
Zwei ehemalige Schüler töten Vize-Direktorin bei Machetenangriff an mexikanischer Schule
Zwei 18-jährige Zwillingsbrüder, bewaffnet mit Macheten, töteten am Donnerstag an einer Sekundarschule in Torreón eine Vize-Direktorin und verletzten vier weitere Personen, bevor sie überwältigt und festgenommen wurden.
Angriff beim Wechsel zur Morgenstunde
Am Donnerstag um 8.30 Uhr betraten zwei 18-jährige Zwillingsbrüder die Escuela Secundaria Numero 13 in Ejido La Unión am Stadtrand von Torreón im Bundesstaat Coahuila. Die Tatverdächtigen, maskierte ehemalige Schüler in schwarzer Kleidung, waren mit Macheten, Feuerwerkskörpern und Brandflaschen bewaffnet. Rund 170 Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 15 Jahren wechselten gerade zwischen den Klassenzimmern, als laute Detonationen durch die Flure hallten. Berichte von Schülern deuteten darauf hin, dass die Angreifer Drohungen gegen weibliche Lehrkräfte und Schülerinnen ausstießen, während sie sich durch die Korridore bewegten. Jugendliche flohen in angrenzende Räume, stapelten Stühle und Tische vor den Türen, um sich dahinter zu verbarrikadieren, während die Angreifer Personen in der Nähe des Eingangs und in einer Toilette attackierten.
Todesopfer, Verletzte und Festnahme
Die Vize-Direktorin der Schule starb noch am Tatort an den Wunden, die ihr mit einer Stichwaffe zugefügt wurden. Vier weitere Personen wurden verletzt: zwei Lehrkräfte, ein im Toilettenraum aufgefundener Schüler des ersten Jahrgangs und eine weitere Frau, deren Zustand als stabil gemeldet wurde. Der Spanischlehrer Ricardo Quintanar wurde bei dem Angriff schwer verletzt. Eine zweite Lehrkraft, Luis Carlos, stellte sich einem der Angreifer entgegen und konnte ihm eine Machete und Brandflaschen entreißen, bevor er selbst schwere Verletzungen erlitt. Umstehende und Nachbarn in Ejido La Unión griffen ein, drückten beide Brüder zu Boden und entwaffneten sie, bis die Staatspolizei am Tatort eintraf.
Der Generalstaatsanwalt von Coahuila, Federico Fernández, bestätigte die Todesopfer und Festnahmen in einer offiziellen Erklärung.
Es handelt sich um zwei 18-jährige Brüder. Diese beiden ehemaligen Schüler kamen und griffen das Personal der Einrichtung sowie einige Schüler an, und bedauerlicherweise verlor eine Person, die Vize-Direktorin der Bildungseinrichtung, ihr Leben.
Ermittlungen zu Motiv und Einflüssen
Die Ermittler des Bundesstaates eröffneten ein förmliches Verfahren zur Aufklärung der Planung hinter dem Angriff und verwiesen auf erste Hinweise auf eine Feindseligkeit gegenüber dem Schulpersonal. Die Regierung des Bundesstaates Coahuila bezeichnete den Vorfall als Einzelfall, an dem Personen aus einem zerrütteten Elternhaus beteiligt seien. Staatsanwalt Federico Fernández erklärte, die Brüder hätten in sozialen Medien mit ausländischen Amokläufern interagiert und die Verdächtigen hätten diese ausländischen Vorbilder nachahmen wollen. Nach dem Angriff sagten Staatsvertreter zu, die präventiven Sicherheitsprotokolle an den Schulen der Region auszuweiten, wo Taschenkontrollen und die Vorschrift durchsichtiger Rucksäcke üblich sind. Das Sicherheitskabinett der mexikanischen Bundesregierung teilte mit, es arbeite zur Unterstützung der Ermittlungen mit den Behörden von Coahuila zusammen.
Regionaler Kontext von Gewalt an Schulen
Der Angriff von Torreón ereignete sich einen Tag nach einem separaten Messerangriff an einer Schule in Querétaro, bei dem nach Angaben des städtischen Sicherheitssekretärs Juan Luis Ferrusca Ortiz vier Menschen von einem bewaffneten Minderjährigen verletzt wurden. Während strenge nationale Waffengesetze bewaffnete Angriffe an mexikanischen Schulen im Vergleich zu den Vereinigten Staaten selten machen, hat der Norden Mexikos in den vergangenen zehn Jahren mehrere tödliche Vorfälle erlebt. Im Jahr 2017 tötete ein 15-jähriger Schüler in Monterrey eine Lehrkraft und drei Mitschüler, bevor er sich mit einer Schusswaffe das Leben nahm. Im Jahr 2020 erschoss ein 11-jähriger Schüler am Colegio Cervantes in Torreón eine Lehrkraft und verletzte sechs Mitschüler.
- Ein 15-jähriger Schüler in Monterrey tötet eine Lehrkraft und drei Mitschüler, bevor er sich das Leben nimmt.
- Ein 11-jähriger Schüler am Colegio Cervantes in Torreón tötet eine Lehrkraft und verletzt sechs Mitschüler.
- Zwei 18-jährige ehemalige Schüler töten die Vize-Direktorin und verletzen vier Menschen an der Escuela Secundaria 13 in Torreón.


