
Madrid stattet 99 Rettungswagen mit KI aus und baut verstärkte Notfallzentrale in Hortaleza
Madrids Bürgermeister wird am Dienstag eine große Erweiterung der städtischen Rettungsdienste ankündigen, darunter 99 neue Rettungswagen mit KI-gestützten Diagnosetools und ein stark geschütztes Koordinationszentrum in Hortaleza.
Die Notfallinfrastruktur Madrids steht vor einem bedeutenden Umbau: Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida wird am Dienstag in der Debatte zur Lage der Stadt zwei Projekte vorstellen. Die Stadt wird 99 neue Rettungswagen in den Samur-Protección Civil integrieren, die jeweils mit Ultraschallgeräten ausgestattet sind, die durch künstliche Intelligenz verbessert werden, um Diagnosen vor Ort zu beschleunigen. Gleichzeitig wird im Stadtteil Hortaleza ein neues Integriertes Sicherheits- und Notfallzentrum (CISEM) gebaut, das physischen Angriffen und Naturkatastrophen standhalten und die Kommunikation während Krisen aufrechterhalten soll.
Intelligentere Rettungswagen für schnellere Diagnosen
Samur-Protección Civil hat den Einsatz von Ultraschall außerhalb des Krankenhauses in seinen Rettungsfahrzeugen bereits eingeführt, aber die neue Flotte wird diese Fähigkeit noch erweitern. Die 99 neuen Rettungswagen werden mit KI-Systemen ausgestattet, die die Bildinterpretation verbessern, die Diagnosegenauigkeit erhöhen und den Sanitätern helfen, klinische Entscheidungen zu treffen, während ein Patient ins Krankenhaus transportiert wird. Der Stadtrat bezeichnet den Schritt als eine fortgesetzte Wette auf Technologie zur Stärkung der medizinischen Versorgung.
Der Stadtrat setzt weiterhin auf neue Technologien, um die medizinische Versorgung von Samur-Protección Civil zu verstärken.
Der Bereich Sicherheit und Notfälle unter der Leitung von Vizebürgermeisterin Inma Sanz erklärt, das Ziel sei es, die medizinische Koordination direkt von den Rettungswagen aus zu verstärken und einem bereits als exzellent geltenden Dienst die besten Werkzeuge und Bedingungen zu geben. Die KI-Ultraschallgeräte sollen die Zeit bis zu einer vorläufigen Diagnose verkürzen, was bei schweren Traumata, Herzinfarkten und Schlaganfällen entscheidend sein kann.
Eine bunkerähnliche Kommandozentrale für Krisen
Über die Fahrzeuge hinaus plant die Verwaltung ein neues physisches Zuhause für ihre Krisenreaktion. Das künftige CISEM-Gebäude auf einem Grundstück von mehr als 12.000 Quadratmetern mit fast 18.000 Quadratmetern Nutzfläche wird nach Angaben der Behörden mit dem maximalen Schutzniveau ausgestattet: „Cinco Escudos“ (Fünf Schilde). Dieser Standard impliziert ein Kommunikationsnetz mit fünf Schutzschichten, Perimeter-Sicherheit und Bunkerung kritischer Zonen. Das Design berücksichtigt die Abschwächung von Aufprall-, Explosions- und Naturrisiken.
Das neue CISEM wird einen äußerst wichtigen Fortschritt bei der Integration und Koordination verschiedener städtischer Teams während eines Notfalls bedeuten.
Das derzeitige CISEM hat seinen Wert bereits während des Stromausfalls 2025 in Madrid und während der starken Regenfälle im Winter und Frühjahr jenes Jahres unter Beweis gestellt. Das neue Gebäude wird diese Kapazität erweitern, mit drei oberirdischen Stockwerken, einer Tiefgarage und gehärteten Datenverbindungen, um die Abdeckung auch bei Angriffen oder Katastrophen zu gewährleisten.
Zeitplan und nächste Schritte
Beide Ankündigungen untermauern die breitere Sicherheitsbotschaft des Bürgermeisters für die Debatte zur Lage der Stadt. Die Eingliederung der Rettungswagenflotte wird als „próximamente“ (demnächst) beschrieben, ohne dass ein genaues Datum genannt wurde. Das neue CISEM hingegen hat einen klareren Fahrplan: Das Projekt befindet sich bereits in der Entwurfsphase, die Ausschreibung ist für 2027 geplant, der Baubeginn für 2028. Nach Fertigstellung wird die Einrichtung als zentrale Anlaufstelle für die gesamte Notfallkoordination in der spanischen Hauptstadt dienen.
- Projektentwurf läuft
- Ausschreibungsverfahren gestartet
- Baubeginn

