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Heutiger Brief

Kiew macht den Festakt zur Einkaufsliste

Washington setzt Iran unter Druck, Verbündete rüsten Ukraine auf und Zölle spalten Nordamerika

Der Tag konzentrierte sich auf Druckpunkte: Ölrouten, Luftabwehr, Grenzen und jene Orte, an denen Regierungen den Alltag hatten schützen wollen. Märkte, Armeen und Rettungskräfte entdeckten alle zugleich, dass Notfallpläne funktionieren, bis alle sie auf einmal brauchen.

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  • VAE stoppen Handel mit Iran nach Vorwurf

    Erweiterung der Operation Economic Outcast auf chinesische und russische Firmen, die Handel mit dem Iran ermöglichen. Eine deutliche Verschärfung.

  • USA erheben 50% Zölle auf kanadische Waren

    Trump kündigt nach dem Abbruch der Handelsgespräche 50% Zölle auf kanadische Fahrzeuge, Autoteile und Stahl ab dem 1. Januar 2027 an.

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Sonstiges · Aktualisiert vor 28 m

Klima: von Minderung zu Anpassung

Der JRC-Erntebericht und der Meeresoberflächentemperatur-Rekord fügen neue Datenebenen hinzu, verändern aber weder den EU-Anpassungspolitikrahmen noch führen sie neue verbindliche Maßnahmen ein.

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© Wirtschafts Woche
Makroökonomie·vor 1 Std.

Globale Märkte stocken, während US-Anleiherenditen nahe Höchstständen verharren und Iran-Sanktionen drohen

Die weltweiten Aktienindizes notierten am Montag unverändert oder schwächer, während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bei 4,71 % lag und Washington neue Wirtschaftssanktionen gegen Teheran vorbereitete.

Globale Märkte pausieren unter geopolitischen und Anleihedruck

Die globalen Aktienmärkte starteten am Montag, den 24. August 2026, mit verhaltener Handelsaktivität in die Woche, da Anleger die erhöhten Staatsanleiherenditen und mehrere Handelsstreitigkeiten bewerteten. In Frankfurt gab der Dax um 0,1 % auf 26.107 Punkte nach, nachdem er am Freitag bei 26.136 Punkten geschlossen hatte, während der EuroStoxx 50 um 0,3 % auf 6.444 Punkte fiel. In Asien schloss der Nikkei in Tokio bei 65.968,71 Punkten und der Shanghai Composite fiel um 0,6 % auf 3.880,33 Punkte. Die Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen blieben nahe ihren höchsten Niveaus seit 25 Jahren. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe sank um vier Basispunkte auf 4,71 %, während die 30-jährige Anleihe bei 5,24 % notierte, nachdem in der Vorwoche die 30-jährigen Renditen bei einer Auktion die 5 %-Marke überschritten hatten. Ein von CNBC zitierter Bericht deutete an, dass das US-Treasury General Account zusammen mit bestehenden Rückkaufprogrammen zum Kauf von Staatsanleihen genutzt werden könnte.

Benchmark-Renditen US-Staatsanleihen am 24. August 2026 · %
10-jährige Staatsanleihe
4,71
30-jährige Staatsanleihe
5,24
10-jährige Staatsanleihe
4.71 %
30-jährige Staatsanleihe
5.24 %

US-Sanktionen gegen Iran und nordamerikanische Handelsspannungen

Die Marktteilnehmer verfolgten die geopolitischen politischen Maßnahmen in Washington. US-Finanzminister Scott Bessent hielt eine Pressekonferenz, in der er Wirtschaftssanktionen gegen Iran und seine Handelspartner darlegte, die die Regierung als Wirtschaftskampagne bezeichnete. In einem Gastbeitrag in der Financial Times warnte Bessent Länder, die Handelsbeziehungen mit Teheran unterhalten, vor den wirtschaftlichen Risiken.

Sie täten gut daran, die Konsequenzen dieser Unterstützung zu bedenken.

— Scott Bessent

Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian lehnte das Sanktionsprogramm ab und plädierte für eine diplomatische Lösung. Gleichzeitig weiteten sich die Handelskonflikte in Nordamerika aus, nachdem die bilateralen Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada gescheitert waren. Nach der Einführung neuer US-Zölle kündigte die kanadische Regierung in Ottawa Vergeltungsmaßnahmen an. Die Energiemärkte reagierten auf die wirtschaftliche Einordnung des Konflikts mit niedrigeren Rohölpreisen. Brent-Rohöl fiel um mehr als 2,5 % auf 91,19 Dollar pro Barrel und gab damit leicht nach, nachdem es seit Jahresbeginn 2026 aufgrund von Störungen der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus um über 50 % gestiegen war.

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Bewertung der Europäischen Zentralbank und Wirtschaftskalender

Trotz anhaltender Blockaden, die den Seeverkehr durch die Straße von Hormus beeinträchtigen, spielten die europäischen Währungsbehörden die unmittelbaren Risiken einer schweren wirtschaftlichen Kontraktion herunter. Das EZB-Direktoriumsmitglied Piero Cipollone erklärte, dass die aktuellen Indikatoren nicht auf eine gleichzeitige Stagnation und hohe Inflation hindeuten.

Wir werden selbstverständlich die Veränderungen im makroökonomischen Umfeld beobachten müssen, aber derzeit gibt es keine Anzeichen, die auf ein Stagflationsszenario hindeuten.

— Piero Cipollone

Der Finanzkalender weist in den kommenden Tagen kritische wirtschaftliche Benchmarks auf. Nach kleineren Indikatorenveröffentlichungen am Dienstag werden die Vereinigten Staaten am Mittwoch den Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) veröffentlichen, der das wichtigste Inflationsmaß der Federal Reserve darstellt. Die Zentralbanker werden sich am Donnerstag in Jackson Hole, Wyoming, treffen, und der Fed-Vorsitzende Kevin Warsh wird am Freitag eine Grundsatzrede halten.

Zeitplan wichtiger Wirtschaftsveröffentlichungen und Zentralbankereignisse
  1. 24. Aug. 2026Scott Bessent erläutert neue US-Sanktionen gegen Iran
  2. 25. Aug. 2026Veröffentlichung nachrangiger Wirtschaftsindikatoren in den Vereinigten Staaten
  3. 26. Aug. 2026Nvidia veröffentlicht Quartalszahlen und US-PCE-Index wird veröffentlicht
  4. 27. Aug. 2026Jackson Hole-Zentralbankensymposium beginnt in Wyoming
  5. 28. Aug. 2026Fed-Vorsitzender Kevin Warsh hält Rede in Jackson Hole

Technologieaktien geben unter wachsenden KI-Ausgaben nach

Technologie- und KI-Aktien verzeichneten an den internationalen Börsen breite Verkäufe. In Europa verlor der Halbleiterhersteller Infineon 3,2 %, Suss fiel um 6,0 % und Aixtron gab um 2,5 % nach, zusammen mit einem Rückgang von SAP um 0,5 %. In Japan fiel Fujikura um 3,5 % und SoftBank um 3,3 %, während Tokyo Electron um 2,1 % zulegte. Der Nomura Securities-Strategist Wataru Akiyama wies strukturelle Panik in Bezug auf den Sektor zurück.

Wir betrachten Bedenken hinsichtlich der Rentabilität von Halbleiterunternehmen lediglich als Ausrede für Verkäufe.

— Wataru Akiyama

Die Aufmerksamkeit der Anleger konzentrierte sich auf die hohen Investitionsausgaben der KI-Entwickler vor den Quartalszahlen von Nvidia am Mittwoch. Der E-Commerce-Konzern Alibaba kündigte eine Kapitalerhöhung von 10,3 Milliarden Dollar an, um die steigenden KI-Ausgaben zu finanzieren, während SoftBank eine Anleiheemission von 6,3 Milliarden Dollar für sein Technologieportfolio vorbereitete. Gleichzeitig plante Nvidia eine Preiserhöhung von rund 17 % für ausgewählte KI-Serversysteme mit Verweis auf höhere Kosten für zugrunde liegende Speicherkomponenten.

New York · Washington · Frankfurt · Teheran · Tokio
Scott BessentMasoud PezeshkianPiero CipolloneKevin WarshWataru Akiyama
United StatesWashington, D.C.TokyoDüsseldorfShanghaiShenzhen

8 Quellen

  • Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Nach Bessents Auftritt weiter wenig Bewegung an den US-Börsen
    Handelsblatt·vor 1 Std.
  • Der Börsen-Tag: Dax gräbt sich ein
    N-tv·vor 5 Std.
  • Wall Street: KI-Sektor unter Druck, Washington kämpft gegen hohe Renditen
    Handelsblatt·vor 5 Std.
  • Dax aktuell: Dax notiert zum Wochenauftakt kaum verändert - Ölpreise fallen
    Handelsblatt·vor 7 Std.
  • Ölpreis aktuell: Ölpreise geben zum Wochenstart nach
    Wirtschafts Woche·vor 8 Std.
  • Der Börsen-Tag: EZB-Direktor: Europas Wirtschaft trotz Iran-Krise überraschend robust
    N-tv·vor 11 Std.
  • Der Börsen-Tag: US-Sanktionen erwartet - Ölpreise reagieren
    N-tv·vor 15 Std.
  • Der Börsen-Tag: Anleger suchen "Vorwand für Verkäufe"
    N-tv·vor 15 Std.

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