Sicherheit · Lyon
Ehemaliger Direktor einer katholischen Schule in Lyon sieht sich Strafanzeige wegen schwerer Vergewaltigung ausgesetzt
Die französische Staatsanwaltschaft bestätigte eine Strafanzeige gegen Pater Jean-Bernard Plessy, nachdem er nach 27 Jahren als Direktor von der Institution des Chartreux abberufen worden war.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Mediapart, Franceinfo, Le Monde.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Anwältin Nadia Debbache kündigte am 11. September 2026 eine Strafanzeige gegen den 63-jährigen Pater Jean-Bernard Plessy wegen schwerer Vergewaltigung und sexueller Nötigung an.
Erzbischof Olivier de Germay enthob Plessy am 2. September 2026 von seiner Position als Direktor der Institution des Chartreux, nachdem im Juni 2026 ein Bericht der Anhörungsstelle eingegangen war.
Debbache kritisierte die Diözese dafür, die mutmaßlichen Übergriffe als Beziehung zu bezeichnen, während die Erzdiözese Lyon erklärte, die Anzeigeerstatterin habe diesen Begriff zunächst selbst verwendet.
Plessy hatte die katholische Schulgruppe 27 Jahre lang geleitet, bevor er am 9. Juli 2026 ein Rücktrittsschreiben an die Eltern sandte.
- Juni 2026Die Erzdiözese Lyon wird durch ihre Anhörungsstelle über die Vorwürfe informiert
- 9.07.Pater Jean-Bernard Plessy kündigt seinen Rücktritt in einem Brief an die Eltern an
- 2.09.Erzbischof Olivier de Germay enthebt Plessy von seiner Schulleitungsposition
- 11.09.Die Anwältin der Anzeigeerstatterin kündigt eine Strafanzeige wegen schwerer Vergewaltigung an
Strafanzeige und strafrechtliche Ermittlungen
Am Freitag, den 11. September 2026, wurde eine formelle Strafanzeige eingereicht, die Pater Jean-Bernard Plessy der schweren Vergewaltigung und schweren sexuellen Nötigung beschuldigt. Plessy, 63 Jahre alt, leitete zuvor 27 Jahre lang die Institution des Chartreux, eine katholische Bildungseinrichtung in Lyon. Die Anzeigeerstatterin ist eine erwachsene Studentin, die direkt seiner institutionellen Autorität unterstellt war. Die Anwältin Nadia Debbache, die das Opfer vertritt, erklärte, dass die mutmaßlichen Übergriffe mehrere Monate bis Juli 2026 andauerten. Die Staatsanwaltschaft Lyon bestätigte die Anzeige am Freitag, nachdem sie auf der Grundlage einer früheren formellen Mitteilung der Diözese Lyon ein Strafverfahren eingeleitet hatte.
Maßnahmen der Erzdiözese und kanonische Untersuchung
Die Diözese leitete Disziplinarmaßnahmen gegen Plessy ein, bevor die Strafanzeige öffentlich bekannt gegeben wurde. Am 2. September 2026 verkündete der Erzbischof von Lyon, Olivier de Germay, vorsorgliche Maßnahmen gegen Plessy und entband den Priester von seinem Führungsposten an der Institution des Chartreux. Die Erzdiözese bestätigte, dass sie im Juni 2026 erstmals Informationen über die Angelegenheit erhalten hatte, nachdem sich das Opfer an die diözesane Anhörungsstelle gewandt hatte. Zusätzlich zu den von der Staatsanwaltschaft bearbeiteten zivilrechtlichen Strafverfahren leitete das Erzbistum eine interne kanonische Untersuchung gegen den Geistlichen ein. Erzbischof de Germay schilderte die Reaktion der Diözese, nachdem er den Bericht der Frau gehört hatte.
„Wir haben sie befragt, um mehr zu erfahren, da wir weder Informationen über den Priester noch über sie selbst noch über die Einrichtung hatten. Sobald ich wusste, um wen es sich handelte, ließ ich den Direktor der Chartreux zu mir kommen, um ihn von seinen Aufgaben zu entbinden.“
Streit um die Wortwahl der Diözese
Die öffentliche Ankündigung der Erzdiözese stieß bei der Rechtsvertretung des Opfers auf Kritik hinsichtlich der gewählten Terminologie zur Beschreibung der Vorwürfe. In ihrer Mitteilung vom 2. September erklärte die Erzdiözese, dass die Sanktionen auf eine Beziehung mit einer erwachsenen Studentin unter Plessys Autorität zurückgingen. Anwältin Nadia Debbache argumentierte in einer öffentlichen Stellungnahme, dass die Verharmlosung sexueller Gewalt durch den Begriff Beziehung die Schwere der Taten verharmlose und dem Opfer ein zweites Trauma zufüge. Debbache wies darauf hin, dass die Anzeige aufgrund der von Plessy ausgeübten Autoritätsposition sowie aufgrund der Verletzlichkeit des Opfers erschwerte Anklagepunkte aufführe. Die Diözese Lyon antwortete in einer Erklärung, sie habe den Begriff Beziehung gewählt, weil die junge Frau selbst dieses Wort in ihren ersten Mitteilungen verwendet habe.
Rücktrittsschreiben an die Eltern
Bevor die kirchlichen Behörden seine formelle Entlassung bekannt gaben, hatte Plessy seinen Weggang bereits der Schulgemeinschaft mitgeteilt. Am Ende des Schuljahres richtete der Priester am 9. Juli 2026 einen Brief an die Eltern der Schüler, in dem er seinen Rücktritt nach 27 Jahren an der Spitze der Einrichtung ankündigte. In dem Brief beschrieb Plessy seinen Abschied in nachdenklichen Worten.
„Man muss wissen, wie man mit Dankbarkeit und dem Gefühl einer erfüllten Pflicht geht.“
Plessy wurde zum Priester in der Diözese geweiht, bevor er die Leitung der Bildungseinrichtung übernahm. Die strafrechtlichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Lyon und die kanonische Untersuchung der Erzdiözese laufen parallel.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- MediapartPlainte pour viols contre un prêtre qui dirigeait un groupe scolaire à Lyon
- FranceinfoUn prètre qui dirigeait un groupe scolaire à Lyon visé par une plainte pour viols et agressions sexuelles aggravées
- Le Monde.frLe prêtre directeur de l'Institution des Chartreux de Lyon, mis en retrait par l'archevêché, visé par une plainte pour viols et agressions sexuelles
- SudOuest.frUn prêtre qui dirigeait un groupe scolaire à Lyon visé par une plainte pour viols et agressions sexuelles aggravés
- Olivier de Germay
- Erzbischof von Lyon, der kanonische Maßnahmen gegen Plessy einleitete
- Orte
- Lyon
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen