Wirtschaft · Frankfurt am Main und München

Lufthansa-Gewinn bricht um 56% ein aufgrund von Treibstoffkosten durch Iran-Krieg und Streiks, Jahresausblick gesenkt

Der operative Gewinn der Lufthansa im zweiten Quartal brach um 56% auf 383 Millionen Euro ein, da der Iran-Krieg die Treibstoffkosten um 750 Millionen Euro in die Höhe trieb und sechs Cockpit-Streiktage im April zusätzliche Ausgaben von 150 Millionen Euro verursachten. Die deutsche Fluggesellschaft senkte ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr auf eine Spanne von 1,7 bis 2,2 Milliarden Euro und gab damit ein früheres Versprechen auf, das Vorjahresergebnis von 1,96 Milliarden Euro klar zu übertreffen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Wirtschafts Woche, Frankfurter Allgemeine, Der Tagesspiegel und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Frankfurt am Main, München · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 28.02.Iran-Krieg beginnt, stört die Ölversorgung und treibt die Treibstoffpreise in die Höhe
  2. April 2026Sechs Cockpit-Streiktage, ausgerufen von der Vereinigung Cockpit, kosten Lufthansa 150 Millionen Euro
  3. 4.06.Eine Lufthansa Boeing 787-9 kollabiert während Wartungsarbeiten an einem Gate in Frankfurt auf das Bugfahrwerk; fünf Personen werden verletzt.
  4. 4.08.Lufthansa meldet 56% Rückgang des operativen Gewinns im Q2, senkt Jahresausblick

Gewinneinbruch

Die Lufthansa meldete für das zweite Quartal 2026 einen Rückgang des bereinigten operativen Gewinns um 56% auf 383 Millionen Euro, nach 870 Millionen Euro im Vorjahr. Die Umsätze stiegen um 8% auf 11,1 Milliarden Euro, aber die höheren Kosten überlagerten den Umsatzzuwachs. Der Nettogewinn brach um 88% auf 123 Millionen Euro ein, ein Rückgang, der durch den Vergleich übertrieben wird: Ein positiver Steuereffekt im gleichen Quartal des Vorjahres hob die Basis an, an der gemessen wird. Die operative Marge schrumpfte auf 3,4%, weit entfernt vom mittelfristigen Ziel der Gruppe von 8–10%.

Lufthansa Q2 Operativer Gewinn€M
Q2 2025
870 €M
Q2 2026
383 €M

Daten aus dem Artikeltext

Treibstoff und Streiks

Der Iran-Krieg, der Ende Februar begann, trieb die Kerosinkosten im Quartal um 750 Millionen Euro in die Höhe. Die Lufthansa hatte mehr als 80% ihres Treibstoffbedarfs abgesichert, aber der nicht abgesicherte Teil verursachte dennoch schwere Schäden. Sechs Streiktage des Cockpitpersonals im April, ausgerufen von der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit an verschiedenen Terminen, darunter der 13., 14., 16. und 17., verursachten weitere 150 Millionen Euro an Ausgaben. Finanzvorstand Till Streichert sagte, dass etwa 60% der höheren Treibstoffrechnung über Ticketpreiserhöhungen weitergegeben wurden, und die Tarife werden in der zweiten Jahreshälfte weiter steigen.

„Die Menschen wollen fliegen, und sie können es sich auch zu höheren Preisen leisten.“

Carsten Spohr, Lufthansa-CEO

Wettbewerbsnachteil

Während der Treibstoffschock alle Fluggesellschaften traf, schnitt die Lufthansa schlechter ab als ihre wichtigsten europäischen Konkurrenten. Air France-KLM und IAG, die Muttergesellschaft von British Airways, blieben beide solide profitabel. Bernstein-Analyst Alex Irving stellte fest, dass die Lufthansa die einzige große westliche Fluggesellschaft mit negativem operativen Cashflow ist; der bereinigte freie Cashflow wurde negativ mit minus 365 Millionen Euro, und die Nettoverschuldung stieg im Jahresvergleich um mehr als 20%. Die Wettbewerber profitierten von stärkeren Heimmärkten (London und Paris generieren mehr Punkt-zu-Punkt-Verkehr als Frankfurt oder München) und von früheren, aggressiveren Umstrukturierungen. British Airways modernisierte unter dem ehemaligen CEO Willie Walsh, während Ben Smith von Air France-KLM Arbeitskonflikte entschärfte und die Fluggesellschaft verschlankte.

Vorübergehende Rückenwinde lassen nach

Die Lufthansa profitierte in einer Hinsicht vom Iran-Konflikt: Die vorübergehende Schließung der Golf-Drehkreuze zwang Emirates und Qatar Airways, den Betrieb einzustellen, was die Ticketumsätze der Lufthansa auf Asienrouten steigerte. Aber CEO Carsten Spohr sagte, diese Fluggesellschaften hätten nun „alles wieder in der Luft“ und konkurrierten mit aggressiven Preisen, insbesondere bei preissensiblen Urlaubsreisenden. Geschäftskunden bevorzugen jedoch weiterhin Direktverbindungen, und viele Unternehmen verbieten Zwischenstopps am Golf.

„Unser Geschäftsmodell ist robust, anpassungsfähig und, wie sich derzeit in Zeiten globaler Krisen zeigt, zunehmend widerstandsfähig.“

Carsten Spohr, Lufthansa-CEO

Ausblick und Strategie

Der bereinigte operative Gewinn für das Gesamtjahr wird nun auf 1,7 bis 2,2 Milliarden Euro prognostiziert, gegenüber einem früheren Ziel, das Vorjahresergebnis von 1,96 Milliarden Euro klar zu übertreffen. Das Ergebnis hängt von der Treibstoffpreisentwicklung und dem Buchungsverhalten ab. Spohr sagte, die Treibstoffversorgung habe sich normalisiert, die Raffinerien hätten ihre Kapazitäten erhöht und neue Lieferketten aus Nigeria seien aufgebaut worden; die Treibstoffkosten für das Gesamtjahr werden nun auf 8,7 Milliarden Euro geschätzt, 200 Millionen Euro weniger als die Mai-Schätzung. Die Lufthansa plant, sich auf das Langstreckenwachstum zu konzentrieren und erwägt eine weitere Kürzung der europäischen Kapazität um 1%. Die Gesamtkapazität wird in diesem Jahr stagnieren, was einen früheren Plan für ein Wachstum von bis zu 4% umkehrt. Die Fracht- und Wartungseinheiten entwickelten sich weiterhin gut, wobei Lufthansa Cargo von höheren Frachtraten und der Integration von ITA Airways profitierte.

Marktreaktion

Die Aktien der Lufthansa fielen am 4. August nach den Ergebnissen und der Senkung der Prognose intraday um mehr als 10%. Die Aktie hatte bereits im vorbörslichen Handel über 3% verloren. Der Nettoverlust der Gruppe im ersten Halbjahr belief sich auf 542 Millionen Euro, verglichen mit einem Gewinn von 127 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Jahres 2025, und die Spanne für das Gesamtjahr deutet auf einen möglichen Rückgang des operativen Gewinns um 15% hin, falls das untere Ende eintritt.

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