
Verdächtiger eines Fatbike-Diebstahls stirbt nach Festnahme in Rotterdam in Polizeigewahrsam
Ein erwachsener Mann starb am Samstagabend in Rotterdam-Zuid, nachdem die Polizei ihn im Rahmen einer Ermittlung zu einem gestohlenen Fatbike zu Boden gebracht und festgenommen hatte. Die Rijksrecherche hat eine Untersuchung eingeleitet.
Festnahme und tödlicher Vorfall
Ein erwachsener Mann starb am Samstagabend kurz nach seiner Festnahme durch die Polizei auf dem Vaarnerkamp in Rotterdam-Zuid. Die Beamten hielten den Mann aufgrund einer Meldung über ein gestohlenes Fatbike an. Laut Polizei leiteten die Beamten die Kontrolle ein, weil der Mann ein Fatbike fuhr, das der Beschreibung entsprach, und nahmen ihn fest, als er keinen Ausweis vorzeigen konnte. Augenzeugen gaben an, dass der Mann gegen 20:45 Uhr nach einer Verfolgung von seinem Fahrrad fiel.
Von regionalen Sender Rijnmond ausgewertetes Videomaterial zeigt, wie zwei Beamte den Mann zu Boden drücken, gefolgt von eintreffenden Verstärkungskräften, während der Verdächtige heftigen Widerstand leistete. Ein Polizeisprecher erklärte, dass der Mann während der Festnahme unwohl wurde, ein Ereignis, das auf dem Videomaterial nicht zu sehen ist. Die Beamten versuchten noch am Ort Wiederbelebungsmaßnahmen, doch der Mann starb. Die Polizei sperrte den Bereich mit blauen Sichtschutzwänden ab.
Ermittlungen und Reaktion der Gemeinschaft
Der Vorfall zog eine große Menschenmenge in der Nachbarschaft an, wo die Anwohner wütend auf die Festnahme und den anschließenden Tod reagierten. Die nationale Kriminalpolizei, die Rijksrecherche, hat eine unabhängige Untersuchung des Todesfalls eingeleitet, was bei einem Todesfall in Polizeigewahrsam Standardverfahren ist.
Ja, es gibt natürlich viel Wut. Alle sind auf der Straße und diese Emotionen sind verständlich. Genau deshalb ist es wichtig, dass wir eine gründliche Untersuchung durchführen. Die Durchführung dieser Untersuchung erfolgt durch die Rijksrecherche.
Die Polizei erklärte, dass die Identität des verstorbenen erwachsenen Mannes am Samstagabend noch nicht festgestellt worden sei. Die Behörden appellierten zudem an Bürger, die Videoaufnahmen der Konfrontation gemacht haben, diese direkt den Ermittlern zu übergeben, anstatt sie in sozialen Medien zu verbreiten.
