Sicherheit · Auch, Toulouse und Mont-de-Marsan

Ehefrau von Lyhanna-Mordverdächtigem Jérôme Barella erstattet Anzeige wegen Vergewaltigung und häuslicher Gewalt, so die Staatsanwaltschaft

Die Ehefrau von Jérôme Barella, der bereits beschuldigt wird, die elfjährige Lyhanna im Südwesten Frankreichs vergewaltigt und ermordet zu haben, hat Anzeige wegen ehelicher Vergewaltigung und häuslicher Gewalt erstattet, wie der Staatsanwalt von Auch am Samstag mitteilte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Monde.fr, Blick.ch, Le Figaro.fr und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Auch, Toulouse, Mont-de-Marsan · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 22.06.Bericht der Generalinspektion der Justiz hebt „Versäumnisse“ und „verlorene Zeit“ bei der Bearbeitung früherer Anzeigen gegen Barella hervor.
  2. 26.06.Die Anzeige von Barellas Ehefrau wird öffentlich; die Ermittlungen zu Rosa werden an die Agen-Abteilung der Rechercheabteilung Bordeaux übergeben.
  3. 27.06.Staatsanwältin von Auch, Clémence Meyer, bestätigt die Anzeige der Ehefrau in einer Pressemitteilung.

Neue Anzeige aus dem Umfeld des Verdächtigen

Die Ehefrau von Jérôme Barella und Mutter ihrer beiden Töchter im Alter von sieben und elf Jahren wurde am 18. Juni von Ermittlern der Rechercheabteilung Toulouse vernommen. Sie hat ihn nun formell der Vergewaltigung und ehelicher Gewalt beschuldigt, bestätigte die Staatsanwältin von Auch, Clémence Meyer, in einer Pressemitteilung vom 27. Juni. Die Anzeige fügt einem Fall, der Frankreich seit Wochen bewegt, eine weitere Dimension hinzu.

Barella, ein 41-jähriger Zeitarbeiter, befindet sich bereits in Untersuchungshaft im Gefängnis von Mont-de-Marsan in Einzelhaft. Ursprünglich wurde ihm nach dem Auffinden von Lyhannas Leiche am 4. Juni im Département Gers, mehrere Tage nach ihrem Verschwinden, Entführung und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Nachdem eine Autopsie ergab, dass das Mädchen vergewaltigt worden war, wurden die Anklagen auf Mord und Vergewaltigung einer Minderjährigen verschärft.

Der Fall Lyhanna und die früheren Warnungen

Die 11-jährige Lyhanna wurde am 4. Juni tot aufgefunden. Die Autopsie konnte ihre genaue Todesursache „nicht mit Sicherheit“ feststellen, so die Staatsanwaltschaft von Agen. Vor seiner Festnahme war Barella trotz mehrerer Anzeigen und Hinweise auf sexuelle Gewalt gegen andere Minderjährige weder inhaftiert noch vorgeladen worden.

Ein am 22. Juni vom Leiter der Generalinspektion der Justiz veröffentlichter Bericht beschrieb mehrere „Versäumnisse“ und „verlorene Zeit“ bei der Bearbeitung früherer Anzeigen. Einer der schockierendsten Fälle betrifft Rosa, ebenfalls elf Jahre alt, die den Ermittlern sagte, sie sei zwischen September 2024 und April 2025 etwa fünfzig Mal von Barella vergewaltigt worden. Ihre Anzeige wurde im August 2025 eingereicht, mehr als neun Monate bevor Lyhanna starb. Barella war zudem 2022 und 2025 Gegenstand von Anzeigen wegen Vergewaltigung von Minderjährigen, dennoch weist sein Strafregister keine Verurteilungen auf.

Rosas Anzeige nach mutmaßlichen Versäumnissen überstellt

Die Ermittlungen zu Rosas Vergewaltigungsanzeige wurden nun an die Agen-Abteilung der Rechercheabteilung Bordeaux übergeben. Die Entscheidung folgt auf eine Inspektion, die mögliche Versäumnisse der Gendarmerie in Condom (Gers) bei der Erstbearbeitung des Falles festgestellt hatte. Eine mit den Ermittlungen vertraute Quelle bestätigte, dass die Beamten der Rechercheabteilung Bordeaux nun in der Sache tätig sind.

Weiteres familiäres Umfeld beschuldigt

Parallel zu den Verfahren gegen Jérôme Barella sind auch sein Bruder und sein Vater in separaten Fällen von Pädokriminalität oder ehelicher Vergewaltigung beschuldigt. Der Bruder Yannick, in den Vierzigern und arbeitslos, wurde wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen und ehelicher Vergewaltigung angeklagt und unter gerichtliche Aufsicht gestellt. Gegen ihren Vater, 71, ehemaliger Bauhandwerker, wurden erneute Ermittlungen zu ähnlichen Straftaten eingeleitet.

Die öffentliche Wut über die justiziellen Versäumnisse hat zu großen Protesten in ganz Frankreich geführt, bei denen die Menschen Rechenschaft und einen besseren Umgang mit sexueller Gewalt gegen Kinder fordern.

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