Kunst & Bücher · Tokio

Manga-Pionier Tetsuya Chiba, Schöpfer von Ashita no Joe, stirbt mit 87 in Tokio

Tetsuya Chiba, Mitautor des Box-Mangas Ashita no Joe, ist nach Angaben von Jiji Press am Donnerstag, 22. Oktober, in einem Tokioter Krankenhaus an einem myelodysplastischen Syndrom gestorben. Seine Verlage gaben den Tod am Dienstag, 27. Oktober bekannt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von AGI, Adnkronos, La Libre.be und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Tokio · Japan
Wie es dazu kam
  1. 2012Erhält den Orden der Aufgehenden Sonne, Goldstrahlen mit Rosette
  2. 2024Erhält den Kulturorden
  3. 22.10.Stirbt mit 87 in einem Tokioter Krankenhaus

Frühe Jahre und erste Schritte im Manga

Tetsuya Chiba wurde 1939 in Tokio geboren. Seine Familie nahm ihn als Säugling mit auf die Koreanische Halbinsel und, als er zwei Jahre alt war, in das japanisch kontrollierte Mandschukuo auf dem Gebiet des heutigen Nordostchina. Dort erlebte er das Ende des Zweiten Weltkriegs mit Gewalt und Plünderungen und kehrte 1946 nach Japan zurück. Etwa zu dieser Zeit begann er sich für Manga zu interessieren, schloss sich einer Manga-Magazingruppe an und debütierte mit 17 Jahren professionell, wie Jiji Press berichtet. El Mundo schildert es anders und datiert sein Debüt auf 1958 im Alter von 19 Jahren, nachdem er mit Schulfreunden einen Manga-Club gegründet hatte. 1962 gewann er einen Kinder-Manga-Preis des Verlags Kodansha.

Ashita no Joe und seine Nachwirkung

1968 arbeitete Chiba mit dem Comiczeichner Asao Takamori, der auch unter dem Namen Ikki Kajiwara schrieb, an der Boxserie. Deren Protagonist Joe Yabuki ist ein schwieriger junger Mann, der im Jugendgefängnis das Boxen entdeckt und in den Profirängen aufsteigt, um sich denkwürdige Kämpfe zu liefern. Die Serie erschien in Weekly Shonen Magazine und trug laut Jiji Press dazu bei, die Auflage des Magazins deutlich zu steigern. Sie brachte eine enorm populäre Zeichentrickserie, Realfilme, Videospiele, Fernsehwerbespots und Bühnenproduktionen hervor. Langjährige Fans rezitieren noch heute Zeilen aus dem Manga, und Leser veranstalteten einst ein „Begräbnis“, nachdem Joes großer Rivale in der Geschichte gestorben war. Glénat hat die Serie auf Französisch veröffentlicht.

Weitere Werke, Ehrungen und Lehre

Zu Chibas weiteren Werken zählen Notari Matsutaro über die Welt des Profisumos, Ashita Tenki ni Naare, eine Golfserie, und Ore wa Teppei mit Kendo als Thema. Zu den früheren Erfolgen gehörten Shiden-kai no Taka über einen Piloten im Krieg und der Sportmanga Harris no Kaze, der zu einem erfolgreichen Fernsehanime wurde. Es folgten Ehrungen: 2002 die Medaille am Violetten Band, 2012 der Orden der Aufgehenden Sonne und 2024 der Kulturorden. El Mundo berichtet, der Kulturorden habe ihn zum ersten Künstler seines Fachs gemacht, der diese Auszeichnung erhielt. Chiba lehrte zudem an einer Universität und stand der Japan Cartoonists Association vor. Der Tetsuya-Chiba-Preis von Kodansha wird seit 46 Jahren an junge Manga-Schaffende vergeben.

Tod und Anteilnahme

Jiji Press berichtete, Chiba sei am Donnerstag in einem Tokioter Krankenhaus an einem myelodysplastischen Syndrom gestorben; El Mundo datiert diesen Tag auf den 22. Oktober. Er wurde 87 Jahre alt. An der Trauerfeier nahmen laut Jiji nur seine engsten Angehörigen teil. Seine Verlage bestätigten den Tod am Dienstag, 27. Oktober. Kodansha erklärte in einer Stellungnahme, unzählige debütierende Manga-Zeichner hätten seinen Rat beherzigt, und viele von ihnen arbeiteten noch heute. Shogakukan schrieb ihm zu, die Manga-Kultur in Japan mitgeprägt und mehrere Generationen von Fans gewonnen zu haben. Er äußerte sich zudem häufig in den Medien über sein Engagement für den Frieden und seine Kindheit in China während des Krieges.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen