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© ANSA.it
Sicherheit·18. Aug.

Polizei in Colleferro nimmt 69-Jährigen nach tödlicher Messerattacke auf seine Frau im Familienhaus fest

Ein 69-jähriger Mann gestand, am Dienstagnachmittag seine 50-jährige Frau in ihrem Haus in Colleferro tödlich erstochen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Velletri leitete ein Mordermittlungsverfahren ein.

Tödliche Messerattacke an der Via Cristoforo Colombo

Eine 50-jährige Polin namens Joanna wurde am Dienstag, dem 18. August 2026, in ihrer Wohnung an der Via Cristoforo Colombo in Colleferro im Großraum Rom getötet. Das Opfer lebte seit vielen Jahren in Colleferro, wo es enge soziale Kontakte aufgebaut und eine große Familie gegründet hatte. Sie war seit etwa 20 Jahren mit einem 69-jährigen Tunesier verheiratet, der ebenfalls seit rund zwei Jahrzehnten in Italien lebte. Auf sozialen Plattformen verwendete das Opfer den Nachnamen ihres Mannes, Rouissi; die Behörden haben ihren Mädchennamen bisher nicht veröffentlicht. Die Ermittler berichteten, der Ehemann habe mit drei bis vier Messerstichen auf sie eingestochen, wobei die Verletzungen vor allem im Halsbereich lagen. Der tödliche Angriff ereignete sich direkt vor den Augen des jüngsten Kindes des Paares, eines neunjährigen Jungen.

Notruf und Festnahme

Die Alarmierung erfolgte gegen 15:30 Uhr, als die 20-jährige älteste Tochter des Paares in die Wohnung zurückkehrte und ihre Mutter schwer verletzt vorfand. Die Tochter rief sofort den Notruf 112 und 118, um medizinische Hilfe und Polizei zu verständigen. Die Rettungssanitäter trafen rasch in der Wohnung an der Via Cristoforo Colombo ein, Wiederbelebungsversuche blieben jedoch erfolglos; die Frau erlag noch am Tatort ihren Verletzungen. Beamte der Polizeidienststelle Colleferro sicherten das Gebäude und richteten einen Absperrbereich um den Wohnblock ein. Kurz nach dem Notruf traf die Polizei den 69-jährigen Ehemann in Tatortnähe auf der Straße an. Die Beamten nahmen den Verdächtigen widerstandslos fest und brachten ihn direkt auf die Polizeiwache von Colleferro.

Zeitleiste der Messerattacke in Colleferro und des Polizeieinsatzes
  1. 18. Aug., 15:30Älteste Tochter findet die verletzte Mutter und alarmiert den Notdienst in der Wohnung an der Via Cristoforo Colombo
  2. 2026-08-18, nachmittagsRettungssanitäter versuchen eine Wiederbelebung, doch das Opfer erliegt noch am Tatort den zahlreichen Messerstichen
  3. 2026-08-18, später NachmittagDie Polizei nimmt den 69-jährigen Ehemann in Tatortnähe fest und bringt ihn auf die örtliche Wache
  4. 2026-08-18, abendsDer Verdächtige gesteht die Tötung während des Verhörs durch die Polizei in Colleferro

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Geständnis und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen

Während des Verhörs auf der Polizeiwache gestand der 69-jährige Verdächtige die Tat. Die Ermittler stellten fest, dass die Ehe in den vergangenen Jahren immer wieder von Spannungen und Konflikten begleitet war, die in ungelösten Gewaltvorfällen gipfelten. Die Staatsanwaltschaft Velletri unter der Leitung von Chefankläger Carlo Villani leitete ein förmliches Ermittlungsverfahren wegen Femizids ein. Ein Bereitschaftsstaatsanwalt begab sich gemeinsam mit Kriminaltechnikern der Spurensicherung zum Tatort, um das Verbrechen zu rekonstruieren. Die Techniker sicherten Beweise in der Wohnung, um den genauen Tathergang zu ermitteln und das Tatmesser zu finden. Die Polizei behielt den Verdächtigen in formellem Gewahrsam, während die Justizbehörden das Geständnis bearbeiteten und die verfahrensrechtlichen Unterlagen vorbereiteten.

Reaktion der Gemeinde und Unterstützung für die Familie

Die Tat löste in Colleferro große Trauer aus; Anwohner, Kollegen und Bekannte äußerten ihre Bestürzung und Wut. Der Bürgermeister von Colleferro, Giulio Calamita, äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur LaPresse zu den Hintergründen und wies auf frühere Warnzeichen im Haushalt hin.

Nach dem, was wir verstehen können, war die Dame in der Gegend und bei mehreren Familien in Colleferro recht bekannt. Demnach gab es in gewisser Weise Anzeichen für diese Situation, die jedoch offenbar übersehen oder nicht als so gefährlich eingestuft wurden.

— Giulio Calamita

Calamita betonte, es handle sich um den ersten Femizid in der neueren Geschichte von Colleferro, an den man sich erinnere. Der Bürgermeister erklärte, der Verdächtige habe psychische Probleme, und versprach, dass die Stadtverwaltung die fünf Kinder des Paares, darunter drei Jugendliche und den neunjährigen Jungen, umfassend unterstützen werde. Die örtlichen Sozialdienste begannen, die noch lebenden Kinder psychologisch zu betreuen und in ihrer Versorgung zu unterstützen, während die Gemeinschaft auf die Tragödie reagierte.

Colleferro · Velletri
Carlo Villani
ColleferroVelletriCarlo Villani

8 Quellen

  • Donna uccisa a coltellate a Collefero, il marito in stato di fermo - Ultima ora
    ANSA.it·18. Aug.
  • ++ Donna uccisa a coltellate vicino Roma, fermato un uomo ++ - Notizie
    ANSA.it·18. Aug.
  • Joanna uccisa a Colleferro davanti al figlio di 9 anni, il sindaco: "C'erano segnali, ma sono sfuggiti
    Fanpage·18. Aug.
  • Colleferro, donna uccisa a coltellate dal marito: l'arrivo della scientifica
    Tgcom24·18. Aug.
  • Colleferro, uccide donna a coltellate: subito fermato il marito che confessa
    Rai news·18. Aug.
  • Femminicidio a Colleferro, arrestato un uomo
    AGI·18. Aug.
  • Donna uccisa a coltellate in casa a Colleferro: fermato il marito
    Fanpage·18. Aug.
  • Donna uccisa a coltellate in casa a Colleferro, fermato un uomo. L'allarme lanciato dalla figlia
    Il Fatto Quotidiano·18. Aug.

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