
Vier Minderjährige nach Macheten-Entführung eines 19-Jährigen im Areser Park bei Mailand festgenommen
Vier Minderjährige im Alter von 15 bis 17 Jahren wurden am Abend des 5. August 2026 festgenommen, nachdem eine mit einer Machete bewaffnete Gruppe einen 19-Jährigen in einem Park in Arese bei Mailand entführt, Drogen als Lösegeld gefordert und mit der Tötung der Geisel gedroht hatte.
Der Angriff im Parco Blu
Am Abend des 5. August 2026 näherte sich eine Gruppe von fünf Jugendlichen zwei 19-jährigen Italienern im Parco Blu an der Viale Sempione in Arese, einer Stadt in der Provinz Mailand. Die Gruppe war mit einer Machete bewaffnet. Sie umzingelten die beiden jungen Männer, stülpten einem von ihnen eine Plastiktüte über den Kopf und verschleppten ihn gewaltsam. Dem anderen wurde befohlen, schnell Drogen zu besorgen und sie als Lösegeld zurückzubringen; die Drohung lautete, die Geisel werde getötet, falls die Forderung nicht erfüllt werde. Der Vorfall ereignete sich bei Tageslicht, gegen acht Uhr abends, in einem Park, den il Giornale als ordentliche, familienfreundliche Grünanlage in der Nähe eines der größten Einkaufszentren Europas beschrieb.
Der Freund, der Hilfe holte
Statt Drogen zu besorgen, rannte der 19-Jährige, der freigelassen worden war, zur Carabinieri-Station in Arese und meldete alles. Die Carabinieri analysierten das Handysignal seines Freundes, um den Ort der Entführung zu ermitteln. Sie rückten vor und fanden das Opfer in einem anderen nahegelegenen Grüngebiet: immer noch mit einer Plastiktüte über dem Kopf, seiner Habseligkeiten beraubt und mit mehreren Verletzungen. Als die uniformierten Beamten auftauchten, zerstreute sich die Gruppe, aber vier von ihnen wurden sofort gefasst.
Die festgenommenen Minderjährigen
Bei den vier Festgenommenen handelt es sich um einen 15-Jährigen, einen 16-Jährigen und zwei 17-Jährige, alle in Italien geboren. Sie wurden auf Anordnung der Jugendstaatsanwaltschaft in die Jugendstrafanstalt Beccaria in Mailand gebracht. Die Vorwürfe lauten erpresserischer Menschenraub, Raub in Mittäterschaft, illegaler Waffenbesitz und Körperverletzung. Laut ANSA soll die Gruppe die Unterstützung weiterer Komplizen gehabt haben, die die Ermittler nun zu identifizieren versuchen.
Der Zustand des Opfers
Der entführte 19-Jährige wurde ins Krankenhaus von Garbagnate Milanese gebracht. Er wurde mit einer Prognose von sechs Tagen Genesungszeit entlassen, was bedeutet, dass seine Verletzungen als innerhalb dieses Zeitraums heilbar eingestuft wurden. il Giornale wies auf den Kontrast zwischen der relativ kurzen medizinischen Prognose und dem Martyrium hin, mit einer Plastiktüte über dem Kopf in der Gewalt von Fremden festgehalten zu werden, die kaum jünger waren als er selbst.
Laufende Ermittlungen
Die Carabinieri der Kompanie Arese führen in Abstimmung mit der Jugendgerichtsbarkeit in Mailand weitere Ermittlungen durch, um alle anderen Beteiligten zu identifizieren und den genauen Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren. Il Fatto Quotidiano berichtete, dass die festgenommenen Minderjährigen gemeinsam mit noch zu identifizierenden Komplizen handelten. Der Fall hat Aufmerksamkeit erregt, weil Arese in den lokalen Nachrichten normalerweise nicht mit Jugendgewalt in Verbindung gebracht wird.

