Alessia Marcuzzi bricht das Menopause-Tabu und sagt, sie habe sich geschämt und weniger begehrenswert gefühlt
In einem auf Instagram veröffentlichten Video beschreibt Moderatorin Alessia Marcuzzi, wie sie mit 47 in die Perimenopause kam und welche Scham sie schweigen ließ. Sie rief Frauen dazu auf, sich nicht als weniger zu fühlen, und nannte diese Phase ein Wiederaufblühen.
Erster öffentlicher Bericht über die Perimenopause
Alessia Marcuzzi hat erstmals öffentlich über die Wechseljahre gesprochen, in einem persönlichen Video, das sie auf Instagram veröffentlichte und über das italienische Medien ab dem 14. Oktober 2026 berichteten. Die Fernsehmoderatorin, die nach dem Großteil der Berichterstattung 53 Jahre alt ist, sagt, sie sei mit 47 in die Perimenopause gekommen, jene Phase vor den Wechseljahren, die sie den schlimmsten Teil des Prozesses nennt. Il Messaggero gibt 46 als Alter an, in dem ihre Perimenopause begann, sodass die Medien sich bei diesem Detail nicht einig sind. Sie räumt ein, sich vorher nicht ausreichend informiert und auf die Veränderungen ihres Körpers unvorbereitet gefühlt zu haben.
Der Körper verändert sich, die Hormone spielen ein wenig verrückt, und man weiß nicht, was passiert, weil man nicht vorbereitet ist.
Scham am Arbeitsplatz
Vor allem die Scham betont sie und sagt, sie wisse, dass viele Frauen dieselbe Zurückhaltung verspürten, zuzugeben, dass sie in den Wechseljahren seien. Am Arbeitsplatz, wo sie vor der Kamera stand, hänselten sie Kollegen und fragten, ob sie in den Wechseljahren sei, sobald sie etwas vergaß, wie sie laut Fanpage und Tgcom24 schildert. Sie beschreibt, sich weniger als Frau, weniger sexy auf dem Bildschirm und weniger begehrt gefühlt zu haben, und sagt, sie habe diese Phase lange weitgehend für sich behalten. Ihre Schilderung jener Jahre verortet die Belastung ebenso im Berufsleben wie im Privaten.
Ich lief mit Binden in meiner Tasche herum.
Vor den Partnern versteckt
Sie weitet den Punkt auf andere Frauen aus und sagt, viele verheimlichten die Wechseljahre vor ihren Ehemännern und täten so, als hätten sie noch ihre monatliche Regel, um es ihnen nicht sagen zu müssen. Dieses Vortäuschen entspringe dem Wunsch, sich weiterhin als Frau zu fühlen. Der Gedanke mache sie heute wütend, und sie stellt das Verheimlichen als eines der größten Hindernisse dar, offen über die Veränderung zu sprechen.
Ein Ex-Mann und ein neues Wort
Ihr früherer Ehemann stand ihr in dieser schwierigen Zeit bei, sagt sie, und den Moment, in dem die Wechseljahre bestätigt wurden, beschreibt sie als eine Art Befreiung. Tgcom24 berichtet, sie habe Paolo Calabresi Marconi im Dezember 2014 in der Nähe von London geheiratet und das Paar habe im September 2022 nach fast acht Jahren Ehe seine Trennung bekannt gegeben. Sie bevorzugt den japanischen Begriff konenki, den Adnkronos als eine Art zweiten Frühling einordnet, sowie den englischen Ausdruck In Bloom.
Nennen wir es nicht einen Verlust, sondern ein Wiederaufblühen. Ich wünschte, keine von uns müsste sich jemals als weniger fühlen.
In dem Video beschreibt sie Frauen in dieser Phase als bewusster, direkter, selbstbewusster und neugieriger auf Neues. Rai News berichtet, die Botschaft sei vor dem Weltmenopausentag geteilt worden.