
Der Louvre-Raub kommt auf die Leinwand: Romain Gavras verfilmt spektakulären Juwelenraub um 88 Millionen Euro
Der spektakuläre Raubüberfall auf den Louvre im Jahr 2025, bei dem vier Männer in nur acht Minuten Kronjuwelen im Wert von 88 Millionen Euro erbeuteten, wird offiziell von dem französischen Regisseur Romain Gavras als Spielfilm und von einer Dokumentarserie adaptiert.
Der kühne Diebstahl, der die Kunstwelt erschütterte, wechselt vom Polizeibericht auf die Kinoleinwand. Der französische Verlag Flammarion hat den Verkauf der audiovisuellen Rechte an dem investigativen Buch „Main basse sur le Louvre“ (Hand an den Louvre) bestätigt, das den blitzschnellen Raubzug im meistbesuchten Museum der Welt rekonstruiert.
Die filmische Adaption
Der französische Filmemacher Romain Gavras, bekannt für den Hollywood-Film „Sacrifice“ und das explosive Netflix-Drama „Athena“, wird den Spielfilm inszenieren. Die Produktionsfirma Iconoclast hat sich die Rechte für den Kinofilm gesichert, während ein britischer Produzent die Rechte für eine separate Dokumentarserie erworben hat. Für keines der Projekte wurden bisher Titel, Besetzung oder Veröffentlichungstermin bekannt gegeben.
Der Überfall
Am Morgen des 19. Oktober 2025 nutzten vier Männer aus Seine-Saint-Denis die laufenden Bauarbeiten in der Nähe der Seine, um in den Louvre zu gelangen. Mit einem Lastenaufzug drangen sie in das Museum ein und zertrümmerten, bewaffnet mit Schneidwerkzeugen, Glas, um in die Apollogalerie zu gelangen. In nur acht Minuten erbeuteten sie kaiserliche Diademe, Halsketten mit Diamanten und Smaragden, historische Ohrringe und eine Brosche, die mit Napoleon Bonaparte und Kaiserin Eugénie in Verbindung steht. Die Beute wurde auf 88 Millionen Euro geschätzt, ihr kultureller Erbwert gilt jedoch als unbezahlbar. Die Täter flohen mit Motorrädern in Richtung Autobahn A6. Es fielen keine Schüsse, und niemand wurde verletzt.
In der Nachfolge von Überfällen auf Geldtransporter, nach Bankraubzügen, hat die kriminelle Unterwelt eine neue Goldgrube gefunden.
Die Ermittlungen und die Folgen
Der dreiste Raub löste internationales Entsetzen und eine Sicherheitskrise im Louvre aus, die schließlich Anfang dieses Jahres zum Austausch der Museumspräsidentin Laurence des Cars führte. Die Hauptverdächtigen wurden nach siebenmonatigen Ermittlungen festgenommen, aber die Juwelen wurden nie wiedergefunden. Die Autoren beschreiben die Jagd nach dem verschwundenen Schatz als „ein dickes Rätsel, ein Puzzle, das die Ermittler in völliges Unverständnis stürzt.“
- Vier Männer stehlen in acht Minuten Kronjuwelen aus der Apollogalerie und fliehen mit Motorrädern.
- Das investigative Buch „Main basse sur le Louvre“ erscheint; Adaptionen als Film und Dokumentarserie werden angekündigt.
- Flammarion bestätigt den Verkauf der Filmrechte an Iconoclast und der Dokumentarrechte an einen britischen Produzenten.
Eine Geschichte wie für die Leinwand gemacht
Das Buch, das von den Journalisten Jean-Michel Décugis (Le Parisien), Jérémie Pham-Lê (Le Monde) und Nicolas-Charles Torrent (Paris Match) gemeinsam verfasst wurde, erscheint am Mittwoch, den 27. Mai 2026. Es untersucht, wie es vier Freunden gelang, die Sicherheitssysteme des größten Museums der Welt zu umgehen, und stellt die Frage, warum die Louvre-Leitung frühere Warnungen ignorierte. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Kunstraub „entheiligt“ wurde und für viele Kriminelle nur noch ein weiteres Geschäft ist.


