Wirtschaft · Mailand
Delfin-Umstrukturierung in der Sackgasse: Leonardo Maria Del Vecchio fordert vor der Hauptversammlung am 30. Juni Klarheit vom Vorstand
Leonardo Maria Del Vecchio veröffentlichte einen offenen Brief, in dem er den Vorstand der Familienholding Delfin dafür verurteilt, einen Deal zu verschleppen, der ihn zu ihrem größten Aktionär machen würde, und forderte Erklärungen auf der bevorstehenden Hauptversammlung am 30. Juni.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von il Giornale.it, Il Messaggero, Corriere della Sera und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Leonardo Maria Del Vecchio wollte die Anteile seiner Geschwister aufkaufen und Erster Aktionär werden, doch der Deal scheiterte, nachdem der Vorstand neue Bedingungen stellte.
Vier von fünf Direktoren bestehen darauf, dass die Aktionäre über Anteilsverpfändungen entscheiden müssen; Del Vecchio und Milleri argumentieren, der Vorstand habe satzungsmäßiges Ermessen.
Der Kredit über 10 Milliarden Euro fiel in die italienische Bankenneuordnung, was die Kreditgeber veranlasste, stärkere Garantien von Delfin zu fordern.
Am 19. Juni veröffentlichte Del Vecchio einen Brief, in dem er den Vorstand aufforderte, zu erklären, warum er nach der Unterstützung des Deals Hürden aufbaute, und forderte Klarheit auf der Sitzung am 30. Juni.
Die Hauptversammlung, vier Jahre nach dem Tod des Gründers, könnte die künftige Führung von Delfin bestimmen.
- 27.04.Sechs von acht Aktionären genehmigen Anteilsübertragung und neue Dividendenpolitik
- 28.04.Vorstandsvorsitzender von EssilorLuxottica befürwortet Vereinfachung öffentlich
- 19.06.Leonardo Maria Del Vecchio veröffentlicht offenen Brief und fordert Klarheit vom Vorstand
- 30.06.Geplante Hauptversammlung zur Lösung des Umstrukturierungsstillstands
Leonardo Maria Del Vecchio, Vorstandsmitglied von EssilorLuxottica und Sohn des verstorbenen Gründers Leonardo Del Vecchio, hat einen Streit über die festgefahrene Umstrukturierung der Familienholding Delfin eskalieren lassen. In einem am 19. Juni im Quotidiano Nazionale veröffentlichten offenen Brief forderte er den Vorstand auf, vor der für den 30. Juni angesetzten Hauptversammlung, genau vier Jahre nach dem Tod seines Vaters, wieder für Klarheit zu sorgen.
Der Umstrukturierungsplan
Delfin ist die luxemburgische Holdinggesellschaft, über die die Familie Del Vecchio große Minderheitsbeteiligungen an EssilorLuxottica (32,4 %), Generali (10 %), Monte dei Paschi di Siena (17,5 %) und UniCredit (2,7 %) sowie eine Beteiligung an der Immobiliengesellschaft Covivio kontrolliert. Im Rahmen des Deals würde Leonardo Maria die Anteile seiner Geschwister Luca und Paola erwerben, einen Anteil von 37,5 % konsolidieren und zum ersten Aktionär werden. Die Transaktion erforderte einen Bankkredit von rund 10 Milliarden Euro, der in die Mitte der anhaltenden Neuordnung des italienischen Bankensektors fiel.
Ein Deal, der als abgemacht galt
Am 27. April stimmten sechs von acht Aktionären für die Anteilsübertragung, und sieben billigten eine neue Dividendenpolitik, die es Delfin erlauben würde, zwischen 2025 und 2027 bis zu 80 % der Gewinne auszuschütten. Am folgenden Tag befürwortete Francesco Milleri, Vorstandsvorsitzender von EssilorLuxottica, den Schritt öffentlich und sagte, Vereinfachung sei „immer eine gute Sache“ und erinnerte an die Lehren des Gründers. Leonardo Maria schreibt, dass diese Worte genau das waren, was er zu hören gehofft hatte.
„Vereinfachen ist immer eine gute Sache.“
Wie der Vorstand Hindernisse aufstellte
Nach der Abstimmung begann der Vorstand von Delfin, immer strengere Bedingungen zu stellen, so der Brief. Banken, die durch das allgemeine italienische Bankenrisiko beunruhigt waren, forderten stärkere Garantien von Delfin in Bezug auf Dividenden, Kapitalstabilität und die Zukunft der Holding. Der Vorstand forderte rechtliche Sicherheiten für die Direktoren, dann eine Dreiviertelmehrheit von sechs der acht Aktionäre und schließlich Einstimmigkeit für die Anteilsübertragung. Eine Debatte über die Unternehmensführung entbrannte: Vier der fünf Vorstandsmitglieder argumentierten, dass nur die Aktionäre über die Verpfändung von Beteiligungen an Beteiligungsgesellschaften entscheiden könnten, während Del Vecchio und Milleri darauf beharrten, dass der Vorstand das satzungsmäßige Ermessen dazu habe. Die Pattsituation ließ die Operation „zunehmend entleeren“. Berichten zufolge lehnten die Vorstandsmitglieder Romolo Bardin und Mario Notari den Antrag auf größere Flexibilität gegenüber den Banken ab.
„Ich möchte verstehen, warum die Vorsicht des Vorstands erst nach der positiven Abstimmung und nach öffentlichen Erklärungen auftauchte, die die Umstrukturierung als ein Element der Stabilität beschrieben.“
Der Brief und die Forderung
Leonardo Maria erklärt, er werde nicht an der Versammlung am 30. Juni teilnehmen, um einen Rückzieher oder eine Sinnesänderung zu verkünden. Er sei weiterhin bereit, die Operation abzuschließen, wenn Klarheit, Kohärenz und finanzielle Tragfähigkeit wiederhergestellt seien. Er beschreibt die Angelegenheit nicht als eine Frage von Dividenden, des Jahresabschlusses oder des Abschlusses mit seinen Geschwistern, sondern als „etwas Tieferes: die Natur selbst und die Zukunft von Delfin.“
„Ich möchte verstehen, warum jemand in dem Moment, als wir endlich ein neues Kapitel aufschlagen konnten, beschloss, eine Mauer zu errichten.“
Die Sitzung am 30. Juni werde, so sagt er, die Richtung der Holding zu einem Zeitpunkt bestimmen, an dem die Familie in den vier Jahren seit dem Tod des Gründers kein dauerhaftes Gleichgewicht gefunden habe.
- EssilorLuxottica
- 32.4 %
- Generali
- 10 %
- Mps
- 17.5 %
- UniCredit
- 2.7 %
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- il Giornale.itDelfin, aut aut di Leonardo Maria al cda
- Il MessaggeroDelfin, si blocca il riassetto. LMDV: "Chiarezza dal board"
- il Giornale.itLeonardo M. Del Vecchio al cda: "Pronto al riassetto di Delfin, ma il board chiarisca"
- Corriere della SeraRiassetto Delfin, niente accordo. Lmdv: "Era pronto, ora si spieghi perché si è fermato"
- Leonardo Maria Del Vecchio
- Vorstandsmitglied von EssilorLuxottica, Gründer von LMDV Capital und Erbe, der die Kontrolle über Delfin anstrebt
- Francesco Milleri
- Vorstandsvorsitzender von EssilorLuxottica, der den Umstrukturierungsdeal befürwortete
- Romolo Bardin
- Vorstandsmitglied von Delfin, das Berichten zufolge den Flexibilitätsantrag ablehnte
- Mario Notari
- Vorstandsmitglied von Delfin, das Berichten zufolge den Flexibilitätsantrag ablehnte
- Luca Del Vecchio
- Bruder und Aktionär, dessen Anteile erworben worden wären
- Paola Del Vecchio
- Schwester und Aktionärin, deren Anteile erworben worden wären
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