
Amazon finanziert größtes US-Gaskraftwerk in Texas zur Stromversorgung von KI-Rechenzentren
Amazon bestätigte am 7. August 2026, dass es ein riesiges Gaskraftwerk im Pecos County, Texas, finanziert, um drei künftige Rechenzentren mit Strom zu versorgen. Das GW-Ranch-Projekt mit 35 Turbinen und einer Kapazität von 7,65 Gigawatt wäre das größte Gaskraftwerk der USA und darf jährlich über 30 Millionen Tonnen Treibhausgase ausstoßen.
Ein Riesenkraftwerk für den KI-Energiebedarf
Amazon bestätigte am 7. August 2026, dass es ein riesiges Gaskraftwerk im Pecos County, Texas, finanziert, um drei künftige Rechenzentren mit Strom zu versorgen. Das Projekt mit dem Namen GW Ranch wird von Pacifico Energy entwickelt und wird 35 Turbinen mit einer Gesamtkapazität von 7,65 Gigawatt umfassen. Damit wäre es leistungsstärker als jedes derzeit in den USA betriebene Gaskraftwerk. Das Kraftwerk wird nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sein – eine Lösung, die von Technologiegiganten zunehmend genutzt wird, um den Energiebedarf des KI-Booms zu decken.
Satellitenanalyse und Projektdetails
Die spezialisierte Firma Cleanview nutzte Satellitenbilder, um das Gaskraftwerksprojekt mit drei Rechenzentrumsgenehmigungen zu verknüpfen, die Amazon Anfang dieser Woche für das trockene Gebiet in Texas nahe der mexikanischen Grenze eingereicht hatte. Die geplante Kapazität von 7,65 Gigawatt ist mehr als das Vierfache der Leistung des EPR-Reaktors Flamanville in Frankreich. Zum Vergleich: Die letzten drei deutschen Kernkraftwerke, die 2023 abgeschaltet wurden, hatten jeweils eine Kapazität von etwa 1,4 Gigawatt.
Umweltauswirkungen und Emissionen
Das GW-Ranch-Kraftwerk darf jährlich mehr als 30 Millionen Tonnen Treibhausgase ausstoßen, was es zur größten einzelnen Treibhausgasquelle in den USA machen würde. Gaskraftwerke sind zwar weniger umweltschädlich als Kohlekraftwerke, bleiben aber bedeutende Emissionsquellen, die für den Klimawandel verantwortlich sind – zumal die Erdgasproduktion Methanlecks verursacht, ein starkes Treibhausgas. Diese Kraftwerke stoßen zudem giftige Gase aus.
Amazons Reaktion und Minderungspläne
Amazon erklärte, dass es durch die eigene Stromerzeugung vermeide, die Kosten der KI-Entwicklung auf die Bürger abzuwälzen. Die Stromrechnungen der Haushalte in den USA sind stark gestiegen, da die Versorger die Kosten für den Bau neuer Infrastruktur für den KI-Boom weitergeben.
Amazon verpflichtet sich, die vollen tatsächlichen Kosten für den Betrieb unserer Einrichtungen zu tragen.
Das Unternehmen erklärt, das neue Rechenzentrumsprojekt im Pecos County werde von einem eigenen Kraftwerk versorgt, das die Strompreise für texanische Haushalte nicht erhöhen werde. Amazon gibt zudem an, Möglichkeiten zur Ergänzung des Standorts mit Solarenergie zu prüfen und nicht trinkbares Wasser zu verwenden, um das lokale Netz nicht zu belasten. Das Unternehmen hält an seinem Ziel fest, bis 2040 CO₂-Neutralität zu erreichen.
- GW Ranch (Amazon)
- 7.65 GW
- Flamanville EPR (Frankreich)
- 1.65 GW
- Deutsches AKW (Durchschnitt, 2023)
- 1.4 GW


