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Luigi Mangione will bei Mordprozess gegen UnitedHealthcare-CEO auf psychiatrische Verteidigung setzen; Richter will Krankenakten freigeben

Luigi Mangione, angeklagt, den UnitedHealthcare-CEO Brian Thompson tödlich erschossen zu haben, wird vor Gericht geltend machen, dass er während der Tat unter einer extremen emotionalen Störung litt, wie ein Richter am Mittwoch mitteilte.

Psychiatrische Verteidigung angekündigt

Luigi Mangione wird bei seinem Mordprozess im Bundesstaat New York eine psychiatrische Verteidigung vorbringen, wie Richter Gregory Carro am Mittwoch vor Gericht bekannt gab. Mangiones Anwälte planen zu argumentieren, dass er sich am 4. Dezember 2024 in einem Zustand „extremer emotionaler Störung“ befand, als er UnitedHealthcare-Chef Brian Thompson tötete. Falls die Jury dieses Argument akzeptiert, wäre die höchstmögliche Verurteilung Totschlag statt Mord, was dazu führen könnte, dass Mangione in eine psychiatrische Einrichtung statt ins Gefängnis kommt.

Mangiones Anwälte haben ihn darüber informiert, dass sie versuchen werden zu zeigen, dass er zum Zeitpunkt der Tat an einer extremen emotionalen Störung litt.

Der Richter verkündete zudem, dass die Aufzeichnungen einer geheimen Anhörung vom 3. Juni zur psychiatrischen Verteidigung veröffentlicht werden. Mangione erschien in einem blauen Anzug und einem hellen Hemd vor Gericht. Sein Verfahren vor dem Bundesstaat ist für den 8. September angesetzt; ein separates Bundesverfahren wegen Stalking-Vorwürfen beginnt am 13. Oktober.

Der Tod im Dezember 2024

Der 50-jährige Brian Thompson wurde von hinten erschossen, als er zu einem Hotel in Manhattan ging, in dem die jährliche Investorenkonferenz von UnitedHealth Group stattfand. Überwachungsaufnahmen zeigten einen maskierten Schützen, der eine mit einem Schalldämpfer versehene Pistole abfeuerte. Die Polizei fand Munition mit den Worten „delay“ (verzögern), „deny“ (verweigern) und „depose“ (ablegen) – ein von Kritikern verwendeter Begriff, der beschreibt, wie Versicherer die Zahlung von Ansprüchen vermeiden.

Mangione, ein Ivy-League-Absolvent aus einer Familie aus Maryland, wurde fünf Tage später in einem McDonald's in Altoona, Pennsylvania, etwa 370 Kilometer westlich von Manhattan, festgenommen. Er hat auf alle Anklagen des Bundesstaates und des Bundes nicht schuldig plädiert und könnte im Falle einer Verurteilung zu lebenslanger Haft verurteilt werden.

Vorverfahren und Beweise

Bei einer Anhörung am 18. Mai entschied Richter Carro, dass eine 3D-gedruckte Pistole und ein bei Mangione gefundenes Notizbuch als Beweismittel verwendet werden dürfen. Die Staatsanwaltschaft sagt, die Waffe passe zu der bei der Tat verwendeten. Das Notizbuch enthalte angeblich den Wunsch, einen Krankenversicherungsmanager zu „erledigen“, und einen Aufruf zur Rebellion gegen das, was es als „ein vom Profit angetriebenes Krankenversicherungskartell“ bezeichnet.

Eine nichtöffentliche Verhandlung am 3. Juni, die trotz Einwänden der Medien stattfand, drehte sich um die psychiatrische Verteidigung. Mangione fehlte am Dienstag bei seinem geplanten Gerichtstermin, weil die Staatsanwaltschaft es versäumt hatte, das Gefängnis über die Anhörung zu informieren. Staatsanwalt Joel Seidemann räumte den Fehler ein: „Es liegt an uns.“

Zeitleiste der wichtigsten Ereignisse

Wichtige Daten im Fall Mangione
  1. Brian Thompson in Midtown Manhattan erschossen.
  2. Mangione in einem McDonald's in Altoona, Pennsylvania, festgenommen.
  3. Richter lässt 3D-gedruckte Pistole und Notizbuch als Beweismittel zu.
  4. Nichtöffentliche Anhörung zur psychiatrischen Verteidigung.
  5. Geplanter Gerichtstermin wegen Bearbeitungsfehlers der Staatsanwaltschaft versäumt.
  6. Richter kündigt psychiatrische Verteidigung und Freigabe der Krankenakten an.
  7. Mordprozess vor dem Bundesstaat soll beginnen.
  8. Bundesverfahren wegen Stalking soll beginnen.

Die Abfolge reicht von der Schießerei bis zu den bevorstehenden Prozessen, wobei die psychiatrische Verteidigung nun offiziell aktenkundig ist.

New York · Altoona

6 Quellen

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