige soll in Athen der Staatsanwaltschaft und dem Ermittlungsrichter zur Vollstreckung des Haftbefehls vorgeführt werden.

Die Auslieferung

Eine 46-jährige Frau, die der Beteiligung an dem tödlichen Brandanschlag auf die Marfin-Bank-Filiale im Zentrum Athens beschuldigt wird, wird am 6. August 2026 aus dem Vereinigten Königreich nach Griechenland überstellt. Ein Team der griechischen Direktion zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität, in griechischen Medien als „griechisches FBI“ bezeichnet, reiste nach Großbritannien, um sie zu eskortieren. Ihre Ankunft in Athen wird am Abend des Donnerstags, 6. August, auf einem kommerziellen Linienflug erwartet. Sie war in den frühen Morgenstunden des 13. Juli am Flughafen Gatwick, wo sie arbeitete, nach Aktivierung einer Interpol-Rotnotiz festgenommen worden.

Die Verdächtige lebte in den letzten 6 bis 8 Jahren – je nach Quelle – mit ihrer Familie in Brighton. Sie erschien vor dem Westminster Magistrates‘ Court und willigte in das griechische Auslieferungsersuchen ein, wobei sie auf ihr Recht auf Berufung nach britischem Recht verzichtete. Sie unterzeichnete eine schriftliche Erklärung, dass sie ihre Haltung nicht ändern werde. Sie hatte die griechischen Behörden zuvor über ihren Anwalt informiert, dass sie beabsichtige, freiwillig nach Griechenland zurückzukehren, um sich zu verteidigen, aber der internationale Haftbefehl war bereits ausgestellt worden, sodass die britischen Behörden die Festnahme durchführten.

Der Anschlag von 2010

Der Brandanschlag auf die Marfin-Bank-Filiale in der Stadiou-Straße 23 ereignete sich am 5. Mai 2010 während Protesten gegen die Austeritätspolitik in Athen. Das Feuer tötete drei Bankangestellte: Angeliki Papathanassopoulou, die schwanger war, Epameinondas Tsakalis und Paraskevi Zoulia. Das ungeborene Kind von Papathanassopoulou starb ebenfalls. Der Fall bleibt einer der schwersten Akte politischer Gewalt in der modernen griechischen Geschichte.

Die Ermittlungen und die Verdächtigen

Die 46-Jährige wurde als Verdächtige „Nummer 7“ unter 12 von den Ermittlern untersuchten Personen identifiziert. Sie wurde als die Frau mit dem „blonden Zopf“ beschrieben. Bankangestellte sagten aus, dass eine Frau mit einem Zopf zu den zwei Frauen gehörte, die mit drei Männern anwesend waren, die die Fenster einschlugen und das Feuer legten, und dass sie den männlichen Angreifern „Verbrennt sie“ zurief. Ihre Identifizierung war die schwierigste der drei Festnahmen, da sie sich hauptsächlich auf Körpertyp und Haarbild vom Tag des Anschlags stützte, abgeglichen mit Bildern aus sozialen Medien.

Zwei weitere Verdächtige, beide 42-jährige Männer mit den Spitznamen „Großer“ und „Flieger“, entsprechend den Verdächtigen Nummer 8 und 10, wurden am 10. Juli 2026 festgenommen. Nach ihrer Aussage vor den Ermittlungsbehörden wurden sie in Untersuchungshaft genommen und in die Gefängnisse Malandrino und Nafplio überstellt. Die Verdächtigen Nummer 9 und 12, von denen angenommen wird, dass sie Molotowcocktails und brennbare Flüssigkeit in die Bank geworfen haben, bleiben unidentifiziert.

Nächste Schritte im Gerichtsverfahren

Nach ihrer Ankunft in Athen wird die 46-Jährige in die Haftzellen der Generalpolizeidirektion Attika (GADA) gebracht. Am Morgen des Freitags, 7. August, wird sie der zuständigen Staatsanwaltschaft zur formellen Vollstreckung des Haftbefehls vorgeführt. Anschließend wird sie an den für den Fall zuständigen Ermittlungsrichter verwiesen. Ihre Verteidigung wird voraussichtlich eine Frist beantragen, um die vollständigen Fallakten einzusehen, die von den Ermittlern gesammelten Beweise zu studieren und ihre Aussage vorzubereiten. Sie bestreitet bis heute die Beteiligung an dem Brandanschlag.

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